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TV-Tipp: Hart aber fair – passen Job und Familie wirklich zusammen?

Zur aktuellen Fernsehkritik von “hart aber fair”: Heißes Eisen Kita-Streik – lauwarm diskutiert

BERLIN. Das Thema bei “hart aber fair” am Montag, 18. Mai 2015, 21.00 Uhr, live aus Berlin, lautet: Kitastreik als Härtetest – Passen Job und Familie wirklich zusammen? Der Kitastreik ist für Millionen Eltern Stress pur: Familie und Job prallen jetzt brutal aufeinander. Oder ist das ohnehin der Alltag in modernen Familien? Bleibt die Vereinbarkeit von Kindern und Karriere am Ende nur ein Wunschtraum?

Moderierte eine Diskussionsrunde zum Thema Bildung: Frank Plasberg. Foto: Superbass / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Moderiert die Diskussionsrunde zum Thema Kinderbetreuung: Frank Plasberg. Foto: Superbass / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Gäste sind Manuela Schwesig (SPD, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Zita van Dijk (Erzieherin, ihre Kita wird bestreikt) Maria Steuer (Kinderärztin und Familientherapeutin, Mitgründerin des Familiennetzwerks), Heinrich Wefing (Journalist; stellv. Ressortleiter Politik “Die Zeit”; Buchautor “Geht alles gar nicht. Warum wir Kinder, Liebe und Karriere nicht vereinbaren können”) Petra Klawikowski (alleinerziehende berufstätige Mutter).

Wie immer können sich Interessierte auch während der Sendung per Telefon, Fax, Facebook und Twitter an der Diskussion beteiligen und schon jetzt über die aktuelle Internet-Seite (www.hart-aber-fair.de) ihre Meinung und Fragen an die Redaktion übermitteln.

52 Kommentare

  1. Passen Job und Familie wirklich zusammen? Nein, jedenfalls nicht, wenn die Kinder noch klein sind. Unter drei Jahren gehören Kinder nicht in institutionelle Verwahranstalten und danach auch nicht ganztags, sondern möglichst nur halbtags. “Vereinbarkeit von Familie und Beruf” ist Volksverdummung zu Lasten der Kinder.

    • … weil die erde eine Scheibe ist oder weil der Papst katholisch ist oder welchen Tatsachen fußt ihre Argumentation …

      • mehrnachdenken

        Was fördert die geistige, seelische und somatische Entwicklung von ganz kleinen Kindern am besten?
        Offensichtlich haben Sie dazu noch nichts aus der Hirn- und Bindungsforschung sowie der Entwicklungspsychologie gehört?

        • mehrnachdenken

          Mein Gott, kein Frage, sondern ein Aussagesatz mit einem Punkt am Satzende!!

          • Und warum fördert jetzt ein Kind seiner Beziehung zur Mutter deren sozial–kognitive Entwicklung?

            Wenn man hört wie die meisten Mütter mit ihren Babys und Kleinkindern kommunizieren, sehe ich eher eine retadierende Entwiclung des sprachfähigkeiten der Mütter.

            Vermutlich fördert die Trennung der Kinder von solchen Müttern deren Entwicklung. Vor allem fällt es den Müttern später leichter sich von ihren schulpflichtigen Kindern nicht erst allmorgendlich im Klassenraum zu trennen.

          • mehrnachdenken

            @dickebank
            Die Bedeutung der Mutter für eine gute Entwicklung von Kleinkindern ist in der Forschung nahezu unbestritten.

            Sie haben aber mit Ihrer Anmerkung durchaus Recht, dass Mütter in ihrem Sprachverhalten ihrer Verantwortung gegenüber ihrem Nachwuchs nicht immer gerecht werden.
            Ich sehe bspw. immer wieder Mütter, deren Kleinkinder in Fahrtrichtung im Kinderwagen liegen, anstatt so, dass eine Mutter-Kind-Kommunikation jederzeit möglich ist.
            Zudem scheint nicht wenigen Müttern die Spielerei mit dem Smartphone wichtiger zu sein, als sich liebevoll ihrem Nachwuchs zu widmen.
            Die Kommunikation mit Babys über die Mimik ist nämlich für die Entwicklung der Sprachkompetenz nicht zu unterschätzen. Auch zu diesem Aspekt gibt es aufschlussreiche Forschungsergebnisse.

            Viele scheinen in diesem Punkt ahnungslos zu sein. Deshalb sollte es zu den Pflichten von Kinderärzten oder Hebammen gehören, Eltern darüber aufzuklären.

          • Nun interessiert mich nicht wirklich, was eine saarländische Provinzhochschule erforscht, Dieses Sujet ließe sich locker empirisch an den Kohorten untersuchen, die bis 1989 in den beiden Teilen ‘schlands aufgewachsen und sozialisiert worden sind.

            Gibt es also einen Mangel an sozial-kognitiver Kompetenz bei jungen Erwachsenen, die jenseits der Grenze zu den gebrauchten Bundesländern aufgewachsen sind.

            Wie haben sich denn Kinder und Jugendliche in D über mehrere Jahrhunderte entwickelt, die in großbürgerlichen oder adeligen Verhältnissen, betreut von Kindermädchen aufwuchsen?

            Das Heimchen am Herd – abgesehen von der Glorifizierung durch die Nationalsozialisten – ist eine Besonderheit des Kleinbürgertums (Mittelstandes), die sich schon in früherer Zeit große Teile der städtischen und ländlichen Bevölkerung nicht leisten konnten.

            Im übrigen spricht ja nichts dagegen, wenn Eltern sich entscheiden über das erziehungsjahr hinaus, sich ein oder zwei weitere Jahre um das Kind in der häuslichen Umgebung zu kümmern. – Aber dann bitte auf eigenes (wirtschaftliches) Risiko hin, ein Kind zu bekommen ist nämlich ihre ureigenste Entscheidung und kein gesllschaftlicher Auftrag gewesen. Wer aus wirtschaftlichen Gründen sich die Betreuung des Kleinkindes über das erste Lebensjahr hinaus nicht erlauben kann, der muss eben auf familiäre oder Nachbarschaftliche Unterstützung zurückgreifen, wenn er seinen nachwuchs nicht in eine Kita geben will. Er hat ja Alternativen, er muss sich nur entscheiden. Nur diejenigen die sich dann für ein öffentliches Betreuungsangebot entscheiden, tun das mit gutem recht. Und es ist aus meiner Sicht unverantwortlich, diese Eltern oder Alleinerziehenden für ihre Entscheidung unter Zuhilfenahme dubioser Studien ans Kreuz zu nageln – oder sie zu verteufeln. wer sein Kind vor dem dritten lebensjahr in einer Kita betreuuen lässt ist kein schlechterer Mensch als die Bezieher von Horstis Herdprämie.

            Würden sich ein grö0erer Teil derjenigen, die hier nach längerer Betreuungszeit für den Nachwuchs gieren, sich im bei der Betreuung älterer oder kranker Menschen ebenfalls stärker zeitlich engagieren, wäre der Pflegenotstand nicht halb so groß.

          • mehrnachdenken

            @dickebank
            Offensichtlich halten Sie sich tatsächlich für so einen “Zwerg-Allwissend”. Ein echter Gedankenaustausch kommt mit Ihnen nicht zustande, weil Sie sowieso immer alles besser wissen. Das ist ermüdend und wenig produktiv.

            Allerdings bin ich bei Ihrer an den Tag gelegten geistigen Omni-Potenz schon erstaunt, dass auch Sie sich nicht von dieser unsäglichen Modephrase “nicht wirklich” trennen können:

            “Nun interessiert mich nicht wirklich, … .”

            Auch wenn diese elende Formulierung hier im Forum immer wieder vorkommt und quer durch alle Schichten Hochkonjunktur hat, sage ich Ihnen in aller Deutlichkeit: “Das ist ganz schlechtes Deutsch!!”

            Gleich erhalten Sie noch einen Link, den Sie sich bitte in aller Ruhe zu Gemüte führen sollten, lach.

          • “Interessier mich nicht wirklich” klingt aber besser als “geht mit tangential an der gesäßebene vorbei” – um nicht in Umganssprache zu verfallen.

          • mehrnachdenken

            @dickebank
            Sie haben leider NICHTS kapiert. Sorry, was für ein armseliger Einwand!!

          • Sie verkennen den Begriff “Meinungsaustausch”.

            Ich sehe nicht ein, warum ich meine Meinung gegen Ihre austauschen soll.

            Und seine Aussagen auf Untersuchungen zu stützen, wohlwissend dass es jede Menge Untersuchungen zu diesem Bereich frühkindlicher Erziehung gibt, die alle nicht wertneutral sind aber zu vollkommen anderen Aussagen kommen, ist auch nicht hilfreich. Erziehungswissneschaftliche Erkenntnisse …
            Wer Erziehungswissenschaften bzw. deren Erkenntnisse für unumstößliche, vor allem aber nachweisbare, belastbare Grundlagen hält, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten. Und mithilfe empirischer Untersuchungen lässt sich dank fehlender stochasticher Grundlagen alles und nichts beweisen.

          • mehrnachdenken

            @dickebank
            Meine Bemerkung “Sie haben leider NICHTS kapiert. Sorry, was für ein armseliger Einwand!” …

            bezieht sich auf Ihre Antwort …

            “Interessier mich nicht wirklich” klingt aber besser als “geht mit tangential an der gesäßebene vorbei” – um nicht in Umganssprache zu verfallen.

            Sie heben aber wieder auf das urspüngliche Thema “Bedeutung einer Mutter für ein heranwachsendes kleines Kind” ab.
            Ich kann nur sagen: Super aneinander vorbei geredet oder klassisches Missverständnis.
            Es kann aber auch sein, dass Sie meine Bemerkung zu “nicht wirklich” und den Link absichtlich ignoriert haben.

            Sie werden es nicht glauben, aber bei Modephrasen wie “nicht wirklich” oder Blähwörtern wie “sozusagen” gebe ich gerne meine Zurückhaltung auf. Zumal dann, wenn sich jemand “brüstet”, über “Gott und die Welt” Bescheid zu wissen und obendrein hier offensichtlich nicht mitredet, weil ihn der Meinungsaustausch interessiert, sondern aus meiner Sicht nur deshalb, um sich permanent selber darzustellen und andere dumm aussehen zu lassen.

          • Ich kann doch nichts dafür, wenn andere dumm aussehen.

            Vielleicht sollten Sie lernen zwischen mir und meinen Ansichten zu dem, was andere hier vom Stapel lassen, zu unterscheiden.

            Was stellen Sie eigentlich dar, wenn nicht sich selbst?

    • Liebe Heike,
      lassen Sie sich von den kompetenten Antworten der pädagogischen Elite hier nicht verunsichern! Ich bin auch Ihrer Meinung! Und die “fußt” ganz schlicht auf meinen eigenen Erfahrungen mit meinen Kindern, die heute 26 und 30 Jahre alt sind, jeweils wohlgeraten, wohlerzogen, sprachlich begabt, mit Abitur und abgeschlossenem Studium sowie beruflicher Festanstellung.
      Denn auch mir kann niemand schlüssig beweisen, dass es der frühkindlichen Entwicklung dient, wenn Kinder unter drei Jahren von 07:00 Uhr morgens bis 17:00 Uhr abends von wechselnden Menschen “gefördert” werden. Wohlgemerkt: Wir sprechen von normalen und intakten Elternhäusern, in denen psychisch gesunde Mütter ihren Instinkten noch vertrauen!
      Meine Meinung “fußt” außerdem auf der Erfahrung von 38 Dienstjahren (sowohl in der Haupt- als auch in der Grundschule – dort jetzt seit 26 Jahren tätig, immer noch und mit viel Freude am Beruf!!!), wo sich die Auffälligkeiten bei den “rund – um – die – Uhr – Betreuten” zunehmend häufen. Warum wohl …???
      Liebe Heike, vertrauen Sie auf ihr “Bauchgefühl” !!!

      • Danke, Mama51! Und seien Sie beruhigt, mich können manchmal zwar Leute ins Zweifeln bringen, doch müssen die aus anderem Holz geschnitzt sein als die “pädagogische Elite”, die Sie meinen.

  2. mehrnachdenken

    Manuela Schwesig, diese Gender-Familienministerien, nein, dann werde ich mir die Sendung nicht ansehen!!!

    • mehrnachdenken

      …ministerin

    • Bitte doch ansehen! Bei Frau Schwesig ging es mir genauso wie Ihnen. Als ich dann aber den Namen “Maria Steuer” las, schwenkte ich sofort um. Die Dame ist relativ unbekannt, genießt aber meine größte Hochachtung. Wie sie dem Druck in einer Talk-Show gewachsen ist, weiß ich allerdings nicht.

      • mehrnachdenken

        Danke für den Hinweis. Es ist tatsächlich schon so, dass ich beim Namen Schwesig inhaltlich abschalte.
        Frau Schwesig erhält nicht nur von Frau Steuer odentlich Gegenwind, sondern hoffentlich auch von Herrn Wefing.
        Mutig, aber sehr lobenswert von der Sendeleitung, Leute mit so gegensätzlichen Positionen einzuladen.

        • @mehrnachdenken
          Hier können Sie Frau Steuer in zwei kurzen (knapp 15-minütigen) Interviews mit dem bekannten Kinderexperten Wolfgang Bergmann sehen. Herr Bergmann ist inzwischen verstorben und wenn ich mich recht erinnere, hat Frau Steuer die Gespräche mit ihm kurz vor seinem Tod geführt.
          http://www.fuerkinder.org/mediathek/video/84-video-interview-stiftung-wolfgang-bergmann

          • mehrnachdenken

            @Heike
            Haben Sie ganz herzlichen Dank für die wertvollen und erkenntnisreichen Interviews mit Dr. Bergmann.
            Der viel zu frühe Tod dieses excellenten Fachmannes ist für mich eine wahre Tragödie!!

            Ich bin ehrlich gespannt, wie Frau Steuer mit den falschen und unwahren Argumenten (Dr. Bergmann) der Gender-Ministerin umgeht.

          • mehrnachdenken

            @Heike
            Gemessen an den beiden Interviews mit Dr. Bergmann, fand ich den heutigen Auftritt von Frau Steuer bei “hart aber fair” erschreckend blass.

            Das Thema hieß ja auch nicht explizit, ob die häusliche Betreuung oder die Kita besser für die harmonische Entwicklung eines Kleinkindes sei, sondern es ging um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

            Was angeblich besser für die Entwicklung eines Kleinkindes ist, haben die Politik und maßgebliche gesellschaftliche Gruppen wie die Wirtschaft doch längst beantwortet.

            Dieser “Zug” fährt immer schneller in die Richtung einer außerhäuslichen Betreuung, weil die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für viele Erwerbstätige immer schlechter werden.

            Ich weiß gar nicht, ob sich die Politik überhaupt einmal mit der für mich wichtigen Frage der Rahmenbedingungen für eine optimale geistige – seelische und somatische Entwicklung von Kindern beschäftigt hat.
            Wenn ich Dr. Bergmann richtig verstanden habe, ist dieses außerhäusliche Betreuungssystem installiert worden, obwohl viele Fachleute es als falsch ansehen.
            Wo war deren Stimme, als vor Jahren die entsprechenden politischen Weichen gestellt wurden?

    • Milch der frommen Denkungsart

      @mehrnachdenken:

      Lassen Sie’s gut sein – von Zeit zu Zeit stehen eben solch extraordinäre Geister wie “dickebank” auf, die uns Ignoranten mit ihrer Weisheit auf dem Gebiet der Bildungspolitik, der Mathematik sowie allerlei Philologien ein Licht der Aufklärung entzünden.
      Dass er mithin, wie er selbst bei jeder möglichen Gelegenheit lamentiert, relativ zu seinem enzy-klopädischen Wissen, – ja dem des gemeinen Gymnasialstudienrats turmhoch überlegen – maßlos unterbezahlt und noch nicht in ein rot-grünes Kul-tusministerium berufen worden ist, trübt vielleicht das eigens entworfene Selbstportrait, wird aber, so steht zu befürchten, an seinem Messianismus nichts ändern.

      • ‘ne Tautologie macht die Argumentation nicht besser – ein Gymnasialstudienrat iosr nun einmal ein weißer Schimmel.

        • Milch der frommen Denkungsart

          @dickebank:

          Sollten Sie sich tatsächlich nicht in rhetorischen Figuren auskennen – wow ?!

        • Es gibt auch Studienräte an Realschulen. Also kein weißer Schimmel.

          • In NRW definitiv nicht. Wer als Lehrkraft mit der Lehrbefähigung BY/BK an einer Schule ohne Oberstufe eingesetzt ist, erhält zwar A13 – verliert somit aber die Dienstbezeichnung Rat sowie die Ratszulage. Die einzige Ausnahme sind Sekundarschulen, an denen A13-Stellen geschaffen werden, um die Verzahnung zur GOSt an einer kooperationsschule sicherzustellen.

            Es gibt hingegen an Realschulen (in NRW) Funktionsstellen für SekI-Lehrkräfte, die mit A13 besoldet sind. Die Eingruppierung in A13 bringt aber nicht die Dienstbezichnung StR mit sich.

          • Dann sagen Sie auch, dass Sie nur für NRW schreiben. In BY gibt es sogar Oberstudienräte an Realschulen.

          • Und dann gibt es in BY sogar noch Fach- und Berufsoberschulen, an denen StRs beschäftigt sind.

          • … wie bereits geschrieben Lehramt GY/BK …

            Bei A13 wird nicht umsonst vom Verzahnungsamt (zwischen gehobenem und höherem dienst) gesprochen.

            Ein VieSilberrSterne PHK hat ebenso wie ein EinGoldStern PR A13, dennoch ist der eine Kommissar und der andere Rat. Für Landesbeamte gelten eben die Landesbeamtengesetze.

          • Wie bereits geschrieben an Realschulen in BY gibt es StRs, ja sogar OStRs. Das haben Sie aber in Ihrem Kommentar fälschlicherweise ausgeschlossen. Sie sprachen ja vom weißen Schimmel.

  3. @dickebank (19:55 Uhr)
    Manchmal ist est besser, den Mund zu halten, wenn jegliche Ahnung von der Sache fehlt. “Schuster bleib bei deinen Leisten!” ist da zu empfehlen. Die Herausforderung dieses Sprichworts, die Kenntnis der eigenen Leisten, ist für so manchen allerdings eine intellektuelle Überforderung.
    Ihnen hier Links zur Fortbildung anzubieten, ist vermutlich vergebliche Mühe, zumal Google zahlreiche kinderpsychologische und -medizinische Artikel zur kindlichen Entwicklung auch ohne spezielle Hinweise anbietet. Man muss sie nur lesen wollen.
    Eine noch bequemere Möglichkeit wäre, sich die Plasberg-Sendung anzuschauen, wo die Leute Ihrer Einschätzung nach über ein Thema diskutieren, das der Frage gleichkommt, ob “die erde eine Scheibe ist”. Müsste doch kolossal erhebend sein zu erleben, wie himmelhoch überlegen Sie diesen beschränkten Würstchen von Diskutanten sind.

  4. Ursula Prasuhn

    @dickebank heute um 07:13
    Zitat: “Dieses Sujet ließe sich locker empirisch an den Kohorten untersuchen, die bis 1989 in den beiden Teilen ‘schlands aufgewachsen und sozialisiert worden sind.”
    Dann schauen Sie mal, woher diese Ärzte und Psychologen überwiegend kommen:

    http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/wp-content/uploads/2012/11/Experten-schlagen-Alarm.pdf

    Zum letzten Absatz Ihres Kommentars: Entgegen Ihrer Darstellung zeigt die Realität, dass die “Betreuung älterer oder kranker Menschen” zum überwiegenden Teil noch von Familienmitgliedern – u. a. dem Nachwuchs – geleistet wird. An Stelle des “Pflegenotstands” gäbe es also weit Schlimmeres, wenn diese opferbereiten Menschen nicht mehr da wären, die sich um ihre hilfsbedürftigen Angehörigen kümmern, weil das Aufwachsen bei ihnen und das Erleben mit ihnen enge Bande geknüpft haben.
    Meines Erachtens liegt auf der Hand, dass institutionell betreute und erzogene Kinder künftig vor allem Institutionen und Steuerzahler in der Pflicht sehen, wenn Alter und Krankheit zuschlagen.

    Abgesehen vom Verlust dieser Werte, tut sich die nüchterne Frage auf, ob eine Gesellschaft auf die gewohnten „Ehrenämter“ durch Familienbande verzichten kann, ohne finanziell vor die Hunde zu gehen.
    Wohl kaum, es sei denn, Lebensanfang und -ende fänden unter Bedingungen statt, die sich keiner vorstellen mag. Schon jetzt – bei einer zwar sinkenden, aber noch immer recht hohen Eigenleistung der Familien – zeichnet sich ab, wohin die gesellschafts- und bildungspolitische Reise geht. Täglich zunehmende Klagen über mangelnde Qualität in Krippen, Kitas, Schulen und nicht zuletzt der Inklusion zeigen überdeutlich die Richtung.
    Dabei sind wir – auch in finanzieller Hinsicht – erst am Anfang des Aufbruchs ins gelobte Land.

  5. die ewige Lüge von der “Karriere” – die meisten Frauen sollten froh sein, dass sie nicht als billiges Arbeitskräftereservoir zum ausbeuten auf den Markt getrieben werden, sondern ein paar Jahre dem Hamsterrad entkommen dürfen und dann Teilzeit arbeiten können. Die meisten Jobs sind doch eh nur Mc Jobs – wer will da schon Vollzeit rumsitzen oder sich Vollzeit abhetzen???

    DE hat viel zu viele überflüssige Arbeitnehmer und immer noch Massenarbeitslosigkeit – von Politikern lass ich mir doch nicht erzählen, das mich auf dem Arbeitsmarkt irgendeine “Karriere” erwartet – das meiste sind eh nur bullshitjobs

    auch das ein Grund, warum in DE und Japan so wenig Kinder geboren werden – zu viele Arbeitnehmer haben nur bullshitjobs, wo man das nicht finanzieren kann.

  6. Die Erzieherinnen haben eine sehr große Verantwortung ,deshalb befürworte ich den Streik,sie werden unterbezahlt. Trotz allem fine ich diese Kitas nicht so gut, es wird immer ähnlicher der DDR ,die Kinder erfahren keine richtige Familienliebe mehr , sie werden vom Staat erzogen , so wie der Staat das haben will !!!

  7. Brigitte Averbeck-Mohser

    Die Erzieher und Erzieherinen haben schon einen harten Job. 25 Kinder in einer Gruppe und nur 2 Erzieher.
    Wenn dann noch Wickelkinder dabei sind wird es stressig!
    Dennnoch habe ich keinen Verständnis für einen unbefristeten Streik.
    Mein Mann und ich sind, wie heute sehr viele Eltern beide berufstätig.
    Als Mutter von 3 Kindern ( Zwillinge 6 Jahre, und der Kleinste ist 3 Jahre ) ist mann schon auf die Kita angewiesen wenn nicht Oma und Opa ständig flexiebel sind.
    Wir haben glücklicherweise Oma und Opa in der Nähe und die nehmen unsere Kinder auch immer gerne!
    Dennnoch habe ich für Streik, ohne Notgruppen in den Kitas kein Verständnis.
    Ich bin von Beruf Krankenschwester!
    Auch unsere Berufsgruppe hat gestreikt! Dennoch war immer eine Notfallversorgung zu 100 Prozent gegeben.
    Wie eben in der Sendung schon gesagt, haben alle sozialen Berufe in der Befölkerung einen gerinngen Stellenwert!!!
    Man sollte sich in einer ruhigen Minute mal überlegen was die Menschen in diesen Berufen leisten.
    Maschinen kann man abstellen Kinder, Patienten, Behinderte nicht!
    Trotz alle dem darf der Streik nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden!

  8. Müssen wirklich beide Elternteile arbeiten gehen? Ich stelle dies in Frage.
    Bereits bei unserem ersten Kind verdiente mein Mann gerade einmal 2000€!, die Hälfte davon mussten wir Miete zahlen.
    Erst mit 3,5 Jahren kam unser Sohn in den Kindergarten und er würde Frau Zita van Dijk energisch widersprechen, denn er ging vom ersten Tag an gerne in den Kindergarten, ohne zu weinen und zu jammern!
    Was sind 3 Lebensjahre gerechnet auf ein ganzes (Kinder-) leben. Wozu dann überhaupt Kinder in die Welt setzten, wenn man sie dann so früh fremdbetreuen lässt?
    Sollten wir uns nicht einmal die Frage stellen, ob wir selber gerne in einem fremden Land, deren Sprache wir nicht verstehen mit unbekannten Menschen mehrere Stunden verbringen möchten. Damit wir dann letztendlich am Ende des Tages müde nach Hause kommen, um noch gerade mal eine Stunde mit den geliebten Menschen verbringen können.
    Was vermitteln wir damit unseren Kindern?

  9. Warum heißt es eigentlich allerorten, die Leidtragenden des Streiks seien Eltern und Kinder? Ich glaube nicht, dass die Kibder sich als leidtragend empfinden – im Gegenteil: endlich mal raus aus der Tretmühle, exklusive Zeit mit Mutter oder Vater oder Oma oder Opa, “nur” zu Hause., einfach mal nichts “pädagogisch Wertvolles” tun müssen, sondern einfach Kind sein und die Welt selbst erforschen und kennenlernen, ohne irgendwelche Vorgaben und Anweisungen und Vorgaben.

    Außerdem sollte man so ehrlich sein und zugeben, dass mitnichten heutzutage alle Eltern doppelt verdienen MÜSSEN. Vielleicht sollte man sich auch Gedanken darüber machen, ob es wirklich der neue, teure, Erst – oder Zweitwagen sein muss oder neben dem Sommerurlaub auch der Winter- und oder Herbsturlaub, die teuren Schuhe, Schmuck, Tasche, Jacke , das große freistehende Haus mit großem Gärten, Carport und und und..
    Und sich auch darüber Gedankem machen, ob es nicht vielen Eltern mehr Spaß macht, sich in einem Job ” zu verwirklichen” , Gehalt und Anerkennung zu bekommen statt zu Hause den lieben langen Tag, ein oder mehrere Kinder zu versorgen ( anstrengend und anspruchsvoll, aber Gehalt und Anerkennung Fehlanzeige ).

  10. Erziehungsarbeit solltecgenerell aufgewertet werden, egal ob ” nur ” zu Hause oder in einer öffentlichen Einrichtung.

  11. Was in dieser ganzen Diskussion vergessen wird ist, dass sich auch die Arbeitgeber wegen müssen.
    Flexiblere Arbeitszeiten oder Home office Tage.

  12. Und wer spricht über die Kitas die nicht bestreikt werden, die ganzen Kitas in privater Trägerschaft?

    Hier ist es doch noch schwieriger.

    Diese bekommen 10 % weniger Gehalt minimum, warum, weil die Kommunen diesen Trägern 10 % Anteil als non Profit Unternehmen zum eigenem erwirtschaften auferlegt.

    Ausgenommen auch hier wieder, Tochterunternhemen der Städte wie in Köln die Köln Kitas oder auch alle kirchlichen Einrichtunegn.

    Ergo: als Erzieherin in privater Trägerschaft gehen sie in der Regel mit 1400 Euro nach Hause!

  13. Dr. Harald Giessl

    Hallo Herr Plasberg,

    Sie sind dem Thema nicht hart genug auf den Grund gegangen.
    Sie hätten deutlich stärker polarisieren müssen zwischen den Luxusproblemen gut situierter Doppelverdiener
    und sozial angespannten Familiensituationen. Schade, Herr Plasberg.

  14. @mehrnachdenken
    Ja, der Auftritt von Maria Steuer war leider blass, was ich ein wenig befürchtet hatte. Frau Steuers Verhalten erinnerte mich an die Vorsicht anderer Gäste in Talk-Shows, die befürchten, dass sie nur als Alibi-Vertreter für Meinungsrecht und Meinungsvielfalt mit am Tisch sitzen und ganz schnell rechten Gedankenguts verdächtigt werden, wenn sie sich zu weit aus dem Fenster lehnen.
    Denken Sie an Eva Herman. Sie vertrat allzu forsch einen ähnlichen Standpunkt wie Frau Steuer und schrieb dazu auch noch ein viel gelesenes Buch.
    Als prominente Tagesschausprecherin und Moderatorin einer NDR-Talkshow machte sie sich damit zur Bedrohung der These, dass staatliche Frühbildung weit wertvoller sei als die „bildungsarmen“ Jahre im Elternhaus.
    In der ZDF-Sendung “Bei Kerner” kam es dann, wie es kommen musste. Zur Erinnerung dieses Video von 8 Minuten:
    https://www.youtube.com/watch?v=43NRPdov91I

    Dazu in der WELT:
    http://www.welt.de/fernsehen/article1250311/Die-oeffentliche-Hinrichtung-der-Eva-Herman.html

    H. M. Broder im SPIEGEL:
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/herman-rauswurf-bei-kerner-der-programmierte-eklat-a-510511.html

    Vor Jahren schrieb ich einem Gast im sonntäglichen Presseclub ein paar Dankeszeilen für seine Worte zum Wert von Eltern und Familien. Er hatte sich auch vorsichtig und zurückhaltend ausgedrückt, aber doch deutlich genug.
    Er bedankte sich und merkte an, dass er sich freue, klar verstanden worden zu sein und ein Maß an Zustimmung erhalten zu haben, wie er es selten erlebe. Es sei nicht ungefährlich, in aller Öffentlichkeit gegen den ideologischen Strom zu schwimmen.

    • mehrnachdenken

      Okay, Ihrer Argumentation kann ich gut folgen.
      Allerdings hätte ich mich dann an Frau Steuers Stelle gar nicht dort hingesetzt. Wenn ich die Einladung aber annehme, vertrete ich auch meine Position.
      Dabei muss natürlich diplomatisch geschickt argumentiert werden. Z.B. reichte es schon, sich auf allgemein anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse von anerkannten Experten zu beziehen. Ich möchte Frau Steuer nicht zu nahe treten, aber fehlt es ihr nicht vielleicht auch ein wenig an der notwendigen rhetorischen Brillianz?
      Schade, da ist sie hin, die gute Gelegenheit, einer breiten Öffentlichkeit das Lügengebäude über die angeblich so unproblematische frühkindliche Fremdbetreuung vor Augen zu führen!

  15. @mehrnachdenken
    Für alle, die von den gleichförmigen Talk-Shows in ARD oder ZDF nur noch abgestoßen sind, gibt es jetzt eine Alternative im Internet, die großen Anklang findet und auch Gäste von Rang und Namen hat.
    Zitat über die erste Sendung: „Als besonders bedrohlich wurde von allen Talkgästen die Entwicklung einer neuen indirekten Zensur in der Medienlandschaft empfunden. In einer Art vorauseilendem Gehorsam würden die Journalisten, Reporter, Redakteure, Medienschaffenden und Filmemacher sich einer „political correctness“ unterwerfen, um ihre berufliche Stellung oder ihre Auftraggeber nicht zu verlieren.“
    http://www.freiewelt.net/reportage/krieg-oder-frieden-kritischer-blick-auf-die-aussenpolitik-10061285/

    • mehrnachdenken

      Danke für den Hinweis.

      Zitat aus dem Link:

      “Selbst im Internet würden Kommentarfunktionen abgestellt, wenn die Meinung der Leserschaft von jener der Redaktioveröffentlicht allzu sehr abweicht.”

      Da können wir uns bei n4t ja bedanken, dass hier “unliebsame” Beiträge wohl nicht “einkassiert” werden.

      • Lieber mehrnachdenken,

        unsere Leser sind frei, ihre Meinung in ihren Kommentaren auszurücken. Die Grenze, der wir als Medium unterworfen sind, ist das Presserecht. Wir als Verantwortliche (und nicht die Kommentierenden) wären dafür haftbar, wenn in Kommentaren falsche Tatsachenbehauptungen aufgestellt oder Menschen beleidigt würden. Wenn jemand auf unserer Seite beispielsweise Unwahrheiten über ein Unternehmen verbreitet, das daraufhin von Kunden gemieden wird und Konkurs anmeldet, müssen wir für den Schaden aufkommen. Deshalb sichten wir die Kommentare. In der Praxis hat das aber auf n4t so gut wie keine praktischen Auswirkungen: Es ist erst zwei- oder dreimal vorgekommen, dass wir Kommentare nicht veröffentlichen konnten. Unsere Leser (Kompliment!) diskutieren eben niveauvoll und nicht unter der Gürtellinie, wie in anderen Medien.

        Herzliche Grüße
        Andrej Priboschek
        Herausgeber news4teachers

        • mehrnachdenken

          Lieber Herr Priboschek,

          meine Bemerkung betrachten Sie bitte als großes Kompliment an die Redaktion von n4t.

          In der Tat, wer sich an gewisse Umgangsformen hält und nicht gegen das Presserecht verstößt, kann bei Ihnen munter drauflos plaudern, lach.

          Beste Grüße
          mehrnachdenken

    • Vielen Dank für den heißen Tipp, Heike: https://www.youtube.com/watch?v=hrU5i_hjDNc

      Gestern wollte ich kurz in die Talk-Show reinschnuppern und konnte mich nicht mehr losreißen.

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