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Verdacht von sexuellem Übergriffen an Schule – Schulträger fühlt sich ungenügend informiert

EBERSWALDE. Jugendliche sollen an einer Schule in Eberswalde (Barnim) Mitschüler sexuell belästigt haben. Die Landtagsopposition kritisiert, dass der Schulträger nicht informiert worden sei. Stimmt nicht, heißt es aus dem Ministerium.

Nach Bekanntwerden der Vorfälle von Mitte Februar habe die Schulleitung sofort Anzeige erstattet und das zuständige Jugendamt informiert, sagte Florian Engels, Sprecher des Bildungsministeriums, am Freitag in Potsdam. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte nach eigenen Angaben im Kreistag mit einer Anfrage auf das Thema hingewiesen.

Ihr Fraktionsvorsitzender Stefan Böhmer kritisierte in einer Mitteilung, die Vorkommnisse seien dem Landkreis als Schulträger nicht mitgeteilt worden. Auch im Lehrerkollegium seien die Umstände der Übergriffe und präventive Maßnahmen nicht besprochen worden. Engels wies dies zurück. Durch die Erstattung der Anzeige habe auch der Kreis von dem Vorgang gewusst, sagte er. Im Lehrerkollegium sei darüber intensiv gesprochen worden.

Bündnis 90/Die Grünen forderten Schulträger, Fachaufsicht und Schulleitung auf, über die sexuellen Übergriffe schnellstmöglich mit Lehrern, Schulhelfern und Eltern offen und transparent zu sprechen. Zudem solle ein umfassendes Präventionskonzept zur Verhinderung sexueller Gewalt verfasst und mit allen Beteiligten abgestimmt werden, hieß es in der Mitteilung. (dpa)

Ein Kommentar

  1. Christian Möller

    Zitat: „Bündnis 90/Die Grünen forderten Schulträger, Fachaufsicht und Schulleitung auf, über die sexuellen Übergriffe schnellstmöglich mit Lehrern, Schulhelfern und Eltern offen und transparent zu sprechen.“
    Heuchler!
    Bei wem dreht sich denn alles um „sexuelle Vielfalt“ im Unterricht und um frühes Ausprobieren?
    Und wie sieht der offene und transparente Umgang mit eigenen sexuellen Übergriffen aus? Es wird immer nur das zugegeben und bedauert, was nicht mehr zu verheimlichen ist. Dieser Tage ist Frau Künast dran, ihr Verhalten in der Vergangenheit zutiefst zu bereuen.
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article141406874/Gruenen-Politikerin-Kuenast-geraet-in-Erklaerungsnot.html

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