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Was kann Schule leisten? Diskussion bei Plasberg um Nainas Tweet

Hier geht es zur aktuellen Kritik der Sendung.

KÖLN. Was muss Schule alles leisten? Hat Bildung schon an sich einen Wert – oder sollte sie Schüler auf das Leben vorbereiten? Die Debatte wurde von einer Kölner Gymnasiastin namens Naina angestoßen, die ihren Frust über die fehlende Alltagstauglichkeit schulischer Bildung in die Netzwelt zwitscherte. Am heutigen Montagabend (ARD, 21 Uhr) nimmt sich Moderator Frank Plasberg des Themas an: „Problemfall Schule – zu viel Goethe, zu wenig Google?“, so lautet das Thema der Diskussionsrunde „Hart aber fair“.

Moderiert heute eine Diskussionsrunde zum Thema Bildung: Frank Plasberg. Foto: Superbass / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Moderiert heute eine Diskussionsrunde zum Thema Bildung: Frank Plasberg. Foto: Superbass / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

„Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ Mit dieser beim Internetdienst Twitter abgesetzten Kurznachricht entfachte die Schülerin Naina eine bundesweite Bildungsdiskussion, die von der „Bild“-Zeitung bis zur FAZ viele Medien in Deutschland beschäftigte. Auch auf dem Deutschen Schulleiterkongress wurde das Thema diskutiert.

In der Ankündigung zu „Hart aber fair“ liest sich das nun so: „Stress, viel und oft weltfremder Stoff, ständige Reformen: In den Schulen türmen sich die Probleme – und leider in jedem Bundesland andere. Hilft weniger Theorie, mehr echtes Leben? Oder wird an Schulen zu viel geklagt und zu wenig geleistet?“ Zu dem Thema werden Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, der Medienunternehmer Florian Langenscheidt, Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD), der Journalist Mirko Drotschmann (der den Youtube-Kanal „MrWissen2go“ betreibt) sowie Fernsehmoderatorin Barbara Eligmann (Mutter von drei Kindern)  diskutieren. News4teachers wird eine Rezension der Sendung bringen. News4teachers

6 Kommentare

  1. Na also barbara eligmann hat natürlich ganz viel expertise. Man man kann man nicjt mal profis einladen?

    • nein, denn dann könnte im angepassten öffentlich rechtlichen fernsehen ja etwas substanzielles herauskommen …

  2. Das Missverständnis liegt darin, dass Unterhaltungsfernsehen a la Plasberg nicht informieren kann und es auch gar nicht will. Es funktioniert wie der Unterricht, der da persifliert wird: oberflächlich, irrelevant, langweilig, effektheischend. Der eigentliche Skandal ist ein anderer: Dass nämlich ein Vertreter von 750.000 Lehrern, der offenbar nebenbei Zeit findet, eine große Schule zu leiten („meine Lehrer…“), unbedarft und in wesentlichen Zügen schlichtweg überfordert, erst kurz vor der Sendung sich ein wenig mit Bildungsinhalten auf youtube befasst! Dieser Mensch lässt es zu, dass in einer Diskussion vor Millionenpublikum schulische, mediale Bildung auf Kurzfilme reduziert wird und nicht einmal hierzu hat er didaktisch irgendetwas Erhellendes beizutragen. Nichts, aber wirklich gar nichts zu blended learning, Lernplattformen wie fronter oder moodle, iPad-Klassen, hervorragenden Mathematik-Sites wie „bettermarks“ oder „schullv“ und moderne päd. Medienkonzepte wie „AppSmashing“- die weit über den herkömmlichen Unterricht mit anderen Mitteln hinausgehen und ein erhebliches didaktisches Potenzial haben. So kommt es dann, dass ein 30-jähriger smarter Jungunternehmer das Heft an sich reißt und die pädagogische Auseinandersetzung weitgehend für sich entscheidet. Es ist zum Verzweifeln, wie stümperhaft die öffentlichen Debatten geführt werden!

    • Milch der frommen Denkungsart

      Aus eigenem Erleben darf ich Ihnen versichern, dass der Veteran Josef Kraus mehr Schul(leitungs)-erfahrung wie -kompetenz sein eigen nennen darf als etwa ein Schwadroneur vom Schlage eines Herrn Langenscheidt.
      Gut mediengestützten Unterricht wird niemand verteufeln; er kann freilich nur das Sahnehäubchen sein auf die unterrichtliche Interaktivität mit dem
      Lehrer – nichts anderes als diese pädagogische Bin-senweisheit hat auch Herr Kraus vertreten.

      • Sie sagen es.
        Herrn Langenscheidt empfand ich als Selbstdarsteller, der mit seiner „Aufgeschlossenheit“ und seinen modernen Ansichten punkten wollte.
        Herr Kraus gefiel mir sehr. Er argumentierte wie immer mit Wissen und gesundem Menschenverstand. Bei ihm scheiden sich allerdings oft die Geister, weil er ein Mann klarer Worte und Ansichten ist.

  3. Es mag ja sein, dass Herr Kraus sich im Bereich der weiterführenden Schulen gut auskennt, aber sowohl im Grundschulbereich, als auch im Förderschulbereich hat er mich durch inkompetente Kommentare Im Fernsehen schon mehrmals geschockt. So war er zum Thema „Inklusion“ bei Herrn Jauch eingeladen und es war erschreckend, viel mehr als der „Normalbürger“ konnte er nicht zur Diskussion beitragen, ja durch sein voreingenommenes Unwissen hat er der Diskussion sogar geschadet Und auch gestern waren seine Kommentare zum Grundschulbereich eher unsachlich und ohne Substanz. Man kann ja Dinge kritisch sehen, aber sie pauschal als „Sprachbarbarei“ und mit ähnlich pauschaler Polemik abzutun, ist wenig hilfreich. Es stünde ihm besser sich zu Dingen von denen er offenkundig nicht viel weiß, vorsichtiger zu äußern. Der Rest war eine sinnlose Diskussion mit schlecht gewählten Gästen. Herr Schulte-Markwort war der interessanteste Gast und bekam fast keinen Raum für seine bedenklichen Aussagen und Erfahrungen.

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