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Angehende Ärzte sind besonders gestresst

NÜRNBERG. Medizin ist ein Fach, das Studenten einiges abverlangt. Das bleibt nicht ohne Folgen. Mit steigender Semesterzahl nehmen Depressivität, Ängstlichkeit und Burn-out-Beschwerden bei Medizinstudenten deutlich zu, ergab eine Unersuchung an der Universität Erlangen-Nürnberg. „Wer angehenden Ärzten beibringt, die Gesundheit von Patienten zu steuern, muss ihnen auch beibringen, den eigenen Stress zu managen“, schlussfolgern die Forscher.

Angehende Ärzte leiden überdurchschnittlich oft an stressbedingten Erkrankungen wie Depressionen oder Burn-out. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Medizinern der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Unter den Medizinstudenten der FAU liege die Zahl der zumindest leicht Depressiven nach vier Semestern fast doppelt so hoch wie bei Studienanfängern, teilte die Uni am Donnerstag mit.

Arzt kann ein erfüllender Beruf sein, aber Mediziner sind schon im Studium einem hohen Stresslevel ausgesetzt. Foto: Unbekannt (http://www.defenseimagery.mil; VIRIN: DA-ST-85-12888) / Wikimedia Commons

Arzt kann ein erfüllender Beruf sein, aber Mediziner sind schon im Studium einem hohen Stresslevel ausgesetzt. Foto: Unbekannt (http://www.defenseimagery.mil; VIRIN: DA-ST-85-12888) / Wikimedia Commons

Zu Beginn des Studiums entspreche der Gesundheitszustand der angehenden Mediziner noch dem der Normalbevölkerung. Depressionen, Angststörungen und Burn-out-Beschwerden nähmen mit fortschreitendem Studium deutlich zu. «Unsere Ergebnisse sind auf andere Universitäten übertragbar», erklärte Studienleiter Michael Scholz. Den Studenten müsse man beibringen, den eigenen Stress zu managen.

In einer weiteren Studie untersuchten die Wissenschaftler deshalb die Wirkung bestimmter Techniken zur Stressbewältigung, wie etwa von autogenem Training. Bei Studenten, die einen entsprechenden Kurs absolviert hatten, habe sich die mentale Befindlichkeit deutlich verbessert. (dpa)

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