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Gewalt an Berliner Schulen geht nur leicht zurück

BERLIN. Bei Übergriffen auf Lehrer und Schulpersonal an Berliner Schulen zeichnet sich eine steigende Tendenz ab. Insgesamt ist die Zahl der Gewalttaten im ersten Halbjahr gegenüber 2014 leicht zurückgegangen.

Die Zahl der Gewaltvorfälle an Berliner Schulen bleibt auf hohem Niveau – mit leicht sinkender Tendenz. Im ersten Schulhalbjahr 2014/15 wurden insgesamt 1293 solcher Vorfälle gemeldet; im gesamten Schuljahr 2013/14 waren es 2793. Schwere körperliche Gewalt kam laut der Senatsverwaltung für Bildung im ersten Schulhalbjahr 236 mal vor, 2013/14 wurden insgesamt 511 solcher Tatbestände gemeldet.

Gewalt unter Schülern (Foto: Martin Büdenbender / pixelio.de)

Gewalt unter Schülern (Foto: Martin Büdenbender / pixelio.de)

Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Joschka Langenbrinck hervor, über die die «Berliner Morgenpost» berichtete. Eine steigende Tendenz zeichnet sich jedoch bei den Übergriffen auf Lehrer und Schulpersonal ab: Hier waren es im ersten Halbjahr schon 257 Meldungen gegenüber 434 im gesamten vorangegangenen Schuljahr. Auf Vorjahresniveau blieben die Zahlen bei Mobbing, Bedrohungen und Beleidigungen, die insgesamt 742 mal gemeldet wurden.

«Die Dunkelziffer bei Beleidigungen, Drohungen und Tätlichkeiten ist höher, weil die Schulen nicht dazu verpflichtet sind, sie zu melden», betonte Langenbrinck. Auffällig dabei: Viele Übergriffe geschehen bereits an Grundschulen. Insgesamt ist der Bezirk Mitte besonders häufig betroffen. Nach der Sommerpause soll das Thema Gewaltprävention an Schulen in der SPD-Fraktion diskutiert werden und in einen Forderungskatalog münden. (dpa)

zum Bericht: „Millimeter bis zum Angriff“: Lehrer beklagen zunehmende Gewaltbereitschaft ihrer Schüler

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