Startseite ::: Aus den Verbänden ::: VBE will mehr Ganztagsschulen: Kooperationsverbot muss fallen

VBE will mehr Ganztagsschulen: Kooperationsverbot muss fallen

DORTMUND. Der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung NRW, Udo Beckmann, fordert in einer Pressemitteilung das Kooperationsverbot im schulischen Bereich aufzuheben, um den Ausbau des Ganztags weiter voranzutreiben.

Was Eltern alles so meinen, überrascht manchmal. Foto: Matthaeuswien / Wikimedia Commons (CC-BY-3.0)

In vielen Familien seien beide Elternteile berufstätig und auf längere Betreuungszeiten angewiesen, so VBE-Chef Beckmann. Foto: Matthaeuswien / Wikimedia Commons (CC-BY-3.0)

„Der Ausbau des Ganztags ist wichtig und darf von der Politik nicht verschlafen werden“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW. „In immer mehr Familien sind beide Elternteile berufstätig – Kinder brauchen hier längere Betreuungszeiten, und Ganztagsschulen sind zudem eine Möglichkeit, die Schere zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen zu verringern.“ Dafür müsse das Kooperationsverbot fallen, damit der Bund die Länder bei der Finanzierung unterstützen kann.

„Nur durch gemeinsame Anstrengungen kann es gelingen, allen Kindern bestmögliche Chancen zu bieten“, so Beckmann. Die Akzeptanz, aber auch das Bedürfnis nach Ganztagsschulen wachse. „Die Landesregierung kann sich dem Wandel nicht entziehen und muss gegensteuern, wenn kein Kind zum Verlierer werden soll.“ Im Hochschulbereich sei das Kooperationsverbot bereits gelockert worden, jetzt müssten Bund und Länder im schulischen Bereich nachziehen.

Zum Beitrag: Studie – Ganztagsschulausbau noch Jahrzehnte von Bedarfsdeckung entfernt

Titelbild: Maik Meid/Flickr (CC BY 2.0)

5 Kommentare

  1. Ich bin nicht für Ganztagsschulen. (Damit auch mal wieder eine Gegenstimme zu hören ist.) Ich bin schon der Meinung, dass Lernen Arbeit ist – und weniger bzw. nicht immer Spaß sein kann, aber GERADE DESHALB meine ich, am Nachmittag sollte die Schüler nicht auch noch in der Schule sitzen, sondern Freizeit haben und genießen. In den späten Stunden (bei uns bis spätestens 15.00 Uhr) sind sie ohnehin kaum noch aufnahmefähig.

  2. Nachmittags gehe ich zuweilen durch die Gänge, da johlen dann die Ganztagsschüler, mit denen kein Unterricht mehr möglich ist. Leider sieht unser Konzept ein „rhythmisiertes“ Modell vor und wähnt, wenn vormittags mal lockere Stunden sind, könne man auch am Nachmittag ordentlichen Fachunterricht machen. Nun, bei einem Teil der bräveren Kinder gelingt das halbwegs.

  3. Und das Ganze wird auf Kosten derer durchgezogen, die Ganztagsschule für ihre Kinder ablehnen. Schließlich geht die Schulzeit von der Freizeit ab, dazu kommen eben die Probleme des Nachmittagsunterrichts. Denn ob es die „Experten“ vom VBE glauben oder nicht: Es gibt Kinder, die dann die besten Chancen erhalten, wenn sie eben nicht jeden Tag ewig in der Schule hocken. Die zuhause die eventuell notwendige Unterstützung erhalten, dort ungestört Hausaufgaben erledigen können und vom Angebot der Vereine profitieren können, das in dieser Vielfalt in Schulen schlicht nicht möglich ist. Man könnte nun ketzerisch fragen, ob diese Kinder eben den Preis zahlen sollen.

    Nichts gegen die Existenz von Ganztagsschulen. Nur sollte es ebenso überall möglich sein, ein Kind an einer Halbtagsschule anzumelden. Dann sehen wir ja, was die Eltern bevorzugen oder ob es nicht in deren Interesse ist, beide Angebote aufrecht zu erhalten.

    • Sie sagen es!! Und so denken alle Leute, die ich kenne. Es ist nicht einzusehen, warum Eltern und Schülern immer weniger Wahlfreiheit bleibt. Warum sollen Kinder partout den ganzen Tag in der Schule verbringen, wenn das auf Grund der häuslichen Verhältnisse gar nicht nötig wäre?

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*