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Abiturienten in Sachsen-Anhalt: Bester Notenschnitt seit zehn Jahren

MAGDEBURG. Die Zeugnisse der Abiturienten in Sachsen-Anhalt sind so gut wie lange nicht. Allerdings erreichten wieder nur vergleichsweise wenige die Hochschulreife.

Sachsen-Anhalts Abiturienten haben den besten Notendurchschnitt der vergangenen zehn Jahre geschafft. Der Wert lag bei 2,38, wie das Kultusministerium am Donnerstag in Magdeburg mitteilte. Im Vorjahr erreichten die Schüler einen Schnitt von 2,41. Insgesamt hätten im jetzt endenden Schuljahr 4892 Schüler an den allgemeinbildenden Schulen das Abitur gemacht. Das seien 641 mehr als im Jahr 2014. Auf dem Abizeugnis von 82 Schülern prangt die Traumnote 1,0. Gut ein Viertel (27 Prozent) erreichte eine Eins vor dem Komma. Aber nicht alle genügten den Anforderungen: Die Durchfallerquote lag bei 4,21 Prozent. Im Vorjahr hatten 5,42 Prozent nicht bestanden.

Abschlusszeugnis

Die Noten werden immer besser bei den Abiturienten in Sachsen Anhalt. Foto: Melanie Jedryas / pixelio.de)

Damit wird ein positiveres Licht auf das Abitur in Sachsen-Anhalt geworfen als zuletzt. Erst in der vergangenen Woche hatte der neu vorgestellte Bildungsbericht gezeigt, dass hierzulande deutlich weniger junge Menschen die Hochschulreife erwerben als deutschlandweit. 2013 waren es in Sachsen-Anhalt 28,6 Prozent, bundesweit 39,6 Prozent.

Während die Abiturienten ihre Abschlussbälle schon hinter sich haben, erhalten die anderen Schüler an diesem Freitag ihre Zeugnisse. Laut Kultusministerium endet für rund 185 000 Schüler an den allgemeinbildenden Schulen das Schuljahr. 13 800 verlassen die Schulen endgültig. Wie in jedem Jahr stehen für Zeugnissorgen von Schülern und Eltern Schulpsychologen an einem Sorgentelefon bereit. dpa

2 Kommentare

  1. Das hier gelobte Ergebnis von 2015 und 2016 in Sachsen Anhalt ist eine oberflächliche Mogelpackung! Denn seit 2014 dürfen die Schüler hier selbst entscheiden ob Sie ihre Noten in den Leistungskursen einfach oder doppelt werten lassen! Das ist bundesweit einmalig! Wer gute Noten in diesen Fächern hat, lässt diese doppelt werten, die Anderen einfach! Das führt automatisch zu mehr Zulassungen zum Abitur und zu einer besseren Durchschnittsnote ohne Leistungssteigerung gegenüber Schülern in anderen Bundesländern bzgl. der Studienbewerbung! Die Erfolge beruhen also nicht auf einer realen Verbesserung, sondern nur darauf, dass der Schüler selbst über die Note entscheiden darf! Das Kultusministerium hat dies eingeführt. um von den 20% der „Sitzenbleiber“ in der Kursstufe abzulenken! Glückwunsch an das Kultusministerium von Sachsen Anhalt zur gelungen Täuschung!

  2. In anderen Bundesländern wird die Abiturquote auch durch Absenken der Anforderungen und / oder Reduktion der zu lernenden Inhalte erreicht. Ist das in Sachsen auch so?

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