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Verband kritisiert: Schulen gehen in „Gammelmodus“ über – Lehrer weisen Kritik zurück

NÜRNBERG/MÜNCHEN. Am Ende des Schuljahrs: Die Noten stehen fest, die Sonne brennt vom Himmel und die Sommerferien sind in Sicht. Aber noch wird unterrichtet – oder etwa nicht? Ein Kritiker meint: Es wird nur noch «gegammelt». Lehrer weisen diesen Vorwurf zurück.

Knapp vier Wochen vor der Zeugnisvergabe sind Bayerns Schulen nach Ansicht eines Verbands in den Leerlauf übergegangen, weil die Noten jetzt feststehen. «Fallen die Zensuren weg, schleicht sich ein Gammelmodus ein, gegen den man fast machtlos ist», sagte der Vorsitzende der Aktion Humane Schule, Jonas Lanig, den «Nürnberger Nachrichten». Regulärer Unterricht sei kaum noch möglich.

«Schulen sind hilflos in dieser Situation, außer Unterricht können sie nämlich nichts», kritisierte der ehemalige Deutschlehrer. «Ich habe es in 36 Jahren als Lehrer nicht ein einziges Mal erlebt, dass diskutiert wurde, was in den letzten Wochen passieren könnte.» Dabei könne man jetzt Themen ansprechen, die «nicht ins Fachraster passen, aber viel mit dem Alltag der Schülerinnen und Schüler zu tun haben» – zum Beispiel digitale Welten, Drogen oder Gesundheit.

Das bayerische Kultusministerium wies die Kritik am «Gammelmodus» als «einseitig überzogen» zurück. «Dass man am Ende des Schuljahrs – gerade auch jetzt wegen der Hitze – mal einen Gang zurückschaltet, ist verständlich», sagte am Sonntag der Ministeriumssprecher Ludwig Unger. Viele Schulen nutzten diese Wochen, um nicht nur Unterricht zu machen, sondern auch Exkursionen oder Veranstaltungen, die dem Zusammenhalt der Klassen dienten.

Nichts zu tun? Hier Jugendliche bei einem Festival. ( Foto: Moritz Piehler/Flickr CC BY 2.0)

Nichts zu tun? Hier Jugendliche bei einem Festival. ( Foto: Moritz Piehler/Flickr CC BY 2.0)

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) zeigte sich am Sonntag überrascht von der Kritik. BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann räumte zwar ein, dass der Zeitraum zwischen Notenschluss und Ferienbeginn für Lehrer eine Herausforderung darstelle. Trotzdem werde in dieser Zeit nicht gegammelt. Viele Pädagogen nutzten die Zeit für ein vom Notendruck befreites, stressfreies Lernen. Manche Lehrer holten Schulstoff nach, andere böten Projekttage an.

Aber auch Ausflüge etwa in Kletterparks hätten ihren Sinn. Dabei lasse sich unter anderem Teamfähigkeit lernen. Und selbst Ausflüge in Schwimmbäder und Seen oder Übernachtungspartys gehörten zum Schulleben dazu. «Nach einer längeren Phase sehr angespannten Lernens muss es an der Schule auch mal entspannte Phasen geben, in denen man etwas zusammen unternimmt und zusammen feiert», sagte die Lehrervertreterin. dpa

37 Kommentare

  1. Ich mache bis zur vorletzten Stunde vor den Ferien Unterricht, in der letzten ist es mir tatsächlich egal, was gemacht wird. Aber nur vorausgesetzt, dass ich das Programm durchbekomme. Allerdings lege ich das schon so an, dass es bei halbwegs kooperationsbereiten Schülern zu einer „lockeren“ letzten Stunde vor den Ferien kommt.

  2. Dann sollte sich Herr Lanig mal im Land umsehen. Schade, dass er an so einer einfallslosen Schule war.

    • Wer macht denn schon 4 Wochen vor Schuljahresende Notenschluss???

    • Der muss 36 Jahre an einer inkompetenten Schule unterrichtet haben, vermutlich mit ihm ganz vorne weg. Wer knapp 4 Wochen vor Schuljahresbneginn einen „Gammelmodus“ zuläßt, versagt pädagogisch auf ganzer Linie. Meine Vorschläge wären: Projektwochen, projektartiges Arbeiten im Klassenverband, Vorbereitungskurse auf die Oberstufe/aufs Abitur, Wandertage und natürlich auch Unterricht. Der „Gammelmodus“ ist vielleicht am letzten und vorletzten Schultag da, da findet in der Tat kaum noch „normaler“ Unterricht statt, aber davor?

      • Lieber Küstenfuchs, ich bin verwundert über ihr klares Urteil (inkompetente Schule, pädagogoisch versagt), obwohl sie nur ein paar Zeilen Text kennen. Oder haben Sie weitere Informationen? Ich kenne Herrn Lanig auch nicht, weiß also nicht wie er so arbeitet. Es könnte genauso sein, dass er mit seinen Kollegen den Hauptteil des Schuljahres gute Arbeit leistet im Sinne des Bildungsplans, dass ihm dann aber die letzten vier Wochen zu holprig laufen.
        Das alles sind meine Vermutungen. Ich selbst erlebe die letzten Schulwochen auch als problematisch. Fragen nach dem Sinn der Themen kann ich nur mit Verweis aufs nächste Schuljahr beantworten. Die extrininsische Disziplinierung durch Klassenarbeiten ist weg, die Noten stehen größtenteils fest, das nächste Schuljahr ist weit. Eine klare, notenrelevante schriftliche Rückmeldung zu ihrer Leistung erhalten die Schüler nicht mehr.
        Ihre Vorschläge zur Projektarbeit sind naheliegend. Da Projektarbeit aber ansonsten kaum geübt wird, können viele Schüler mit diesem Freiraum nicht eigenverantwortlich umgehen, und ich lande – im Gammelmodus, wo ergebnisarme Gruppenarbeit die Zeit verschwendet.
        Dann schon lieber Unterricht nach Plan bis zur letzten Stunde, wobei die Wiederholung und Vertiefung einen größeren Raum einnimmt, weil zu Hause kaum mehr gearbeitet wird.

        • Zu Herrn Lanig hat „Palim“ gestern um 22:38 Interessantes gesagt:
          Der „Vorsitzende der Aktion Humane Schule, Jonas Lanig,“ wollte womöglich etwas ganz anderes ausdrücken und wird nur mit einem Satz zitiert.
          Die Aktion Humane Schule ist ja u.a. gegen Noten in der Schule.
          Womöglich denkt er, dass Lehrkräften, die sonst gefordert oder genötigt sind, Noten zu geben, nach Notenschluss nichts mehr einfällt.

          • Danke für den Hinweis. Damit wissen wir aber immer noch nicht, wie Herr Lanig oder seine Kollegen an seiner Schule gearbeitet haben. Diese faktenlose Einordnung einer Aussage in eine Negativdarstellung stört mich sehr. Denn ich habe eine positive Entwicklung immer dann erlebt, wenn ich mit anderen zusammen die Fakten möglichst differenziert angeschaut habe, und mein Vorurteil – das ich natürlich auch habe – erst mal zurückgestellt habe.
            Sich Phrasen an den Kopf zu knallen führt nur zu einem Schlagabtausch. Ich möchte mit meiner Sicht nicht recht behalten, sondern mir möglichst viele Fakten anschauen. Mich würden z.B. auch Ihre konkreten Erfahrungen mit den letzten vier Wochen interessieren. Wie gehen Sie damit um?

          • Herr Lanig weiß aber sicher auch nicht genau, wie an allen anderen Schulen gearbeitet wird. Er kritisiert trotzdem.

          • Herr Lanig macht beides, er berichtet eigene Erfahrungen und verallgemeinert dann auf alle Schulen. Den ersten Schritt finde ich hilfeich, er positioniert sich deutlich auf Grund seiner konkreten Erlebnisse und macht dadurch eine Diskussion möglich. Der zweite Schritt ist dann verkürzend und hat Schlagwortcharakter, damit kann ich auch wenig anfangen.
            Da der Kollege Lanig aber nicht hier anwesend ist, wird er zu diesem Vorwurf keine Antwort geben. „Küstenfuchs“ könnte antworten, die Sache berichtigen oder seine Meinung mit Argumenten untermauern, hat aber nichts getan. Um gleich dem Moral- Vorwurf entgegenzuwirken: das ist natürlich seine Sache, was er macht.
            Es ist für mich aber ein typisches Beispiel der „Kaffeezimmer- Diskussionen“, die ich jahrelang geführt habe. Es geht kaum einmal um eine inhaltliche Auseinandersetzung, denn dann käme die Diskussion auf die eigene Veränderungsbereitschaft. Das sind jetzt meine Erfahrungen an meinen Schulen, hat wenig mit „Küstenfuchs“ zu tun.
            Ihre Posts, werter GriasDi, empfinde ich oft als bedenkenswert und anregend, z.B. die Aussage, dass es „Lehrer gibt, die trotzdem noch motivieren können“ – auch ohne Noten. Das interessiert mich, könnten Sie hier einige Punkte zur Veranschaulichung nennen? Ich bin, trotz vieler ausprobierter Dinge, immer noch auf der Suche. Meinen Sie die allgemeinen Faktoren wie Ansprache und Beziehung zu den Schülern, oder sind es eher methodische Dinge?

  3. Also bei uns an der Schule sind 2 Wochen vor den Sommerferien erst Notenschluss, aber was soll man denn noch viel machen wenn der ganze Stoff durch ist??

    • Wiederholen, dem angeblichen Bulimie-Lernen entgegenwirken 🙂

    • Na, da fällt uns immer noch was ein. ars longa, vita brevis und so.

    • Ich unterscheide zwischen interessanten Themen und dem Lehrplan. Wenn ich mit dem Lehrplan absehbar durchkomme oder bereits durch bin, schiebe ich interessante Themen ein.

      • Lehrplan ist Pflicht, der Rest ist Kür.

        Nachteilig am system Schule ist, dass die lieben Kleinen mittlerweile durch ihre Umwelt dermaßen auf Leistung getrimmt sind, dass sie nur noch an bewertbaren Leistungen intressiert sind. Auf GUT-Deutsch, wenn die wissen, dass die Zeugniskonferenzen durch sind, sind die für nix mehr zu begeistern – außer vielleicht Eis-essen-gehen …

  4. Die letzten Wochen sind die Lehrer oft gestresst, weil die Uhr tickt. Sie gammeln nicht, sie akzeptieren, dass die Zeit abgelaufen ist und das nächste Schuljahr bevorsteht, daher verwöhnen sie dann die Schüler, das nimmt ihnen den Druck!!!

  5. es gibt Frühaufsteher wie mich z.b..

    außerdem wird es lernwillige kinder geben, die sich jeden tag in der „ankomm“zeit mangels lerninput ver*rscht werden. mit anderen worten wird wieder mal vor den nervbacken gekuscht.

    übrigens sind klassenarbeiten nach 13:30 uhr kein Spaß. weder für Schüler noch für Lehrer. in dem vorgeschlagenen modell sind sie allerdings unvermeidlich.

  6. Wir machen tatsächlich ca. 4 Wochen vor Schuljahresende Notenschluss. Damit die Sekretärin alles „in Ruhe“ schafft. Sie schreibt ja die Zeugnisse.

    Ich arbeite aber auch bis zur letzten Stunde normal weiter. Suche mir dann aber durchaus etwas kurzweiligere Aufgaben (aus den Arbeitsheften z.B.).

    • Die Sekretärin schreibt die Zeugnisse? Das musste ich immer selbst machen und habe 25 Dienstjahre.

    • Das ist ja Luxus pur, dass die Sekretärin Zeugnisse schreibt. Ich brauche in der Grundschule ca. 1,5 Stunden pro Schüler, bis die Berichtzeugnisse fertig sind ohne die Notenausrechnerei und die Korrekturarbeiten.

  7. Der Lehrer wird mit folgenden Worten zitiert:

    „Schulen sind hilflos in dieser Situation, außer Unterricht können sie nämlich nichts.“

    Was ist das für eine Aussage?
    Wird einem Bäcker vorgeworfen, dass er außer backen nichts kann?

    • Sie sagen: „Wird einem Bäcker vorgeworfen, dass er außer backen nichts kann?“
      Dieser Vergleich hinkt in meinen Augen gewaltig. Passender wäre „ein Bäcker, der das Jahr über normale Bröthcen verkauft, aber vier Wochen im Jahr nur halb so große“ – und sich dann beschwert, dass er nur noch wenig verkauft.
      Die Währung der Schule sind die Noten. „Müssen wir das für die Klassenarbeit wissen“ der Satz aus Schülermund, der dies belegt. Wenn es keine Noten mehr gibt, und nur noch „fürs nächste Jahr“ gelernt wird, sind den meisten Schülern die Brötchen zu klein für vollen Einsatz.
      Ein teilweiser Ausstieg aus dem hauptsächlich extrinsisch motivierten Pflichtprogramm wäre ein grundlegender Lösungsweg für dieses Dilemma. Aber eher friert die Hölle zu, als dass sich hier etwas in Bewegung setzt. 🙂

      • Es soll ja Lehrer geben, die ihre Schüler trotzdem noch motivieren können. Auch ohne Notendruck.

      • Warum hinkt der Vergleich?
        Er sagte: Lehrer können außer unterrichten nichts. Die Hauptaufgabe eines Lehrer ist es, zu unterrichten. Die Hauptaufgabe eines Bäckers ist es, zu backen.

  8. Der „Vorsitzende der Aktion Humane Schule, Jonas Lanig,“ wollte womöglich etwas ganz anderes ausdrücken und wird nur mit einem Satz zitiert.
    Die Aktion Humane Schule ist ja u.a. gegen Noten in der Schule.
    Womöglich denkt er, dass Lehrkräften, die sonst gefordert oder genötigt sind, Noten zu geben, nach Notenschluss nichts mehr einfällt.

    Im übrigen: Nicht in jedem Bundesland ist jedes Schuljahr gleich lang und wenn die Noten feststehen hat man doch genug anderes zu tun, was dringend bis zu den Sommerferien erledigt werden soll.
    Selbst in Nds in Klasse 4, wo 6 Wochen vor den Ferien Notenschluss sein muss, um die Empfehlungen auszusprechen und die Anmeldungen und Auswahlverfahren vor den Ferien durchführen zu können, bleibt noch vieles. Das ist auch gut so – wer will denn 6 Wochen SchülerInnen ertragen, die sich im „Gammelmodus“ wähnen?

    Schule besteht doch nicht allein aus Notengebung!
    Irgendwie verstehe ich das Statement von Justus Lanig nicht.

  9. Ursula Prasuhn

    @Mad as hell
    Mich stört an Ihren Ausführungen der moralische Unterton. Sie schreiben „Negativdarstellung stört mich sehr“ und machen diese Behauptung an einer vorsichtigen und überaus nachvollziehbaren Vermutung Palims fest.
    Außerdem: Wenn ich etwas als falsch ansehe, dann sage ich das auch offen – was nicht bedeutet, dass mich jemand mit einleuchtenden Argumenten nicht nachdenklich machen und eines Besseren belehren kann.
    Negative Urteile sind nicht per se Vorurteile, wie Sie nahe legen. Sie sind auch Ergebnis von gründlicher Erfahrung und Überlegung.
    „Ich möchte mit meiner Sicht nicht recht behalten, sondern mir möglichst viele Fakten anschauen“, sagen Sie weiter. Dieser Satz klingt mir reichlich selbstlos und neutral, obwohl Sie an anderer Stelle in mehreren Kommentaren bereits klar und leidenschaftlich Stellung bezogen haben. Dass deutsche Schüler nicht gern zur Schule gehen, begründen Sie z.B. so: „Der zweite wesentliche Faktor ist das Korsett aus Klassenarbeiten und Zeugnisnoten, die zusammen mit dem Pensum („Bildungspläne“) ein individuelles Vorgehen ausbremsen.“
    Hier ist Ihre Einstellung noch einmal nachzulesen:
    http://www.news4teachers.de/2015/06/deutsche-kinder-gehen-nicht-gern-zur-schule-mit-ausnahme-der-waldorfschueler/

    Herrn Lanigs „Aktion humane Schule“ könnte auf Ihrer Linie liegen und Ihnen darum bekannt sein. Falls nicht, hier ist einer von vielen Links:
    http://www.aktion-humane-schule.de/

    • Kann ich vollkommen nachvollziehen – zumal Sie ja die richtige Moral für sich gepachtet haben.

    • Liebe Frau Prasuhn,
      Mein Kommentar oben bezog sich auf die faktenlose Negativdarstellung von „Küstenfuchs“. Zu Herrn Palim habe ich gar nichts gesagt. Da ist kein moralischer Unterton, sondern ich sehe eine abwertende Meinung („pädagogisch versagt“, „inkompetente Schule“) ohne Argumente oder Fakten. Das sehe ich als falsch an. Und das sage ich auch ganz offen. Mein negatives Urteil über den Kommentar des Kollegen stützt sich auf das, was er geschrieben hat. Das kann sich ändern, ich sehe hier ja nur einen Mini-Ausschnitt von dem, was er tut und sagt.
      Ich habe Stellung bezogen zu den Widersprüchen, die ich erlebe, und meinen Versuchen, damit umzugehen. Mich würde ehrlich ihre Meinung zu dem Dilemma interessieren, dass wir für lebendige Kinder und Jugendliche ein Einheitsprogramm als Hauptweg zum Lernen in der Schule anbieten. Das funktioniert bei mir schon ganz ordentlich durch Tests, Noten und Gruppendruck, aber es führt oft zu einer Beliebigkeit: „Müssen wir das für die Klassenarbeit wissen?“ – mehr Bezug zum Thema haben die Schüler dann nicht.
      Eigenverantwortung und soziale Bewährung sehen für mich doch anders aus. Ich hatte auch geschrieben, dass ich Momente als besonders gelungen erlebt habe, wo Schüler aus eigenem Interesse große Motivation und Verantwortung entwickelt haben. Gerade das aber geht schlecht biem Einheitsvorgehen – alle zur gleichen Zeit auf dem gleichen Stand. Wie sehen Sie das?
      Den Link habe ich mir angeschaut, das ist mir momentan zu viel zum Lesen.

  10. Ich sehe es ganz einfach so: Da schreibt ein Wichtigtuer, der nichts Wichtiges tut, mal was in die Zeitung- das bayerische KM hält (ganz im pädagogischen Sinn) dagegen, und alle – nicht nur hier, sind empört! Gut so! Erst mal!
    Aber dann neige ich zu der Ansicht: Man kann sich über alles aufregen, man ist aber nicht dazu verpflichtet!
    Leuten, die um ihre eigene Bedeutungslosigkeit kreisen muss wirklich nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Denn darum geht es denen doch nur!
    Oder andersherum: Meine Oma sagte immer: „… der getroffene Hund bellt!“

  11. Ich habe da einen anderen Aspekt. In der Grundschule bin ich sogar froh, wenn ich zum Schluss noch Zeit habe. Der Grundschullehrplan ist eh nicht vollständig zu schaffen, so überlege ich zum Schluss, was noch wichtig ist und was nicht. Doch – egal ob Lehrplan oder Projekte – oft hat man dann nicht mehr die ganze Klasse, was ich schade finde, weil mir immer irgendwelche Schüler von AGs für irgendwelche Proben, Aufführungen, Fahrten usw. abgezogen werden. Tja, und die Schüler sind irgendwie ab Juli im „Ferienmodus“ – und da ist es manchmal mühsam gegen das „Gammeln“ der Schüler anzugehen. Wenn ich morgens auf meinem Weg zur Schule auf Antenne Bayern höre, dass noch soundsoviel Zeit bis zu den Ferien bleibt, wundert mich das nicht. Erschwerend sind natürlich auch die Hitzewellen, da ist die Lust verständlicherweise bei den Schülern und den überhitzten Klassenräumen nicht mehr da; in diesem Fall bleibt nichts anderes übrig, als einen Gang herunterzuschalten.

    • Das kommt davon wenn man nicht wie die anderen Bundesländer einen rollierenden Ferienstart hat, so dass Schuljahre zwischen 37 und 43 Schulwochen variieren. Schön sind 37 Wochen und die vielen Mai-Feiertage und der eine tag Pfigstferien. Da werden garantiert die letzten Klassenarbeiten 3 Wochen vor Beginn der Ferien geschrieben, können dann am Wochenende korrigiert werden, weil dienstags die ZeuKo ist. Von da an sind es dann nur noch 8 Schultage bis Ende Gelände. Da wird bestimmt nicht lange gegammelt, denn die Schulbücher müssen auch noch zurückgegeben werden.

      • Stellen Sie sich vor, ich schreibe in der Sek I _bewusst_ die letzten Klassenarbeiten kurz vor Notenschluss. Mit dem Fach Mathematik ist die schnelle Korrektur aber auch realisierbar …

        • Sehen Sie, da geht’s mir besser, ich lasse meine Klassenarbeiten genau in der KW schreiben, in der sie von der AL angesetzt sind. Und Mathe wird immer als Letztes angesetzt, weil es so schnell zu korrigieren ist.

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