Startseite ::: Nachrichten ::: Studie: Erzieherinnen sind überdurchschnittlich oft krank

Studie: Erzieherinnen sind überdurchschnittlich oft krank

Kindergärtnerinnen sind nach einer Erhebung der Techniker Krankenkasse häufiger krank als andere Berufsgruppen. Erzieherinnen seien im vergangenen Jahr vier Tage mehr krankgeschrieben gewesen als der Durchschnitt der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland, teilte die TK  mit. Grundlage sind die Daten der knapp 100 000 Kindergärtnerinnen, die bei der Kasse versichert sind. Die 18,9 Fehltage pro Kopf seien vor allem psychischen Störungen (4,1 Tage) und Atemwegsleiden (3,3 Tage) geschuldet.

«Dass Erzieher überdurchschnittlich von diesen Erkrankungen betroffen sind, ist nicht verwunderlich», erklärte die Präventionsexpertin der TK, Gudrun Ahlers. Zu den psychischen Störungen gehörten auch Überlastungen. Ein hoher Lärmpegel, immer komplexer werdende Aufgabenbereiche und auch Auseinandersetzungen mit den Eltern könnten die Kindererziehung zu einer stressigen Tätigkeit werden lassen. Zudem seien Kindertagesstätten Sammelbecken von Viren und Bakterien, die nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen krank machten. dpa

4 Kommentare

  1. Bei diesem Ergebnis wurden aber die Tage, an denen Erzieher im eindeutig kranken Zustand gearbeitet haben, nicht mitgezählt, oder?

  2. Ich frage mich, wie diese Umfrage zu bewerten ist und welche Konsequenzen man daraus zieht. Es macht eben einen Unterschied, ob man mit infektanfälligen Kindern arbeitet oder in einem Büro. Bei uns an der Grundschule sind die „neuen“ Lehrkräfte wesentlich infektanfälliger; es dauert anscheinend ein Weilchen, bis man die Abwehrkräfte entwickelt hat.
    Dass zusätzlich emotionaler Stress – der unweigerlich in Kitas vorhanden ist – das Immunsystem destabiliert, ist auch klar. Wegen der oben genannten psychischen Anfälligkeit sollten sich die Krankenkassen einmal überlegen, ob sie nicht ein Coaching bzw. regelmäßige Supervisionen finanzieren. Eine solche Unterstützung könnte einiges verhindern, sowohl für Arbeitnehmer in den Kitas als auch in der Schule.

  3. Es kommt ja noch etwas Anderes hinzu, aus Gründen der Fürsorgepflicht muss der arbeitgeber (Kita-Leitung) schwangere Mitarbeiterinnen nach Hause schicken, wenn meldepflichtige Infektionskrankheiten wie Röteln im Umlauf sind. Für die Zeiten der „Freistellung“ müssen die Mitarbeiterinnen dann eine entsprechende AU ihres Gynäkologen oder Hausarztes vorlegen. Dasselbe gilt ebenfals für Lehrerinnen.

    Hinzu kommt ebenfalls, dass Mitarbeiterinnen in Kitas und Lehrkräfte als Bazillenmutterschiffe häufig ihren eignen Nachwuchs infizieren mit Krankheitserregern, die an ihrem Arbeitsplatz virulent sind und ihnen selbst nichts mehr anhaben können, die sie aber dennoch weitergeben können. Folge daavon ist ebenfalls eine AU, um den eigenen Nachwuchs wöhrend der Krankheit betreuen zu können.

  4. „Baziillenmutterschiffe“ – den Ausdruck werde ich mir merken. Krank in Kita und Schule gebrachte Kinder sind dann vielleicht U-Boote…

    Eine beliebte Ausrede wenn ein Kindergartenkind fiebert: Es bekommt Zähnchen…
    http://www.augsburger-allgemeine.de/noerdlingen/Wenn-Eltern-ihre-kranken-Kinder-in-die-Kita-bringen-id33191737.html

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*