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Mehr Unfälle in Berliner Grundschulen

BERLIN. Die Unfallkasse Berlin registriert erstmals seit 2011 steigende Unfallzahlen an Schulen. 2014 ereigneten sich täglich 230 Unfälle. Grund seien die massiv gestiegenen Schülerzahlen.

An Berlins Schulen haben sich 2014 mehr Unfälle ereignet als im Vorjahr. Besonders gravierend sei laut Landesunfallkasse der Anstieg in den Grundschulen. Hier wuchs die Zahl der gemeldeten Fälle um 2100 auf 22 340. Insgesamt wurden rund 44 900 Unfälle gemeldet; pro Schultag waren dies 230 – und damit 16 mehr als im Vorjahr.

Fußballspielszene  - Neben den Pausen bildet erwartungsgemäß der Sportunterricht einen Unfallschwerpunkt an Schulen. Foto: Marc Holzapfel / pixelio.de

Neben den Pausen bildet erwartungsgemäß der Sportunterricht einen Unfallschwerpunkt an Schulen. Foto: Marc Holzapfel / pixelio.de

Die Unfallkasse erkläre sich diese negative Entwicklung mit massiv gestiegenen Schülerzahlen, hieß es. Im vergangenen Jahr lernten demnach rund 6000 Schüler mehr an den Berliner Schulen als im Jahr zuvor. Mehr als ein Drittel der zumeist leichten Unfälle ereignet sich den Angaben zufolge in den Pausen. Ein weiterer Unfallschwerpunkt ist der Sportunterricht.

Zur besseren Vergleichbarkeit berechnet die Unfallkasse die Anzahl der Unfälle bezogen auf tausend Schüler – die sogenannte Tausend-Schüler-Quote. Berlinweit stieg die Quote 2014 auf 136 (2013: 129).

Besonders stark angestiegen sind die Zahlen in Marzahn-Hellersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg. In diesen Bezirken seien besonders viele Kinder eingeschult worden, hieß es. (dpa)

Jahresbilanz 2014 der Unfallkasse Berlin
zum Bericht: Mehr Unfälle im Sportunterricht – viele Schüler zu unbeweglich

3 Kommentare

  1. hier werden absolute und relative zahlen und Änderungen wild durcheinander geworfen …

    • Kann ich so nicht feststellen. Zunächst wird der Anstieg der Zahlen gegenüber dem Vorjahr angegeben. Im nächsten Schritt wird eingeräumt, dass die Zahlen der Grundschüler gestiegen sind. Um die Zahlen miteinander vergleichbar zu machen, wird auf die Tausenderquote verwiesen. Es ergibt sich ein Anstieg gegenüber 2013 von 7 verletzten Grundschülern bezogen auf eine Gruppe von tausend Schülern. Diese Relation wird aber nicht prozentual dargestellt. Der Anstieg beträgt nämlich nur 0,7 Prozentpunkte.

      Legt man die genannten absoluten Zahlen zugrunde, ergäbe sich ein Anstieg im Jahr 2014 auf 105,43% gegenüber dem Vorjahreswert, wenn dieser als Basis den Wert 100 erhält.

      Das Schöne an der Meldung ist, dass sie eben nicht die prozentuale Steigerung mit dem Anstieg um eine Anzahl von Prozentpunkten verwechselt, wie das ansonsten gerne gemacht wird.

      • ich bleibe beim durcheinander, immerhin wurde nichts verwechselt. außerdem fehlt der hinweis, ob der Zuwachs der Unfallzahlen statistisch signifikant ist, absolut odrr relativ ist mir dabei egal.

        wenigstens handelte es sich meistens um kleine verletzungen. sportunterricht und pause sind keine Überraschung.

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