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Schulstart in NRW: Für 2,5 Millionen Schüler endeten die Ferien – Lehrer in Sorge wegen Flüchtlingsproblematik

DÜSSELDORF. Der «Ernst des Lebens» meldet sich zurück: Für rund 2,5 Millionen Schüler in NRW begann nach den Sommerferien wieder der Unterricht. Viele Schulen fragen sich, welche Belastungen durch die vielen Flüchtlingskinder auf sie zukommen.

Nach sechs Wochen Ferien müssen sich die Schüler in NRW heute zum ersten Mal wieder pünktlich aus dem Bett schälen und die Schulranzen umschnallen: Für die rund 2,5 Millionen Schüler im Land fängt das neue Schuljahr an. Auch für zahlreiche Flüchtlingskinder, die in letzter Zeit nach Nordrhein-Westfalen gekommen sind, beginnt der Unterricht. Wie viele Flüchtlingskinder unterrichtet werden müssen, kann selbst das Schulministerium nicht genau beziffern. Viele von ihnen kommen zunächst einmal in Sonderklassen, in denen sie Deutsch lernen und auf den regulären Unterricht vorbereitet werden.

Dass während der Sommerwochen viele Flüchtlinge nach NRW gekommen sind, merken etwa 40 Schulen auch daran, dass ihre Turnhallen derzeit als Unterkunft für Asylbewerber dienen. Es werde darauf geachtet, dass der Schulbetrieb durch die Sondersituation so wenig wie möglich beeinträchtigt werde, hatte Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) versichert.

Mit dem Ende der Sommerferien müssen auch rund 195.000 Lehrer wieder vor ihre Klassen. Anders als in früheren Jahren müssen sie im neuen Schuljahr allerdings keine grundlegenden Reformen umsetzen. Die größte Aufgabe haben die Gymnasien zu stemmen: Sie müssen Druck aus dem Turbo-Abitur nehmen und verbindliche Entlastungen für ihre Schüler umsetzen.

NRW war Ende Juni als erstes der 16 Bundesländer in die Ferien gestartet und muss nun als erstes Land wieder die Pforten seiner rund 6000 Schulen öffnen. Ministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) besucht in den nächsten Tagen mehrere Schulen.

Die meisten der 148.200 «I-Dötzchen», für die nun der Ernst des Lebens beginnt, müssen sich allerdings noch einen Tag gedulden: Die Einschulungsfeiern finden in vielen Schulen erst morgen (Donnerstag) statt. dpa

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