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Tausende Lehrstellen nicht besetzt

Für das neue Ausbildungsjahr sind in Deutschland noch Tausende Lehrstellen offen. Allein in den Jobbörsen der Handwerkskammern seien derzeit noch 27 000 Ausbildungsplätze zu vergeben, sagte ein Sprecher des Zentralverbands des Deutschen Handwerks der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Dies liege zum einen daran, dass die Zahl der Schulabgänger stetig sinke. Zum anderen entschieden sich immer mehr junge Menschen für die Hochschulreife. «Wir buhlen seit einigen Jahren auch intensiv um Abiturienten, weil es einfach nicht mehr anders geht.» Bedarf gebe es etwa an Elektronikern, Anlagenbauern oder Feinwerkmechanikern.

Auch die Industrie und der Handel suchen händeringend nach Fachkräfte-Nachwuchs. So seien in der IHK-Lehrstellenbörse noch rund 11 000 Ausbildungsplätze für dieses Jahr offen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben. «Von einem Mangel an Ausbildungsplätzen kann also keine Rede sein.» Die meisten freien Stellen gebe es in den sogenannten MINT-Berufen, zum Beispiel für Fachinformatiker oder Industriemechaniker. Im Handel und der Gastronomie mangelt es der DIHK zufolge vor allem an Kaufleuten im Einzelhandel und Köchen. dpa

3 Kommentare

  1. Sind dann eben Leerstellen. Wann lernen Unternehmen endlich mit den Human-Resourcen auszukommen, die vorhanden sind?

    • Alternativ könnten die Unternehmen auch einfach mehr (festes) Personal anstellen. Das wird sich im Gegensatz zu Lehrlingen jedoch nicht mit den Lehrlinggehältern abspeisen lassen. Darum geht es wohl auch.

      • Aber das machen die Unternehmen doch im allgemeinen. In den allermeisten Fällen werden die jungen Gesellen und Facharbeiter doch nach der Ausbildung fest übernommen – und zwar genau für ein Jahr. Danach haben sie die Möglichkeit bei einer Zeitarbeitsfirma anzufangen, die sie dann wieder auf ihre „alte“ Arbeitsstelle ausleiht.

        Oder noch besser; bei einem Unternehmen in meiner Region wird ein teil der jungen Leute direkt von der unternehmenseigenen Zeitarbeitsfirma ausgebildet, Die haben während ihrer Ausbildung einen Aubildungsvertrag mit der Leiharbeitsfirma und werden vom Mutterkonzern zusammen mit dessen Auszubildenden in dessen „Lehrwerkstatt“ ausgebildet.

        Falsch ist ebenfals, dass die großen Unternehmen weniger Mitarbeiter einstellen würde. Sie stellen alle aufgrund der derzeitigen Wirtschaftslage vermehrt ein. – Nur leider nicht im Inland sondern bei ihren zumeist südosteuropäischen Tochtergesellschaften. Wer als Deutscher die dortige Landessprach nicht ausreichend in Wort und Schrift beherrscht, hat keine Chance dort angestellt zu werden, weder befristet noch unbefristet.

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