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Bundesweit fehlen 30.000 Lehrer – Allen Ernstes: Nachhilfeschulen wollen einspringen

BERLIN. Zum neuen Schuljahr fehlen laut Philologenverband bundesweit 30.000 Lehrer an den Schulen. Betroffen seien neben Gymnasien auch Hauptschulen und Berufsschulen, erklärte der Vorsitzende des Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger. Der Bundesverband der Nachhilfeschulen hat bereits Hilfe angeboten – die Institute könnten ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung stellen, hieß es. Für Josef Kraus, den Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands, wäre dies allerdings eine „Bankrotterklärung“ des öffentlichen Schulwesens in Deutschland.

An vielen Schulen in NRW werden Pflichtstunden offenbar gar nicht erst eingeplant. Foto: Luis Priboschek

An vielen Schulen in NRW werden Pflichtstunden offenbar gar nicht erst eingeplant. Foto: Luis Priboschek

Besonders groß, so Meidinger in der „Bild“-Zeitung, sei der Lehrermangel in MINT-Fächern wie Mathe, Physik oder Chemie. Stark betroffen sei auch Ostdeutschland, wo eine große Pensionierungswelle rolle. Ganz daneben scheint Meidinger mit seiner Schätzung nicht zu liegen: So musste beispielsweise die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) unlängst einräumen, dass allein in ihrem Bundesland rund 3.500 Lehrerstellen fehlen.

„Wo staatliche Lehrkräfte fehlen, könnten wir kurzfristig ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung stellen“, erklärte Cornelia Sussieck, Vorsitzende des Bundesverbandes der Nachhilfe- und Nachmittagsschulen im Deutschlandfunk. In einigen Kommunen, etwa in Schwetzingen, gebe es bereits Kooperationen zwischen staatlichen Schulen und Nachhilfeinstituten. Für Lehrerverbandschef Josef Kraus ein Unding: Er habe erhebliche Zweifel an der Qualifikation der Nachhilfelehrer.

Aus Berlin meldet sich aktuell die GEW zum Thema Lehrermangel zu Wort: Eine Umfrage Gewerkschaft unter den Schulen der Hauptstadt habe ergeben, dass pro Schule eine Lehrkraft fehle. „Selbst bei einer Ausstattung von 100 Prozent ist eine qualitativ gute Versorgung der Schulen in allen Fächern und mit allen benötigten Professionen gegenwärtig nicht gewährleistet“, erklärte Gunilla Neukirchen, Vorsitzende der Vereinigung Berliner Schulleiterinnen und Schulleiter in der GEW. Der Einstellungsbedarf sei seit einigen Jahren bedeutend höher als die Anzahl der Lehrkräfte, die in Berlin ihre Lehramtsausbildung absolviert haben. Nach dem Referendariat verlassen zudem viele Lehrkräfte die Stadt. „Die Folge ist, dass die Schulen ihre Stellen nicht mit adäquat ausgebildeten Lehrkräften besetzen können“, so Neukirchen. In Mangelfächern müsse vermehrt auf Quereinsteiger zurückgegriffen werden. Aber die bräuchten in der ersten Zeit viel Unterstützung. Die zwei Stunden, die den Schulen zur Anleitung zur Verfügung gestellt würden, reichten nicht aus. Die GEW Berlin fordert daher: „Die Schulen müssen zusätzliche Ressourcen erhalten.“ Sprich: Lehrerstellen.

Aus Nordrhein-Westfalen hat „lehrer nrw“ zum Problem fehlender MINT-Kollegen eine Pressemitteilung herausgegeben: „An den weiterführenden Schulen in NRW ist fast jede zweite MINT-Lehrkraft über 50 Jahre alt. In den nächsten zehn Jahren wird von den rund 52.000 Fachkräften knapp die Hälfte aus dem Schuldienst ausscheiden. Es besteht also dringender Handlungsbedarf in den MINT-Fächern.“ Die Lehrerversorgung in diesem Bereich müsse massiv verstärkt werden, sagte Verbandsvorsitzende Brigitte Balbach. Wie das gelingen könne? Durch Leistungsanreize wie Zulagen, durch eine bessere Ausstattung der Schulen sowie eine gezieltere Nachwuchsförderung. Vor allem mehr Mädchen könnten gewonnen werden. News4teachers

 

84 Kommentare

  1. Traurig traurig,

    aber was soll an einem Nachhilfelehrer schlechter sein, als an Lehrern, die z.B. Geschichte und Deutsch studiert haben und dann in Mathe und Chemie eingesetzt werden. Es gibt keine wirklichen Angebote für diese „Fachfremden“ und auch keine Option die Fächer arbeitsbegleitend nachzustudieren. In Sachsen ist dies zumindest gerade große Mode und Realität.
    Bitte nicht falsch verstehen – ich finde das schrecklich. Aber es ist nicht so, dass das Problem neu und vollkommen unerwartet über deutsche/sächsische Schulen hereinbricht. Es ist lange bekannt und wird billigend in Kauf genommen. „Wenn dein Direktor dir Mathe zutraut, dann kannst du das auch. Du hast du Abitur!“ – Aha –

    • Es kommt wohl auf den Einzelfall an. Wer aber auf Dauer in Nachhilfestudios arbeitet – auch ich tat das vorübergehend – hat möglicherweise keine andere Wahl, und da ist zu fragen, warum nicht.

      • Dieser Kommentar erscheint mir leider wie eine Unterstellung. Es gibt viele pensionierte Mitmenschen, die Nachhilfe geben. Es gibt Mütter mit Kindern, die gern unterrichten, aber nicht genug Zeit für den Schuldienst haben. Im Übrigen, was heißt denn „keine andere Wahl“? Man hat immer ein Wahl, wo man seine Tätigkeit ausüben möchte.

  2. Lieber Herr Kraus, kennen Sie denn die Qualifikation der Nachhilfelehrer? Finden Sie es nicht befremdlich einen ganzen Berufsstand öffentlich zu diffamieren? Gerade die seriösen Institute bieten eine gute Grundausbildung und ständig weiterführende Schulungen an zu den wichtigen Themen Methodik und Didaktik in der Nachhilfe. Gern lade ich Sie ein, ein Gespräch mit den Beteiligten in Schwetzingen zu führen, um zu erfahren, wie und wie gut wir helfen und aushelfen können. Eine Bankrotterklärung des öffentlichen Schulsystems ist es schon seit Jahren, dass Kinder, die aus dem Ausland zu uns kommen, und die gibt es schon immer, keinen gezielten Deutsch-Unterricht erhalten, sondern meist in die Hauptschule gesteckt werden und die neue Sprache auf der Straße lernen oder teure Nachhilfe bezahlen müssen. Und nun wird das ganze Dilemma endlich sichtbar, weil es plötzlich so viele Kinder sind.

  3. Bereits eine Studie aus dem Jahr 2007 kommt zu einem anderen Ergebnis als Herr Kraus!
    „Nachhilfelehrer schließen nicht nur Wissenslücken. Sie machen auch sonst vieles gut, was Fachlehrer im regulären Schulunterricht versäumen, sagt eine Studie.“
    Quelle: http://www.focus.de/familie/lernen/nachhilfe/nachhilfelehrer-besser-als-fachlehrer-studie_id_1869954.html

  4. Auch in Nachhilfeinstituten arbeiten ehem. LehrerInnen und angehende LehrerInnen im Studium, die durch aus Berufserfahrung sammeln konnten und teilweise in der Nachhilfe selbst weiterführen. Fachliches und didaktisches KnowHow ist in diesen Fällen durchaus vorhanden, wenn nicht sogar gleichstellbar mit aktiven LK im Schuldienst.
    Klar sollten Lehrstellen aus Fairness auch arbeitssuchenden Lehrern zur Verfügung stehen. Lassen sich diese Lücken nicht füllen, ist die Integration von LK aus Nachhilfeinstituten eine denkbare Lösung.

    Lieben Gruß eines angehenden Lehrers

  5. Die „Lehrer“ außerhalb der Schulen sind meistens keine Lehrer. Ich meine, sie haben keine abgeschlossene (!) Lehrerausbildung. Eine abgeschlossene Lehrerausbildung ist natürlich noch keine Garantie dafür, ein guter Lehrer zu sein. Aber wenn nun „jeder“ Lehrer werden kann, der es möchte, dann müssen sich die anderen, die die jahrelange Ausbildung durchlaufen, doch fragen, wozu sie das gemacht haben bzw. wozu sie das machen sollen !?!

    • Hoffentlich machen sich eben diese Damen und Herren die Muehe und denken einmal intensiver darueber nach weshalb sie eigentlich Lehrer geworden sind.

      Waehrend meiner Studienzeit in den 80ern machten wir eine Umfrage und den Studenten und die Antworten waren nicht verwunderlich.

      1. Viel Zeit fuer sich da man viele Ferien hat und nur einen halben Tag bzw nur an bestimmten Tagen unterrichtet.
      2. Gute Bezahlung
      3. Sicherer Arbeitsplatz
      4. Moeglichkeit der Verbeamtung
      5. Beurlaubungs Moeglichkeiten

      Es ist zu hoffen dass der Grossteil der jetztigen Lehrkaefte dann auch die notwendige Konsequez zieht und aus dem Lehrer Berufsleben ausscheidet und sich endlich einmal RICHTIGER ARBEIT und dem richtigen Berufsleben zuwendet, bevor er dann evtl. wieder die Entscheidung trifft an die Schule zurueckzukehren als Lehrer.

      Als Motivation fuer diesen Schritt:
      1. Qualifizierte Arbeitskraefte werden auf dem Arbeitsmarkt gesucht!
      2. Qualifizierte Arbeitskraefte verdienen nicht selten wesentlich mehr als Lehrer.

      Nunja die Probleme duerfte sein:
      1. Ist ein Lehrer der von der Schulbank weg an die Lehrerausbildungsstaette ging und dann als Lehrer zurueck an die Schule eine qualifizierte Arbeitskraft im obigen Sinne?

      … in der Regel duerfte dies nicht der Fall sein. Man muss sich hierzu einfach nur einmal betrachten, wie sich eben diese Lehrer fortgebildet haben und das geht am Besten anhand deren Stoffverteilungsplaenen – hat sich da seit den Jahren die diese Lehrkraft unterrichtet was veraendert, fliessen dort laufend neue ideen und aktuelles ein? Meist ist das leider nicht der Fall, denn oft ziehen Lehrer ihre vorbereiteten Unterrichtsstunden und materialen die sie bereits seit Jahrzehnten einsetzen immer und immer wieder aus der Schublade wo sie im Grunde hingehoeren hervor!

      2. Sind Lehrer(Innen) die bisher an Schulen unterrichten wirklich bereit sich den Anforderungen der richtigen Berufswelt zu stellen? Ich denke keine der vor allem Damen moechte aus dem Glashaus Schule dorthin aufbrechen! Schade?

      • Angeblich soll seit den 80ern einiges passiert sein.
        Warum wollen dann so wenige Leute Lehrer werden, wenn es doch sooooo schön ist, wie Sie sagen?
        Warum gibt es den Lehrermangel?
        Ihre Argumente sprechen eindeutig dagegen.

        • Leider sprechen sie absolut NICHT dagegen.

          Das Problem ist dass Lehrer zu werden hauptsaechlich eine Sache von Frauen inzwischen ist. Diese Frauen kommen und gehen – z.B. wegen Schwangerschaften.
          Frauen konzentrieren sich zudem meist auf Faecher in denen man sich NICHT monatlich fortbilden muss um auf dem aktuellen Stand der Dinge zu sein, wie es in den Naturwissenschaftlichen Faechern leiderder Fall ist. Daher fehlen vor allem Lehrer in diesem Bereich.

          Maenner hingegen sehen die Herausforderungen nicht an der Schule, sondern vielmehr in anderen Berufen und genau dorthin wandert nun das Know How ab und es fehlt in den Schulen.

          Seit den 80ern ist nicht viel passiert wenn man es einmal in vollem Umfang betrachtet. Ich war noch mit 42 Schuelern in einer Klasse, heute sind es maximal 25 und weniger oft. Es gbt zudem wesentlich weniger „deutsch staemmige“ Kinder. Die zahl der Migrationskinder ist jedoch gewaltig angestiegen die oft nicht selten nur mangelde Deutschkenntnisse haben. Hierdurch sind die Anforderungen an Lehrer erheblich gestiegen, denn sie muessen sich auf eben diese neuen Herausforderungen einstellen, was die meisten Lehrer jedoch nicht wollen, denn das Bedeutet Zeit und noch mehr Zeit sich entsprechend fortzubilden, neue materialen zu erstellen etc p.p.

          Der Lehrermangel wird vor allem auch noch dadurch verstaerkt, dass man nicht rechtzeitig mehr Lehrer ausgebildet hat und noch viel Schlimmer im Grunde, da man viel zu viel beamtete Leherer hat die man nicht entlassen kann und die man mitschleifen muss auch wenn die seit ihrer Verbeamtung nicht mehr die Leistung erbringen die sie vor der Verbeamtung erbracht hatten um dann verbeamtet zu werden. Der Grossteil dieser Lehrer gehen in den naechsten Jahren in Rente! oder gar Fruehrente, oder sie lassen sich krankschreiben wegen dies oder jedem Lehrer weh weh chen. da gibt es genuegend Gruende nicht zur Schule zu muessen. Kurzum diese Lehrkraefte fehlen und es kommt kein nachschub, da man schlichtweg Paedagogische Hochschulen Schloss anstatt darin auszubilden 😉


          Das Lehrermangel Problem liese sich jedoch recht simple und vor allem kostenguenstig Loesen, indem man Home und UnSchooling in Deutschland deutschland weit legalisiert und Eltern die ihre Kinder nicht in der Schule ausbilden lassen wollen Nicht ins Gefaengnis wirft.

  6. Die Frage nach einem guten oder schlechten Nachhilfeunterricht bzw. geeigneten Lehrkräften oder weniger geeigneten ist m.E. durchaus wichtig und auch berechtigt.
    Viel entscheidender ist für mich aber zu ergründen, warum immer mehr – auch recht junge Sch – über teilweise lange Zeiträume Nachhilfe in Anspruch nehmen (müssen).
    Ich erinnere mich, dass darüber bei n4t schon mal diskutiert wurde.

    Zeitlich eng begrenzte Nachhilfe ist in Ordnung. Dafür kann es viele Gründe geben:
    längere Krankheit, Umzug in ein anderes Bundesland, Motivationsschwankungen z.B. in der Pubertät und so weiter.
    Es sollte aber schon genauer hingesehen werden, wenn Sch bereits in den ersten GS – Jahren oder dann nach dem Übergang auf die weiterführende Schule ständig am Nachhilfe“tropf“ hängen.
    Ist es mittlerweile nicht so, dass sich das Leben von nicht wenigen Sch Tag für Tag nur noch um die Schule dreht?
    Neben dem üblichen Schulprogramm gibt’s dann noch Förderunterunterricht und anschließend geht’s zur Nachhilfe.
    Denken die Eltern oder L dabei auch mal an den Sch und sein Recht auf körperliche, seelische und geistige Unversehrtheit (WHO)?. Worüber wundern wir uns eigentlich noch, wenn Sch gesundheitlich immer anfälliger und instabiler werden?

    • Wer am G8-Gymnasium in mehr als einem Fach Nachhilfe braucht, wechselt die Schulform. Schon sind Anspruchsniveau und Stress reduziert. Nachhilfe ist dann in vielen Fällen nicht mehr erforderlich.

      • Ist das jetzt ihr Wunsch oder sprechen Sie aus Erfahrung?

        Mein Eindruck ist hingegen, dass die Sch „bis zum Anschlag“ und darüber hinaus „ausgepresst“ werden, um z.B. dann ein recht fragwürdiges Abitur zu erreichen.

        Warum nur muss ein Grundschüler bereits in der zweiten Klasse Nachhilfe erhalten?
        Alles nur mit dem Ziel, ihn auf ein Gymnasium schicken zu können?

        • Das Abitur muss fragwürdig werden, weil es in absoluten Zahlen so viele machen (sollen). Bei insgesamt weniger Kindern und einer gleich bleibenden Begabungsverteilung _muss_ zwangsläufig das Niveau zu Nivea verkommen.

          Bei Ihrer letzten Frage müssen Sie die Eltern dieser Kinder fragen. Die Lehrerzuweisung auf eine spezielle Schulform wurde ja in vielen Fällen komplett gestrichen oder zu einer Empfehlung abgeschwächt.

          • Da ist sie wieder: die These von der Normalverteilung der Intelligenz. Es sind sowieso nur X Prozent der Kinder und Jugendlichen in der Lage, das Abitur zu schaffen. Wenn’s mehr sind, dann hat die Politik das Niveau gesenkt. Wie bequem. Dann brauche ich mir als Lehrer ja kein Bein mehr auszureißen, denn die Schlauen schaffen’s ja sowieso und bei den Doofen sind eh‘ Hopfen und Malz verloren. Seltsam allerdings: In Finnland liegt die Abiturientenquote bei 80 Prozent, auf höherem „Nivea“ als bei uns – sind Finnen also genetisch schlauer? Seltsam auch: In allen Industrieländern steigt der Durchschnitts-IQ seit dem letzten Jahrhundert stetig. Außerdem haben Wissenschaftler Intelligenzsprünge von 15 und mehr Punkten bei Kindern nachgewiesen.

            Ist Intelligenz vielleicht doch keine statische Masse?

          • Ja und nein. Intelligenztests werden immer so normiert, dass der durchschnittliche IQ der Bevölkerung stets bei 100 liegt. Also steigt der IQ relativ gesehen nicht. Allerdings steigt er absolut gesehen an – das ist richtig.
            Allerdings ist nach allgemeiner Meinung der IQ normalverteilt. Da der IQ-Wert bei Kindern stark schwankt ist es unseriös für Kinder unter 10 Jahren einen IQ-Wert anzugeben. Erst nach Beendigung der Pubertät stabilisiert sich der IQ.

          • Ich brauche keine Glockenkurve; mir genügt ein Vergleich des Unterrichts oder der Abituraufgaben von 1998 mit 2015.

          • @ Bernd: Nach dem empirischen Gesetz der großen Zahlen ist so ziemlich jede zufällig verteilte Größe bei hinreichend großer Stichprobenzahl mit sehr großer Wahrscheinlichkeit normalverteilt. Dazu gehört insbesondere der IQ, der wie GriesDI korrekt schrieb jedoch nur eine relative und keine absolute Intelligenz misst.

            PISA-Vorbild Finnland profitierte bei dem Test noch von einem sehr autoritären Unterrichtsstil der wenige Jahre _vor_ der Studie abgeschafft wurde. Die Schülerleistungen sind seit der Umstellung massiv schlechter geworden:

            welt.de / politik/deutschland/article143637971/Finnlands-Pisa-Wunder-entpuppt-sich-als-Irrtum.html

  7. @Pälzer: Und, wie sieht der Vergleich aus?

    • @ Pälzer: Es genügt auch der Vergleich der Lehrpläne.

      Damals war das Abitur je nach Sichtweise noch lächerlicher als heute: 1998 konnte man in NRW Abitur machen in Deutsch-Englisch-Mathe-Geschichte, aber auch in Kunst-Englisch-Religion-Biologie. Ferner durfte man Mathematik nach der 12 abwählen (was sehr viele auch getan haben).

      Für mich sind gefühlt die Abituraufgaben seit sie zentral gestellt wurden deutlich einfacher geworden, häufig sind die normalen Klausuren schwerer, z.B. weil sie vom Fachlehrer auf den Kurs zugeschnitten werden können.

  8. Sehr geehrter Herr Kraus,

    Nachhilfelehrer sind Ihrer Meinung nach schlecht ausgebildet? Dies kann ich leider nicht bestätigen. Ich selbst habe das erste und zweite Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen und habe dennoch keine Stelle an einer staatlichen Schule bekommen, da meine Fächer momentan nicht sonderlich gefragt sind. Während meiner Ausbildung habe ich viel Nachhilfeunterricht gegeben und stehe, wenn ich kann, meiner ehemaligen Nachhilfeschule noch immer zur Verfügung oder gebe privat Nachhilfe. Zahlreiche Freunde und Kollegen von mir (mit der gleichen Ausbildung) geben ebenfalls Nachhilfe. Ich kann Ihre Aussage daher nicht nachvollziehen. Auch viele bereits pensionierte Kollegen arbeiten als Nachhilfelehrer. Schüler profitieren gerade besonders von dieser hohen Qualität der Nachhilfelehrer!

  9. Das öffentliche Schulsystem ist mehr als bankrott. Das weiß jeder, der sich darin befindet oder auch nur näher in Kontakt damit kommt. Ordentlicher Unterricht fällt reihenweise aus, weil Stellen nicht besetzt werden und die vorhandenen LK mit (unvergüteter) Mehrarbeit verheizt werden. Ähnlich wie im Gesundheitswesen wird die Arbeit im Bildungswesen einfach trotzdem gemacht, damit man die Probleme nicht auf dem Rücken der Kinder bzw. Kranken austrägt. Dazu dann noch alle paar Jahre ein struktureller Umbau wie G8/9, Gemeinschaftsschule etc. – was ein Spaß für alle Beteiligten.
    Man muss die NachhilfeLK ja nicht ungeprüft übernehmen, aber besser ein potentiell schlechter(er) Unterricht als gar keiner.

  10. Ich kann dem LehrerVerband nur zustimmen. Ich haette auch meine Zweifel daran, ob die Lehrkraefte die in Nachhilfe Schulen entsprechend den Beduerfnissen an Regelschulen entsprechen, denn die sind meist im Vergleich zu den Lehrern in Regelschule unterbezahlt, muessen wesentlich mehr Stunden arbeiten und besitzen nicht selten eine richtige Ausbildung und haben Jahre im richtigen Berufsleben und Alltag „gearbeitet“. Sie wissen was sie tun und sie wissen im Vergleich zu den meisten Lehrern von Regel und Privatschulen was in der Berufswelt erwartet wird und sie koennen die Schueler daher wesentlich besser auf diese Vorraussetzungen vorbereiten. Zudem bilden sich diese Lehrkraefte meist in ihrer Freizeit fort, ganz im Gegensatz zu den staatlich geprueften Lehrern, die ihre Urlaubs = Ferienzeit von ca 3 Monaten im Jahr moeglichst frei von jeglichen schulischen Aktivitaeten halten und sich stattdessen auf Reisen in Ferne Laender begeben – natuerlich ohne deren Schueler.

    Dieses Lehrer problem gab es bereits als ich selber noch ein Penaeler war und auch damals wurden stattdessen nicht Nachhilfe Lehrer eingestellt, sondern so genannte Ein Fach Lehrer – zB nur Mathe die dann absolut keine paedagogische Ausbildung hatten, sondern meist direkt aus dem Berufsleben in die Schule wechselten (Mathematiker, Chemiker, Physiker vor allem)

    Das Hauptproblem dieser Leherermangel Problematik ist im Grunde die seit Jahrzehnten total verfehlte Schulpolitk in Deutschland die sich hauptsaechlich darauf konzentrierte Frauen einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten selbst wenn diese sich zwischen durch einmal fuer bis zu 16 Jahren beurlauben liessen. In keinem anderen Berufsfeld gab es vergleichbare. Kindergaerten, Grundschulen und die Unterstufen an Realschulen und Gymnasien sowie an einigen Hauptschulen sind meist 100% in femininer Hand.

    Weiteres problem ist die sogenannte Ueberqualifikation. (die eigentlich eine Ueberbezahlung ist) Denn waehrend Kindergaertner zig Stunden auf sehr geringer Lohnstufe leisten, geniesen Gymnasial und Realschullehrer die 21-27 Stunden Woche, wobei Lehrer bekanntlich eine Stunde nur mit 45 Minuten berechnen.

    IMHO waere das lehrer Problem im Nu behoben wenn 1. JEDER Lehrer an staatlichen Schulen bzw. der der Zuschuesse aus der Staatskasse bekommt (das betrifft auch Lehrer an Privat Schulen) 45 Stunden die Woche Arbeiten muessten – und zwar IN DER SCHULE!, wenn diese Lehrer zudem nur die sonst ueblichen 18 – 21 Tage Urlaub im Jahr bekaemen!!! anstatt 3 Monate wenn man die Urlaubsfreien tage zusammenzaehlt!

    Hier liegt das eigentliche Problem. Zudem sollten ALLE Lehrkraefte auf 25% ihres Einkommens verzichten die jetzt bereits weniger als 27 Stunden die Woche (1 Unterrichtsstunde = 45 Minuten) unterrichten! Mit diesen Mitteln koennte dann auch die Ganztages Betreuung an ALLEN Schulen ausgebaut werden und genau hier koennte man dann zusaetzlich auch die Nachhilfe Lehrer einsetzen.

    Der Lehrer Verband sollte sich eines vergegenwaertigen! Wuerden die Lehrer die sich im LehrerVerband tummeln wirklich GUT unterrichten und deren Schueler GUT auf das berufsleben vorbereiten, so gaebe es wohl nicht diese Schwaemme an Nachhilfe Schulen, wo dann Lehrkraefte taetig sind die FAEHIG sind die Schueler auf den Leistungsstand bringen, der auch den jeweiligen altersgemaessen Anforderungen entspricht.

    • Wie interpretieren Sie dann, dass das statistische Bundesamt für die Arbeitszeit von Lehrern eine Stundenzahl von ca. 2100 pro Jahr ermittelte?

      • Laut statistischer Erhebungen haben die deutschen durchschnittlich 29 Urlaubstage. Wenn man die 2100 Stunden auf einen „normalen Arbeitnehmer“ umrechnet, erhält man eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von ca. 47,5 Stunden.
        (Feiertage sind mit berücksichtig. An Feiertagen müssen „normale Arbeitnehmer“ ja auch nicht arbeiten, und die meisten dieser Feiertage liegen in den Ferien)

      • Vielleicht schauen Sie sich auch in der ZDF-Mediathek die Sendung über die Quereinsteiger an (falls noch vorhanden). Viele kamen an den Rand der Belastungsgrenze, obwohl sie vorher „richtig“ gearbeitet haben. Komisch 🙂

        • 🙂 was ist daran Komisch?
          Die Zahlen die das statistische Bundesamt hier ermittelt treffen ggf auf 1-2 % der beschaeftigten Lehrer zu, denn auch unter diesen Lehrern die heut zu Tage an deutschen Schulen taetig sind gibt es idealisten und Leute die die 7 Tage woche noch kennen und in den Ferien ihre Zeit mit den Schuelern verbringen, da sie Lehrer durch und durch sind und etwas fuer die Zukuntf von Deutschland und die heutige Jugend tun wollen.

        • Ich denke, man kann davon ausgehen, dass das statistische Bundesamt so viel Ahnung von Statistik hat, dass deren Zahlen nicht nur für 1 -2 % der Lehrer zutreffen sondern für einen großen Teil der Lehrerschaft.

          • ich empfehle sich einfach einmal mit Statistiken naeher auseinanderzusetzen. Es haengt schlichtweg sehr viel davon ab wo die jeweiligen Grenzen gezogen werden. In der Geographie gehoeren das auswerten von Statistischen Daten mehr oder weniger zum Handwerkszeug.

            Statistiken sind in vielen Staaten – vor allem auch in Deutschland ein Mittel der Oeffentlichkeitsarbeit und der Steuerung der oeffentlichen Meinung. Dies sollte nicht unbeachtet bleiben.

            Beispiel:
            „die deutschen durchschnittlich 29 Urlaubstage“

            Rechnet man nun hier die Lehrer mit rein mag diese Zahl sogar stimmen! das heisst jedoch auch dass diese Zahl nur so hoch ist wegen der eingerechneten Lehrer.

            6 1/2 Wochen Sommerferien
            2 Wochen Osterferien
            3 Wochen Weihnachtsferien
            2 Wochen Pfingstferien
            1 Woche Herbstferien

            das alleine macht schon 14 Wochen sprich mehr als drei Monate Ferien!

            knapp kalkuliert 5 Arbeitstage mal 12 Wochen = 60 Urlaubstage! fuer Lehrer mindestens!

            Offiziell natuerlich sind diese Tage nicht als urlaub eingerechnet und bezeichnet. Doch mal ehrlich, welche Fortbildung findet schon ausserhalb der Schulzeit statt? Im Grunde keine einzige da man dort die Lehrer nicht zusammenbekommt. Muestten die wie jeder normal sterbliche auch ihre Urlaubstage im vorfeld einreichen und in der restlichen Zahl der Tage an den Schulen anwesend sein – z.B. um Unterricht vorzubereiten, Stuetzangebote fuer schwache Schueler durchzufuehren, andereVerwaltungsaufgaben an der Schule zu erledigen – well an Schulen gibt es sehr viel zu tun auch in den Ferien wenn mal keine Schueler da sind, bzw. gerade zu dieser Ferien-Zeit, da die Schueler nicht da sind und alle Fortbildungen koennten in dieser Zeit ebenfalls stattfinden.

          • Nicht nur das statistische Bundesamt auch andere Untersuchungen kommen auf ähnliche Ergebnisse bezüglich der Arbeitszeit von Lehrern. Was glauben Sie, warum sich das niedersächsische Kultusministerium weigert, die Arbeitszeit von Lehrern zu erfassen. Es wäre doch politisch ein Leichtes, die Arbeitszeit von Lehrern zu erhöhen. Das käme in der Bevölkerung doch gut an. Dazu müsste aber diese Arbeitszeit erst einmal erfasst werden, was die Kultusministerien verweigern. Die Lehrer-Gewerkschaften fordern dies schon lange. Sie fordern es doch nicht deswegen, weil sie die Befürchtung haben, dass Lehrer zu wenig arbeiten.
            Übrigens: In der selben Erhebung wurden auch die Arbeitszeiten von Ärzten, Architekten usw. erhoben. Zweifeln Sie diese Daten auch an?

          • Allerdings ist der Stichprobenumfang ihrer persönlichen Erhebung ja auch nicht gerade üppig. Wie können Sie dann ihre Ergebnisse dann verallgemeinern?

          • Übrigens: Bei ca. 42.000.000 Erwerbstätigen in Deutschland fallen die 700.000 Lehrer an allgemeinbildenden Schulen kaum ins Gewicht. Die Anzahl der Urlaubstage würde sich dadurch höchstens auf 20 bis 21 erhöhen. Irgendwer muss also doch noch mehr Urlaubstage haben als die von Ihnen genannten.

          • Wer Statistiken blind glaubt und diese nicht in Frage stellt wird sich immer auf dem Holzweg befinden. Das gilt auch fuer Architekten, Aerzte etc. denn es peilt absolut keine Rolle wer das statistisch erfasst wurde.

            Bisher ist noch keiner an mich herangetreten und hat mich jemals gefragt wie lange ich fuer was wie wann und wo arbeite und genauso verhaelt es sich mit diesen Erfassungen. Die Daten sind nicht representativ und werden es auch nie sein.

            Die Arbeitszeiten von Lehrer sind im Grunde 38.5 Stunden so war es zumindest damals bei uns. Die Unterrichtsstunden waren jedoch nur 25 Stunden a 45 Minuten.

            In einem Jahr hatte ich so wie viele meiner Kollegen sogar nur eine 3 Tage Woche. und daher auch ein sehr langes Wochenende. Das war auch sehr nett :-), vor allem da ich jeden Morgen vom Mittelgewann in Schwetzingen nach Stuttgart in die Schule fuhr mit Bummelbahn bis Mannheim und von dort aus mit dem ICE nach Stuttgart und weiter mit der Strassenbahn bis zum Fernsehturm – dann noch Fussweg den Berg hinauf und abends eben wieder zurueck. Schwetzingen ist uebrigens ein sehr gutes beispiel wo man bereits seit jahren eine sehr intensive Zusammenarbeit zwischen Nachhilfe Instituten, der Stadt und Jugendvertretung der Stadt, sowie eben der Schulen hat.

            Verpasste ich den letzten ICE zurueck nach Mannheim, so musste ich bei meiner Mutter nahe Stuttgart unterkommen – das kam recht oft vor wegen der Elterngespraeche.

            Ich spreche hier nicht von einer eigenen erhebung die der einer statistischen Erhebung gleich kommt, no – es sind vielmehr Erfahrungswerte die ich in der Zeit gesammelt habe wo ich an Schulen unterrichtet habe in Deutschland. Man sieht ja wann wer in die schule kommt und wann er wieder nach Hause gehtund in der regel bekommt man auch mit im Lehrerzimmer was dann in der Zeit so ablief „zuHause“ bei den Kollegen. da war oft Reiten, Tennisspielen, sogar Golfen vertreten und es ging nur vereinzelt darum das Klassenarbeiten kontrolliert oder Unterricht vorbereitet wurde.

            ich denke dass die Bundeslaender sehr gut daran taeten den Lehrern eine Anwesenheitspflicht in der Kernarbeitszeit der Schule zu verordnen. dies wuerde bedeuten dass Jeder Lehrer bis auf eben die 15 – 20 Urlaubstage im Jahr auch an der Schule fuer die Eltern und fuer die Schueler ansprechbar waere. Er kann in der Schule den Unterricht ebenso vorbereiten und evtl kann er das sogar gemeinsam mit seinen Schuelern und hoffentlich auch mit engagierten Eltern tun, so wie ich es damals auch gemacht habe. das funktioniert blendend und hebt auch das Ansehen von Lehrern betraechtlich!

            Ok meine Kollegen waren damals nicht so erfreutals ich ankuendigte dass ich die gesamten Sommerferien mit Schuelern durch die USA reisen werde. Da hies es dann die Ferien seien als Erholung fuer die Lehrer gedacht und da sollte man moeglichst keine Schueler sehen. Well ich bin da genau entgegengesetzter Meinung!

          • Sie sagten, dass es sich um persönliche Erfahrungen handelt, die Sie im Laufe der Zeit gesammelt haben. Sie schließen von ihrer persönlichen Erfahrung auf die Allgemeinheit, was ja statistisch nicht zulässig ist.
            Ich sage nur Helmut Schmidt und Rauchen.

          • Nun ich bin Nichtraucher und mag auch keinen Alkohol. Jede Statistische Daten lassen sich schlussendlich zu den Ausagen bringen die man genau erreichen will – Die die sich daher auf statistische Daten verlassen sind im Grunde bereits die Verlassenen.

            Anscheinend ist es bei Ihnen nur noch das statistische Ergebnis, dass ihre Meinung bestaetigt. Schade – ich baue da lieber auf Fakten.

            Ich gehe einmal davon aus, dass sie Lehrerin sind, die zu den Burnout betroffenen sich wohl zaehlt bzw. kurz davor steht. Wie waere es einfach einmal ein Jahr oder auch laenger auszusetzen und einer anderen Taetigkeit als Lehren an einer Schule nachzugehen?

            Mal ehrlich. An deutschen Schulen hatte man bereits zu meiner Schulzeit zuviele Lehrer die im Grunde an Schulen absolut nichts zu suchen hatten und nunmehr eben auch diese Miseren mitverursachen.

          • Die Erfahrung, die ich gemacht habe ist, dass die meisten Lehrer sehr viel arbeiten, weil ihnen etwas an den Schülern liegt. Das sind meine Fakten. 🙂 So hat jeder seine eigenen Fakten.

    • Der Durchschnittliche Lehrer am Studienrat am Gymnasium verdient brutto etwa 50000€ im Jahr, was für Singles etwa 2400€ als angestellter bzw. 2800€ netto im Monat als Beamter entspricht (Krankenversicherung in beiden Fällen abgezogen). Nach Abzug der von Ihnen geforderten 25% landet man bei maximal 2000€ netto im Monat. Sie würden nicht viele Akademiker finden, die sich für 25000€ netto im Jahr den beruflichen Stress und die Anfeindungen der Eltern antun würden, wenn sie alternativ in der freien Wirtschaft locker das Doppelte Nettoeinkommen bei ähnlicher Gesamtarbeitszeit verdienen könnten. Mit dem jetzigen Einkommen ist geeignetes Personal je nach Fachkombination schon schwierig genug zu finden.

    • @ Andi, aber das sind doch alles Klischees aus der Mottenkiste, die nur von jemandem kommen können, der noch nie als Lehrer an einer Schule gearbeitet hat. Die Vor- und Nachbereitung von Stunden (Test kontrollieren, Hefter durchsehen) und die ganze Arbeit mit Eltern oder z.B. zur Vorbereitung und Durchführung von Schulveranstaltungen wird unterschlagen. Natürlich ist das bei jedem Lehrer anders. Ein Deutschlehrer braucht mehr Zeit für Test-Kontrollen, ein Sportlehrer hat das sicherlich gar nicht. Ein junger Lehrer braucht viel Zeit für die Vorbereitung, ein älterer natürlich nicht mehr. Ein Klassenleiter hat mehr nebenher zu tun als jemand, der nur Fachlehrer ist. Das kann man nicht für jeden Einzelfalls berechnen, deshalb gibt es eine Pauschale. Auf sounsoviele Stunden steht jedem Lehrer soundsoviel Vorbereitungszeit zu (siehe 28 Unterrichtsstunden und 12 Vorbereitungsstunden bei einem Grundschullehrer in Berlin). Und das sind doch alles olle Kamellen und ist schon millionenfach diskutiert worden. Sie müssen sehr, sehr jung sein, Andi. 🙂

      • Wozu erklären Sie es noch? Es glaubt Lehrern eh niemand, dass sie arbeiten. Für Leute wie Andi arbeiten Bauingenieure ja auch nur, wenn sie auf der Baustelle sind. An Plänen müssen die ja nicht arbeiten. Genauso verhält es sich sicher mit Ärzten. Die arbeiten sicher auch nur, wenn sie Sprechstunde haben, oder gar nur, wenn sie Hausbesuche machen?

        • HaHa genau darauf habe ich gewartet. Ihr seid wohl Lehrer die sich hier angesprochen fuehlen.

          Nun wer ist Andi?

          Andi ist ein staatlich gepruefter Realschullehrer mit vielen Jahren Berufserfahrung an Montessori Schulen in Deutschland und er war Schulleiter einer Internationalen Schule im Ausland, lehrt auch an Universitaeten und anderen Institutionen und ist Speaker auf Internationalen Konferenzen wo es um Paedagogische Themen und Lehrerausbildung etc geht. Er kennt die Situation in Deutschland ebenso wie die im Ausland. Gerade ausserhalb Deutschlands findet man oft noch die Lehrer die wirklich Lehrer aus Berufung wurden und die auch bereit sind fuer ein local salary, das meist weit unter dem Level des Deutschen Lehrer Einkommens liegen, bereit sind zu arbeiten.

          In 1987 hat Andi einen Initiative, dann Verein gegruendet der nicht nur Krabbelgruppen, ein Montessori Kinderhaus, ein Tagheim (inzwischen) und zahlreiche Hausaufgaben Betreuungs Gruppen die Kostenlos den Schuelern zur Verfuegung stehen gegruendet und aufgebaut. Er hat ueber 6 Monate unentgeltlich 7 Tage die Woche damals gearbeitet, damit das ueberhaupt erst moeglich wurde. Der Verein Familien Treff wurde 1989 mit einem 4 Bundespreis durch Ursula Lehr ausgezeichnet. Seine Arbeit selbst fand Unterstuetzung ueber Jahre von der Stiftung fuer Bildung und behinderten Foerderung (Irmgard Bosch) und der Firma Diehl (Nuernberg). Der Spiegel berichtete so wie auch andere Medien mehrfach ueber diese Initiative.

          Als er sich dann verbeamten lassen musste, um sein zweites Staatsexamen machen zu koennen, war er sehr engagiert an einer Brennpunkt Schule in Stuttgart Ostheim und dann Feuerbach. An der Waldschule in Degerloch war er Initator des KuMu Faches, das noch heute dort zu finden ist. Ein Fach wo es keine Noten aber dafuer eine ausfuehrliche Beurteilung die der jeweilige Lehrer Schreiben musste gab.

          1997 organisierte er privat eine Schuelerreise in die USA wo die Schueler im Alter von 10 – 15 Jahren dann 7 1/2 Wochen den Westen der USA durchreisten und fast alle national Parks kennenlernten, dort uebernachteten in Zelten, auf offenen Feuern kochten etc. Sie bestiegen den half Dome, durchwanderten die Narrows und den Gletscher im Glacier Nationalpark, uebernachteten am Grunde des Grand Canyons, Kletterten hinueber auf die Plattform bei Angels Landing, verbrachten aber auch Zeit mit Familien in Salt Lake City, besuchten die klassischen Touristen ziele wie Disneyland , Universal Studios sowie Seaworld und machten sogar einen Abstecher nach Mexico.

          4 Betreuende Lehrkraefte mussten damals leider zurueck nach Hause geschickt werden, da sie sich nicht benehmen konnten! Ein Ranger des Grand Canyon National Parkes half mit die Rueckfluege zu organisieren.

          Andi wurde waehrend seiner aktiven Zeit als Lehrer an den Schulen in Ostheim sowie der Waldschule in Degerloch mehrfach eingeschlossen, da er mehrfach unter der Woche nach der Schule (die Waldschule Degerlich ist eine Ganztages Schule) noch Gespraeche mit Eltern fuehrte oder mit Schuelern und Eltern gemeinsame Aktivitaeten vorbereitete. Zum Glueck konnte die Eltern und Schueler die Schule immer dann noch durch ein Fenster verlassen. Er war der Mitinitator der dortigen Schulzeitung die er oft in Nachtsitzungen mit dem damaligen Konrektor dann zur Druckreife brachte. Als Musik Lehrer sah man ihn auch oft mit seinen Schuelern auf Strassenfesten und Maerkten singen und musizieren. Die Stuttgarter Zeitung berichtete damals gross ueber ihn und die ueber zwei hundert Schueler die er in Song Books von John Cage zum Konzert im Gustav Siegele Haus mitbrachte. Up with People (der Internationale Chor aus den USA) besuchte die Schule und auch das war alleine auf die Initiative von Andi zurueckzufuehren.

          An Wochenenden verbrachte Andi sowohl beim Familien Treff oder spaeter in der Schulen viel Zeit mit seinen Schuelern und deren Eltern. Es wurden damals auch bis zu 20 seitige Jahresarbeiten geschrieben, die alle gelesen und Kontrolliert wurden. Die UNterrichtsvorbereitung und nachbereitung erledigte er meist zusammen mit eingen Schuelern, denn oft wollten die Schueler nach der Schule nicht sofort nach hause und halfen stattdessen kraeftig an der aktiven Gestaltung des Unterrichts mit. Er verwendete am Anfang eines Schuljahres immer ca. einen Monat, wo er gemeinsam mit den schuelern den Lehrplan fuer das jeweilige Schuljahr studierte und er den Schuelern die Skills mit auf den weg gab die er an der Paedagogischen Hochschule in Ludwigsburg und in seiner Montessori Ausbildung gelernt hatte. Die Schuler wurden dadurch befaehigt selber den Unterricht ihrer Mitschueler zu leiten und durchzufueheren, Tests zu schreiben und diese auch zu kontrollieren und dann mit den entsprechenden Kommentaren zu versehen.

          Wo liegt eigentlich das problem dass ein Lehrer nur wie oben beschrieben dann 2000 Euro nach Abzuegen von Sozial und Krankenkasse zur Verfuegung hat. Unser Brutto Lohn liegt bei ca 750 Euro und davon zahlen wir dann auch noch Visa, eben diese Pesonal tax und Krankenkassenbetraege, nud wir unterstuetzen mit dem Rest der uns noch verbleibt underpriviledged Families.

          PUR prachte es bereits damals sehr gut auf dem Punkt mit ihrem Sing „Wo sind all die Indianer hin“

          Am Himmel brennt die Sonne und auf Erden kocht die Wut.
          Wo bleiben die Menschen die uns allen tuen gut.

          https://www.youtube.com/watch?v=jCMi4ERw-d0

          • Ich „ziehe meinen Hut“ vor der Lebensleistung von „Andy“.

            Offensichtlich hat „Andy“ aber ein Problem mit der Kommasetzung. Zufall, Absicht oder Unvermögen?

            Zudem würde ich es begrüßen, wenn „Andy“ seine Gedanken bündelte. Dann könnte ich seine Texte schneller lesen und besser verstehen.

            Schließlich: „Andy“, was haben Ihnen Frauen nur angetan, lach?

          • haha 🙂
            Well auf dem iPad schreibt es sich schnell, nur das Nachträgliche editieren und korrigieren ist eher ein graus.

            Es ist übrigens nicht Andy sondern Andi – will nun nicht damit sagen das auch lesen Glückssache ist 🙂

            Ich lebe glücklich mit meiner Frau zusammen in einem Land in dem man übrigens noch nicht einmal zwischen den Wörtern einen Zwischenraum laesst und Gross und Klein Schreibung, sowie Punkte und andere Zeichen eher eine Fehlanzeige sind.

            Es sind nicht die Frauen an sich die eine grosse Schuld an der prekären Bildungsmisere in Deutschland mittragen, sondern es ist vielmehr die Tatsache, dass heute Kinder bis weit nach der Pubertät nur noch von Frauen aufgezogen werden, ob sie nun wollen oder nicht.

            Viele gesellschaftliche Probleme lassen sich hierauf zurückführen, dass die männliche Identifikations Figur aus welchen Gründen auch immer, nicht vorhanden war. So hat eine Untersuchung der ISS Terroristen durch zwei Wissenschaftler (Frauen) ergeben. dass auch bei denen eben der Vater nicht vorhanden war.

            Die Reduktion der Klassenstärke von 42 auf oft sogar weniger wie 25 ist auch ein Resultat von dem angeblichen Überforderung der Lehrer. Hier haben wir nicht selten 60 und mehr Schüler in der Klasse! und das geht auch! Viele Lehrer wohnen hier sogar auf dem Schulgelände bzw. in den Schulen und sind daher auch am Wochenende und natürlich in den Ferien fuer die Schüler und deren Eltern erreichbar. Gäbe es nach wie vor 42 Schüler in einer Klasse bevor man diese teilt so würden auch weniger Lehrer benötigt. Fakt ist jedoch dass viele Lehrerinnen mit bereits oft 20 Schülern in der Grundschule schon komplett überfordert sind.

            Meine Kolleginnen von damals waren auch immer erpicht möglichst die Unterstufen Klassen 5 und 6 zu unterrichten, noch bevor die pubertierenden Jungs und Mädchen so richtig aktiv werden. Dabei sind die Schüler ja heutzutage wirklich brav im Gegensatz zu dem was wir damals unseren Lehrern alles so angetan haben. Schwamm und Kreideschlachten gehörten zur Tagesordnung; wenn uns der LehrerIn nicht gefiel oder was er/sie unterrichtet sind wir einfach aufgestanden und haben das Klassenzimmer verlassen, wenn LehrerIn die Fahrrad und Motorrad Parkplätze blockierten wurden deren Autos kurzerhand gemeinsam mitten auf die Strasse getragen bzw. einmal sogar einen DAF auf eine Steinkugel vor der Sporthalle gehievt und ausbalanciert. Das war Physik wie sie leibt und lebt. Auch damals fehlte dann eben diese Lehrerin, da sie angeblich psychisch mit dieser Situation nicht fertig wurde und der Lateinlehrer blieb fern angeblich da er krank sei, dabei war er noch so fidel am Tag zuvor als wir seine Ente auf Backsteinen aufbockten – er hatte sich über den Abi Scherz mokiert. Auch damals begannen diese Schüleraktivitäten bereits in den 5 Klassen. Dagegen sind doch die heutigen Schüler wie Lämmer.

            Viel wichtiger ist doch dass man in den Schulen wieder richtige Lehrer braucht! Und richtige Lehrer müssen nicht unbedingt die sein, die ein Staatsexamen in der Tasche haben. Das können vielmehr auch Eltern sein die es einfach verstehen anderen ihr Knowledge und ihre Erfahrungen zu vermitteln. Die können das meist sogar wesentlich besser als einer der nie in das richtige Berufsleben reingeschnuppert hat.

            Damals an der Waldschule Degerloch integrierten wir des öfteren auch Eltern die dann z.B. auch im Natur und Technik Unterricht mithalfen. Das OBI Magazin hat damals darüber berichtet und eine komplette reportage über einen Vater gemacht der mit den Kindern (meinen Schülern) eine Blumenpresse gebaut hat.

            https://www.youtube.com/watch?v=5vTbztYZ3mI

            „Gebt den Kindern das Kommando
            Sie berechnen nicht, was sie tun
            Die Welt gehört in Kinderhände
            Dem Trübsinn ein Ende
            Wir werden in Grund und Boden gelacht“

          • @ Andi

            Sie leben wahrscheinlich in einem Land, in dem der Lehrer nicht der Fußabtreter der Nation ist, in dem die Kinder nicht mit dem goldenen Löffel gefüttert werden und in dem eigene Leistung der einzige Weg aus der bitteren Armut ist.

          • Danke xxx das bringt es exakt auf den Punkt!

            Ich lebe in einem Land wo der Lehrer gleich nach dem Koenig angesiedelt ist noch vor dem Soldaten und dem Polizisten. sprich>

            Moench
            Koenig
            Lehrer
            Soldat
            Polizist
            .
            .
            dann ist da ein gap wuerde ich mal sagen bevor dann andere Berufe wie z.B.
            Krankenschwester
            Aerzte
            .
            .
            .
            irgendwo dann Rechtsanwaelte etc kommen

            Man nehme selbiges und stelle es einmal auf den Kopf und man hat das was in Deutschland leider der Fall ist.

            Ein Moench verdient im Grunde das wenigste.
            Lehrer , Soldat und Polizist werden gleich schlecht in der wohl untersten Lohngruppe gleich nach den Mindestloehnern bezahlt in Deutschland wuerde man Harz4ler wohl dazu sagen.

            Wenn man als Lehrer in ein Schule geht wird man mit Khun Kru – Sprich Herr/Frau Lehrer angesprochen in den Universitaten als Ajarn – oder auch der Trainer im Verein ist ein Ajarn!! – Einer der sich sehr gut in dieser Materie/Fach auskennt. Ich war anfangs etwas geschockt als Schueler auf dem Treppen aufgang ihre Taschen und Sachen niederlegten nur um mir mit beiden Haenden so wie es sich hier gehoert zu gruessen. Ich kann ausgebranten Lehrern nur waermstens empfehlen einfach einmal hier bei uns in einer Schule ruhig auch die 50 – 60 Schueler je Klasse zu unterrichten. Die Flamme des Lehrers wird bald wieder brennen und er will 100pro nicht mehr zurueck – haha.

            In Deutschland hingegen werden Noten notfalss mit androhung eines Anwaltes oder durch Direktionsrecht (hier nennt man es Korruption) erreicht. Das ist mir auch alles schon an Deutschen Schulen passiert und es ist sicher keine Seltenheit.

          • Milch der frommen Denkungsart

            @Andi:

            Mit Verlaub: Niemals vorher hab‘ ich eine derart holzschnittartige, irreale, sozialromantische wie klischeebefrachtete, allenfalls als Karikatur überhaupt ernstzunehmende Überzeichnung, ja Diffa-
            mierung des Gros meiner Kollegen lesen müssen, garniert mit einer geschmacklosen Selbstbeweihräucherung der eigenen Person, die mich geradezu hoffen läßt, daß sich hinter Ihrem Pseudonym ledig-
            lich eine Art „lyrisches Ich“ verbirgt. Andernfalls sähe ich mich ge-
            zwungen, Ihnen entweder Böswilligkeit oder groteske Ahnungs-
            losigkeit zu attestieren.

  11. Und wenn das alles so locker-easy ist an den Schulen. Warum haben wir dann einen Lehrermangel und warum leiden gerade im Lehrerberuf so viele am Burnout und so wenige arbeiten bis zum offiziellen Renteneintrittsalter?

    • Die Antwort liegt doch auf der Hand – das sind alles keine Lehrer die mit Herz und Seele sowie der richtigen Einstellungen Lehrer wurden!

      Wer leidet denn wirklich an einem Burnout? Come on. Heut zu Tage gehoert es doch dazu dass man als Lehrer dann irgendwann mal ein Burnout attestieren laesst. Wie waere es eben diese Lehrer einmal zusammen mit ihren Schuelern auf eine Erfahrungsreise – so wie ich sie damals mit Schuelern in den USA durchgefuehrt hatte, zu schicken. Das Burnout der Lehrer ist meist Hausgemachte Ohnmacht und sonst nix anderes, da man sich nicht regelmaessig fortbildet, die Ferien natuerlich von jeglichen Schulaktivitaeten freihaelt und auch versucht unter der Woche moeglichst nach der Schule keine Schueler oder gar deren Eltern zu sehen. Solche Lehrkraefte gehoeren einfach nicht an eine Schule! Sie wissen zuvor was es heisst ein Lehrer zu sein, bzw. eine Lehrerin! Man sollte sich auch fragen wieviele Lehrerinnen ihren so genannten Burnout nicht etwa von den Problemen in der Schule haben, sondern vielmehr von der Problematik mit ihren eigenen Kindern zurecht zukommen, sobald diese im Pubertierenden Alter und aelter sind.

      Eine Schule die MIT den Eltern zusammenarbeitet und nicht die Eltern als den grossen Feind ansieht, wo Lehrer nicht meinen – wie ein ehemaliger Kollege mal sagte: „Ich glaube die Schueler sind imun gegen mich!“ – klar ich ware es auch gewesen um ehrlich zusein! – ein Schule in der Lernen und Lehren noch Spass macht, kurzum solch eine Schule koennte es all over Deutschland schon laengst geben, wuerde man endlich einmal wieder mehr Maenner in Kindergaerten und Grundschulen einstellen – zumindest 50 / 50 sollte es an jeder Schule sein!

      Der Grund weshalb das nicht der Fall ist sind die Finanzen, denn Maenner richten sich meist nach dem besseren Gehalt aus und dieses gibt es nur im Real und dann Gymnasial und Somnderschulbereich mit zugleich wesentlich geringerer Stundenzahl als an Kindergaerten. IMHO sollten ALLE Lehrkraeft, egal ob am KiGa oder der Gymnasialen Oberstufe gleich bezahlt werden. Und hierzu reichen auch 2000 Euro wie bereits oben beschrieben bei weitem voellig aus!

      Gerade verbeamtete Lehrer sollten sich eines immer vergegenwaertigen. Einerseits sorgt zwar der Staat fuer sie, aber andereseits muessen sich auch bereit sein ggf auf 25% ihres Gehaltes zu verzichten wenn es dem Staat schlecht geht, wie im Moment, wo man ja hoehere Diaeten der Politiker bezahlen muss und die momentane Fluechtlingskrise sicher auch ihre Kosten hat.

      Wenn also diese Lehrergemeinsacht nicht in der lage ist die Politiker davon zu ueberzeugen auch auf ihre Diaeten zu verzichten, zumindest auf einen Teil davon, so sollten sie allen mit einem guten Beispiel vorangehen und ihrerseits auf ihr Gehalt zum Teil verzichten, damit dann wieder mehr Lehrkraefte eingestellt werden koennen.

      Lehrermangel ist oft im Grunde Geld mangel! oder falsche Finanzpolitik!

      • Das ist ja mal eine verquere Weltsicht. Also, wenn die armen Menschen in Afrika es nicht schaffen, uns hier im reichen Deutschland davon zu überzeugen, auf etwas von unserem Luxus zu verzichten, sollten sie am besten auf der Straße schlafen und nur noch das allernötigste Essen und damit mit gutem Beispiel vorangehen….Das wird hier alle aufrütteln.
        Ich bin übrigen sofort dabei und verdiene 2000€ netto, wenn ich nahe an der Schule eine Wohnung erhalte und ich für meine Kinder keine Betreuung mehr bezahlen muss (von derzeit 120€/Kind) Andi hat vielleicht viel geleistet in dieser Welt. Eigene Kinder hat er offenbar nicht. Und Miete und Sprit zahlt er momentan auch nicht in Deutschland, aber gut, das könnte man ja alles staatlich regulieren.
        Und zum Thema Fortbildungen werden nur für naturwissenschaftliche Fächer benötigt: Meines Wissens nach sind Englisch und Franzözisch noch lebendige Sprachen, die sich weiter verändern. Auch Fremdsprachenlehrer benötigen Weiterbildung. Sie bekommen diese aber vielleicht nicht über die Vorlesung an der Uni. Genauso sollten Sportlehrer sich regelmäßig fortbilden und auch in Kunst und Musik verändert sich immer mal etwas. Aber auch hier sehen Fortbildungen nicht unbedingt vor auf einem Stuhl sitzend der Powepointpräsentation des Dozenten zu folgen, wie das offenbar zu sein hat, damit es für Andi als Fortbildung zählt.

        Um mal aufs Thema zurückzukommen:
        Das Problem der Nachhilfelehrer sehe ich durchaus als gegeben, auch wenn es viele gute Lehrer gibt, die auch Nachhilfe geben. Ich habe lange in einem Nachhilfeinstitut gearbeitet. Es war sehr angenehmes Arbeiten: Das Material wurde gestellt, ich musste vielleciht mal ein paar Kopien machen, aber diese waren kostenfrei. Das Material war weitgehend selbsterklärend, viel Vorbereitung war nicht nötig. Die Nachhilfeschule war super ausgestattet.
        Ich hatte drei, maximal fünf Kinder vor mir sitzen, alle aus unterschiedlichen Klassenstufen zum Teil nicht einmal die gleichen Fächer, aber das Material war gut vorbereitet und ich konnte einfach mit wenig Planung viele Übungsaufgaben erstellen, die Schüler arbeiteten weitgehend selbstständig. Manchmal erklärte man einem Schüler ein Thema etwas intensiver. Inklusionskinder wurden von den Kollegen ohne pädagogische Ausbildung oft abgewiesen, die übernahm meist ich. Wenn Eltern nicht mit dem Unterrichtsstil eines Nachhilfelehrers zufrieden waren, konnten sie wechseln oder kündigen.
        Was Nachhilfelehrer ersteinmal nicht leisten, ist Beziehungen unter Schülern fördern, Elterngespräche führen und Lehrplankonform Unterrichtseinheiten zu planen, vorallem geben Nachhilfelehrer aktuell keine Einführungsstunden und sie bewerten die Leistungen nicht. Die Beziehung Lehrer-Schüler ist häufig zwar besser in den nachhilfeinstituten, aber Notengebung würde dies in vielen Fällen sicher in andere Bahnen lenken. Es gibt sicherlich viele Nachhilfelehrer, die das können, weil sie ohnehin Lehrer sind, werden wollen oder mal waren, aber manche brauchen vorgeplante Unterrichtseinheiten, um das leisten zu können und zu wollen.
        Die Herausforderung ist aber nunmal gerade die Planung der Einführungsstunden und das passende Material für die (dann größere) Schülergruppe zu finden.
        Ich bin gern Lehrer, denke aber durchaus, dass dazu auch ein gewisses Knowhow gehört, das nicht jeder besitzt, bloß weil er seinem Kind schonmal den Dreisatz erklärt hat. Vielleicht kann man im Kunstunterricht der Grundschule ein paar Hausfrauen einsetzen, wenn man ihnen das Material entsprechend vorbereitet, aber als Allheilmittel empfinde ich „Quereinsteiger“ nur mit pädagogischer Wochenend-Ausbildung fehl am Platz.

        • 🙂
          Da hast du den richtigen erwischt Diana.

          „Eigene Kinder hat er offenbar nicht.“

          Andi hat insgesamt 4 eigene Soehne und eine eigene Tochter. Der aelteste ist gerade 30 geworden, die Tochter wurde 18 und meine drei Jungs Anakin , Sky Bird und On Eagle’s Wings sind 12, 11 und 8 Jahre alt. In meinem Haushalt leben zudem meine Pflegetochter (bzw. Pflege Enkelin) Patty die 15 ist und Nom Nam die 13 ist, sowie Tawan der 3 1/2 ist. Zusaetzlich versorgen wir jedoch noch Bam 4 1/2 Jahre die bei einer „Oma“ untergebracht wurde und einge weitere Jungs und Maedchen aus dem Viertel meiner Frau.

          Ich finde es gut dass du die Lehrer Einzimmer Wohnungen befuehrwortest, wie man sie auch hier hat. Mit der Familie laesst es sich dort sehr gut leben und man rueckt auch wieder etwas zusammen. Viele Schulen hier bauen die ca 20 – 25 qm grossen Familien raeume mit Klo und integrierter Dusche so wie Kochnische auf dem Balkon direkt auf dem Schulgelaende. So was liese sich auch in Deutschland sicher umsetzen z.B. mit Contaonern die in etwa die selbe Grundflaeche besitzen.

          Leider muessen auch hier die Lehrer die hier nur 9.000 – 15.000 THB im Monat verdienen die Kosten fuer die Ausbildung ihrer Kinder selber tragen. Nur Homeschooling waere da billiger, doch das ist in Deutschland leider noch verboten!

          Nun die Fortbildungen die ich besuchte habe ich meist selber aus eigener Tasche bezahlt und sie fanden ausschliesslich in den Ferien oder der Unterrichtsfreien Zeit statt. Das war in Deutschland nicht gerade billig, da stimme ich zu, doch als engagierter Lehrer sollte man bereit sein dieses Opfer aufzubringen.

          Ich bin ja Musik Lehrer und da fanden leider nicht gerade viel wirklich sinnvollen Fortbildungen statt die vom Staat und angeschlossenen Institutionen organisiert und durchgefuehrt wurden. Trommelkurse (Drum Circles gibt es sicher auch in deiner Umgebung – man muss da nur eben hingehen), Die Jugend Konzerte musste vorbereitet werden im Vorfeld und hierzu war es meist noetig sich uch intensiver mit dem jeweiligen Stuecken auseinanderzusetzen – z.B. den Song Books von John Cage. Das ist einerseits Unterrichtsvorbereitung, aber diese fand in der regel am spaeteren Abend und in der so genannten Freiziet statt und sie machte riesig Spass.

          Klar auch Sprachlehrer sollten sich regelmäßig vorbereiten. Erst vor wenigen Jahren hielt ich einen Vortrag auf der UMAP hierueber und wie man in diesem Falle das Englisch Lernen als Zweitsprache mit modernen Sprach Lern Methoden sehr verbessern könnte. Sprich zB mit Lozanovs Suggestopaedie ( was auch in Mathe und anderen Fächern sehr wirksam ist by the way )

          Als Lehrer sollte man selber nie aufhören Schüler zu sein, weshalb ich dann auch begann Informatik so als Hobby nebenher zu studieren und inzwischen auch meine Mediations Ausbildung abgeschlossen habe – arbeite gerade an der Master These. Auch das wird selber finanziert – und es macht richtig Spass und bringt sehr viel fuer den eigenen Unterricht.

          Danke dass du die Punkte bezüglich der Nachhilfe Materialien so gut darlegst! Nachhilfe Institute sind auf Gewinn und Business ausgerichtet und können es sich schlichtweg nicht wie staatliche und private Schulen leisten den Schülern irgend etwas in irgend einer Form zu praesentieren. Nein die Nachhilfe Institute planen in der Regel ihre Materialien sehr genau und was nicht angenommen wird, wird auch schnell wieder ad Acta gelegt und durch bessere Materialien ersetzt.

          Logischer Weise sind diese Nachhilfe Schulen ansprechend und in der Regel superausgestattet, denn das ist es ja was ihnen die Kunden dann bringt. Würde man Home Schooling endlich einmal legalisieren kann man davon ausgehen dass es noch mehr dieser Institute geben wird die dan jedoch bereits am Vormittag die Schüler in doppelten bis dreifachen Tempo wie an Regelschulen unterrichten. Kurzum die angeblich nicht qualifizierten Nachhilfelehrer würden schnell auch zwischen den Instituten gehandelt. Wer keinen gewinn einbringt wird an die Luft gesetzt, so einfach ist das in der realen Berufswelt und so sollte es auch in einer Regelschule der fall sein!

          Beziehungen zwischen den Schuelern muessen diese Nachhilfe lehrer nicht leisten denn hierzu gibt es zahlreiche Sport und Musikvereine etc. die wesentlich besser geeignet sind wie vergleichbare Aktivitaeten an Regel und Privat Schulen um das Miteinander OHNE jeglichen Notendruck zu foerdern.

          Die Leistungen der Schueler muessen im Grunde ueberhaupt nicht bewertet werden, denn der Schueler selbst weiss bereits wie gut oder wie schlecht er ist und wenn er wirklich sein koennen einmal testen moechte, dann nur zu. Es gibt zahlreiche Angebote wo auch eben dies moeglich ist.

          Wenn hieran ein Zweifel besteht empfehle ich einfach einmal eine Montessori Schule in ihrer Umgebung zu besuchen und sich dort weiter zu informieren.

          Jahrgangsuebergreifende Klassen gehoeren hier seit anbeginn zum Konzept ebenso wie keine Noten kein Lob und kein Tadel etc. Zudem ist der Schuelerfrei in der Wahl was er gerade lernen und erfahren moechte und wann er einen Test oder eine Pruefung ablegen will.

          „Die Herausforderung ist aber nunmal gerade die Planung der Einführungsstunden und das passende Material für die (dann größere) Schülergruppe zu finden.“

          Wow 🙂

          Ist das alles?

          dann einfach einmal hier vorbeischauen http://youtube.com/apapococ

          „Vielleicht kann man im Kunstunterricht der Grundschule ein paar Hausfrauen einsetzen, wenn man ihnen das Material entsprechend vorbereitet, aber als Allheilmittel empfinde ich „Quereinsteiger“ nur mit pädagogischer Wochenend-Ausbildung fehl am Platz.“

          Ich denke dieses Statementist absolut fehl am Platze denn gerade die „Hausfrau“ kann womoeglich wesntlich creativer den Kunstunterricht gestalten z.B. man stelle einen Putzeinemr hin und einen besen daneben mit einem Schild dran [Komme gleich wieder] – so gesehen in der Kunstgalerie des Kunstvereines in Stuttgart 1980 wo ich auch meine Linol Schnitte ueber Mona Lisa (sie waren alle spiegelverkehrt da ich falsch abgepaust hatte – haha – aber das ist eben Kunst) Sie hatten bereits damals einen Wert je Druck ueber 1000 DM. Leider hat sie keiner geklaut haha.

          Ich stimme dir jedoch voll zu bezueglich den Wochenend ausbldungen denn wir haben hier ein aehnliches problem mit den Sprachlehrern die von den ESL Instituten als native Speakers aus den USA und UK zumeist ausgebildet werden in 200 Stunden und dann wundert man sich dass die Sprachkenntnisse der Schueler hier quasi nicht existieren. So duerfte das dann auch in Deutschland sein.

  12. In nahezu allen Beiträgen lese ich ausschließlich über die Diskussion „Nachhilfe“ und darüber ob Nachhilfelehrer geeignet sind. Stellen Sie doch dabei die Frage, ob es sich bei den vielen Kindern, die in diversen Instituten sind denn überhaupt Nachhilfe benötigen oder ob es hierbei vielmehr um Lernstörungen wie Legasthenie, Dyskalkulie o.ä. geht.
    In manchen Grundschulen gibt es dann schon mal den Tipp vom Lehrer, man möge sich da mal um Nachhilfe umsehen. In diesen Fällen ist weder der Schullehrer noch der Nachhilfelehrer geeignet, sofern er eine erweiterte Qualifikation in Punkto „Therapie“ besitzt.

    Lehrerausfall und fehlende Lehrer nötigen den Schülern ja auch mehr eigene Leistungsbereitschaft ab. Man muss da selbst mehr tun. Interessanterweise ist den guten Schülern das keine Last, denn die tun es ohnehin. Darüber sollte der Lehrerverband diskutieren, warum es denn den meisten Kindern nicht gelingt, eine Eigeninitiative aufzubringen, sondern sich nur an das zu orientieren, was Elternhaus oder Schule sagt.

    Bei der ganzen Diskussion schwingt doch auch die Angst mit, in die Karten geschaut zu bekommen und weniger um die Situation zu lösen.

    • sehr gut Herr Eberle

      Das Hauptproblem liegt im Grunde noch nicht einmal in der Schule sondern im Elternhaus selbst, wo dann eben auch diese Lernstoerungen geradezu „produziert“ werden. Immer mehr Familien werden geschieden. Immer mehr Kinder verlieren dadurch ihren Kontakt auch zum Vater, da nach wie vor das Sorgerecht in der Regel der Mutter zugesprochen wird! Fuer die sind die Kinder oft noch während der Ehezeit eine Belastung gewesen, doch sind sie andererseits mit dem Sorgerecht versehen eine Art Lebensversicherung die das regelmäßige Geld wenn nicht vom Vater dann jedoch vom Staat brav und stetig fliesen laesst. Die eigenen Kinder werden so zu einem Faustpfand und als Ware quasi gehandelt. Der Wochenend oder Skype Vater kann da dann nur noch sehr wenig ausrichten, denn dieser muss meist mit finanziellen Mittel;n die weit unter dem Existenz Minimum liegen zurecht kommen mit seiner ggf. neuen Familie selbst.

      Die Probleme an Schulen sind mit der zunehmenden Zahl von Schuelern die nur noch von ihren Muettern aufgezogen werden dramatisch angestiegen! Hinzu kommt dann das Problem der kompletten Feminisierung bis zur Pubertaet, da man in dieser Zeit maennliche Lehrkraefte wirklich suchen muss!

      Wuerden mehr Vaetern das Sorgerecht fuer ihre Kinder zugesprochen, und wuerde man mehr Maenner auch in Kindergaerten, Grundschulen einstellen, so gaebe es den Grossteil all dieser Probleme und des sogenannten Burnouts der lehrer wohl garnicht!

      • Offenbar arbeitet Andi in Thailand. Er ist ja recht auskunftsfreudig. Sorry, evtl. habe ich was überlesen, aber für mich sind folgende Fragen spannend:

        Ist Andi für seinen Auslandsaufenthalt vom deutschen Staat freigestellt worden, und kommt er irgendwann hierher zurück oder hat er seine „Zelte“ in Deutschland für immer „abgebrochen“, um im Ausland neu anzufangen?

        Immerhin entnehme ich den Schilderungen, dass sich „Andi“ für eine omnipotente pädagogische „Kanone“ hält, der alles gelingt. Warum geht er dann ins Ausland?

        Seit wann ist Andi in Thailand tätig? Warum ist es gerade Thailand?

        Danke für die Antworten! Wenn es geht, bitte kurz und bündig, lach.

        • Nun wenn man zweimal geschieden ist tut man schlichtweg gut daran sich nicht mehr darum zu bemuehen sich mit den deutschen Familiengerichten auseianderzusetzen. Es standen verschidene schulen und wege offen u.a. sogar eine Stelle als Schulleiter der nun in verruf geratenen odenwald Schule die dann jedoch Herr Sterling bekam mit Doktortitel (ich habe leider keinen). Ich bin seit 11 1/2 Jahren hier und kam nach Thailand da mich eine internationale Montessori Schule bat deren Schulleiter zu werden. Das war vor dem Tsunami und es war das erste mal Thailand, das erste mal Asien und man verlor ich weiss nicht wie oft so zu sagen sein Gesicht 🙂 wie man hier sagt.

          In Yellowknife im Norden Kanadas war eine weitere Schule die mich gerne haben wollte – doch mir stand es nicht so auf halbes Jahr dunkel und im Sommer sich auf 10 Grad waerme zu freuen. Meine damalige Frau reizte das schon mehr – sie war Eiskunstlaeuferin in einer Formation.

          Auf Saint Martin gab es mit abstand das beste Gehalt und sogar Auto und Sprit fuer den Monat – well 40 km rundstrecke ist irgendwann langweilig 🙂

          Thailand war die mit Abstand am schlechtesten bezahlte Stelle – ca 900 Euro damals, jedoch war es gleichzeitig auch die groesste Herausforderung. Ich habe dann jedoch schnell erkannt dass es ein Trugschluss war, und bin dann 2 tage vor dem tsunami auf eigenen Wunsch ausgeschieden und wusste dann am 26 Dezember warum ich da raus musste. Seither helfe ich zahlreichen Lehrern und Schulen hier in Thailand, besonders damals in den vom tsunami betroffenen Area und inzwischen auch in schulen in anderen Gebieten Thailands und hier lokal bei uns. Mit Kanone hat das herzlich wenig zu tun. Gott hat mir Skills und Moeglichkeiten in meinem Leben gegeben die es mir ermoeglichten Dinge zu machen und zu erfahren wovon andere nur Traeumen. Und eben diese Erfahrung sollte ein Lehrer weitergeben.

          Dabei geht es nicht darum das man Koenigen oder Praesidenten die hand geschuettelt hat, sondern dass man Kindern, Jugendlichen und auch deren Eltern und selbst Senioren noch die Neugier erwecken kann, die einem ein leichtes Lernen ermoeglichen. Die meisten Lehrer in Deutschland sind hierzu schlichtweg nicht in der Lage. Doch die die wachruetteln erleiden auch keinen Burnout 😉

          Natuerlich bin ich nicht fuer den Auslandsaufenthalt freigestellt – ich wollte ja nicht einmal mich verbeamten lassen damals als ich mein zweites Staatsexamen machen wollte, nur dummerweise geht das Referendariat nur mit einer Verbeamtung einher.

          IMHO ist das Beamtentum ein komplett uebrfluessiges und laengst ueberholtes relikt der Steinzeit, das den Fortschritt bremst und immens viel die Allgemeinhaeit kostet.

          Mir gelingt uebrigens mitnichten alles – leider – doch ich gebe nicht auf an den Traeumen und Visionen aktiv zu arbeiten! Ich war bevor ich nach Thailand kam als Nachhilfelehrer, Familien Coach, Familienhelfer und Mediator taetig und da zuvor Hausmann fuer meine Tochter. lediglich in dieser Zeit der betreuung meinerTochter hatte ich die Gewissheit auch danach wieder eine gleichwertige Anstellung zu haben, doch bei mir war es im grunde der Abschluss da die Fahrerei einfach zu viel wurde jeden Tag und die Ehe dadurch zu zerbrechen drohte dass ich zu engagiert war. Sie zerbrach ja dann schlussendlich auch trotzdem – leider.

          Um nicht noch einmal dann in dieser Zeit um den Kontakt zur Tochter ueber Jahre hinweg alles durchfechten zu muessen im grunde wie Don Quichote gegen die Windmuehlen = Deutsche Familien Gerichte, war die Stelle im Ausland quasi auch eine Flucht und simpler Selbstschutz! Mit der Schule oder dem Lehrersein hatte das im Grunde jedoch nichts zu tun.

          • Danke für Ihre Offenheit! Tja, das ist fürwahr ein im wahrsten Sinne des Wortes „bewegtes Leben“.
            Im Nachhinein können Sie ja regelrecht froh sein, nicht zur Odenwaldschule gekommen zu sein, oder?

            Zwei Fragen habe ich noch:
            Arbeiten Sie zurzeit als Lehrer oder wovon leben Sie?
            Haben Sie vor, Ihr Leben aufzuschreiben oder beabsichtigen Sie es evtl. noch?

          • Ich kann ihren Argumenten jetzt noch weniger folgen. Ihre Familie ist zerbrochen und sie haben trotz ihrer Workaholic-Strategie, Montesorie-Ausbildung, Minimalgehalt und Aufopferungsbereitschaft für alle Kinder dieser Welt, das Sorgerecht für die eigenen Kinder nicht erhalten? Und der Rat lautet jetzt, es Ihnen gleich zu tun, sich aufzuopfern und alle Kinder dieser Welt zu retten mit Montesori-Schulen, Homeschooling und Männern, in möglichst großer Armut?
            Ich halte Nachhilfelehrer nur bedingt als Aushilfslehrer geeignet, zumal nicht mit dem vorhandenen Material (und darüber, das Schulen plötzlich besser ausgestattet werden sollten, steht im Artikel nichts). Homeschooling empfinde ich angesichts einiger seltsamer Anwandlungen mancher Eltern durchaus auf bedenkenswert, zumindest flächendeckend sollte dies sicher nicht ermöglicht werden, aber auch da ist ihre Meinung offenbar eine andere, denn sie als Super-Daddy und Nobelpreisanwärter hätten ihren Kindern sicher zu Weltruhm verholfen.

        • @mehrnachdenken, yep man kann einerseits froh sein nicht an die Odenwaldschule gekommen zu sein, andererseits sollte man nicht verkennen was die Odenwaldschule auch geleistet hat in all den vergangenen Jahren seit ihrem bestehen. Es waere jedoch aber auch eine Herausforderung gewesen, eben das bei weitem ueberwiegende Positive das diese Schule geleistet ha,t gegen all die Presseschlachten und Schlechtdenker hervorzuheben und eben diese Schule auch weiterhin zu unterhalten. Sie war oft Vorreiter in vielem und die Presse hatte auch ihren grossen Anteil daran, was nun im Grunde davon übrig geblieben ist. Leider!

          Man sollte auch nie unbeachtet lassen dass die meisten der damaligen Odenwaldschueler diese Schule als sehr positiv und als Haven und Heaven betrachteten, evtl. wie einer mal schrieb damals das, was sie wohl ohne diese Schule erlebt haetten noch schlimmer gewesen waere.

          Was tut Andi arbeiten.

          Im Moment lehre ich zeitweise an Universitaeten, besuche Konferenzen, widme mich meinen Projekten – wir erstellen und Programmieren hier auch TYPo3 und Processwire Webseiten, womit wir dann unsere sozialen Projekte finanzieren. Und um ganz ehrlich zu sein – wir vertrauen auf Gott! – Als damals mein Vater von einer sehr hohen Autobahnbruecke sprang, beschloss ich nicht so zu Enden. Auch er war sozial sehr engagiert und war in Fuehrugspositionen einer weltweit operierenden Firma.

          Es ist nicht das Geld was man verdient, Es sind nicht die Bilder die man geschossen hat etc, die einen am Leben erhalten, sondern es ist das was man der Nachwelt hinterlassen wird.

          Lehrer sind die Schluesselfiguren die diese Nachwelt massgeblich mitgestalten koennen. Doch viele sehen hier leider nur ihr eigenes EGO und of course ihre eigene Bequemlichkeit. Viele Lehrer bringen nicht mehr die Zivilcourage auf, die ein Vorbild fuer die Jugend von morgen braeuchte. Mein Vater und seine Klassenkameraden erzaehlten immer wieder von einem Lehrer Sporn (der hies so) doch eben dieser Lehrer Sporn, den ich selber nie als Lehrer kennen gelernt hatte, ist fuer mich ein grosses Vorbild. „Club der toten Dichter“ wer kennt den Film nicht – bringt es sehr gut auf den Punkt. Auch Lehrer sollten hin und wieder mal auf die Tische steigen bzw sich von den Schuelern aus die auf den Tischen stehen betrachten lassen.

          Was heut zu Tage den Schuelern verloren geht ist die Kultur des Lernens. die Ermutigung zur Zivilcourage, zur Staerkung des eigenen ichs. Rolf Zuckowski, der uns damals beim Familien Treff besuchte um mit uns zu musizieren schrieb das Lied „Ich schaff das schon!“ Hier wird sehr gut beschrieben wozu wir unsere Schueler ermutigen sollten.

          „Es ist die wichtigste Kunst des Lehrers die Freude am Schaffen und Erkennen zu erwecken.“ Dies sagte der Mann der auf meiner Facebook Seite neben mir steht.

          Selbiges wird auch von den beiden Google Gruendern bestaetigt. Obwohl beide aus wohlsituierten „Professoren“ Familien kamen, sehen beide die Grundlage die Google erst Moeglich machte in ihrer Kindergarten Erziehung. Beide besuchten einen Montessori Kindergarten, ebenso wie der Gruender von Amazon oder Wikipedia und so viele andere.

          Was ist das besondere an der Montessori Erziehung. Machen wir es kurz: Es ist die Polarisation der Aufmerksamkeit und der Fakt, dass das Kind selber sein bester Lehrer ist. „Hilf mir es selbst zu tun.“ Lehrer in einer Montessori Schule sind zwar ein sehr wichtiger Bestandteil im Gesamtkonzept aber das Ziel ist im Grunde dass sich eben dieser Lehrer ueberfluessig macht und nicht mehr von den Schuelern benoetigt wird, da sie selber soviel „Lernenergie und Lernmotivation aufbringen wie eine endlos regenerierende Batterie. Das ist die Aufgabe eines jeden Lehrers IMHO! und genau diese Aufgabe verfehlen 95% der Kollegen, da sie andere Ziele fuer wichtiger halten und sie ein Klage Lied ueber ihre Arbeit, die Schueler und deren Eltern oder auch ueber die schlechte Ausstattung oder mangelnde Materialien anstimmen. Sie selber haben das Lebenslange Lernen schon laengst verloren. Schade drum!

          @Dina
          Danke fuer das Zitat @Popcorn:
          „Wer von den Menschen zu schlecht denkt, denkt sicher von sich selber zu gut.“
          Peter Sirius (1858 – 1913)

          das passt wie die Faust auf’s Auge auf all diejenigen die hier ueber die Qualitaet von Nachhilfelehrern oder Aushilfslehrern herziehen.

          Mich freut es auch dass wenigstens eine der Lehrerinnen ihren Vornamen hier nennt [https://de.wikipedia.org/wiki/Dina_(Bibel)]. Andere versuchen sich hinter recht aussagekraeftigen Bezeichnungen zu verstecken.

          Die Menschen die hinter diesen Namen stecken (bzw. sich verstecken) haben oft Angst erkannt zu werden, da man womoeglich feststellen wuerde, dass der gewaehlte Name sehr auch der Natur eben dieser Menschen entspricht.

          Man nehme einmal Popkorn, was kommt einem da in den Sinn: Nun dass ist ein Mensch der Hin und her springt und im Grunde keinen roten Faden wohl findet in seinem Leben – recht bildlich kann man das Popkorn ja in jedem Kino springen sehen. Oder der Sofa Wolf, der das Sofa wohl der Schule vorzuziehen scheint. Rotkaepchen (die Schueler) komm da einem in den Sinn. Oder „xxx“ ich hoffe das ist nicht das dies Rueckschluesse auf die Vorlieben zulaest oder es sich auf die gleichnamige Domain bezieht. Die „Milch der frommen Denkungsart“ nunja ziemlich lyrisch, aber eben auch weiblich. Ob man oder Frau laesst sich an den Icons nett erkennen. Bei den Maennern die meist mit beiden beinen Fest auf dem Boden stehen zeigen beide Arme nach oben, waehrend die eher ueber dem Boden schwebenden Frauen konstant ihren kompletten Ausfitt und die Arme haengen lassen – wo ist die Energie geblieben die unsere Schulen und Schueler beleben soll?
          GriasDi – wohl aus der Schweiz oder nahe Basel und em Rheinfall angesiedelt ist eine kleine Ausnahme die zumindest versucht die Arme hoch zustrecken. Auffallend ist jedoch dass die ueberwiegende Mehrheit der echten und richtigen Namen maennlich sind! Danke – Gute und qualifizierte Lehrer die ihre Schueler noch begeistern koennen brauchen sich nicht hinter einem GriazDi, irgend einer Milch marke oder auch so was wie „xxx“ verstecken.

          @Dina es kommt im Leben nicht darauf an welche Nachteile man selber erlebt hat – Als moegliche Frau Hiobs sollte dies bekannt sein – Wer redet hier von Armut? Wissen ist Macht und daher auch ein unbeschreiblich wertvoller Reichtum der einem nicht genommen werden kann, egal wo man sich gerade befindet! Dieses Materialistische Denken vieler Kollegen ist schon schlimm – mein Haus, mein Boot, mein was weiss ich auch immer … Mentalitaet. Das Deutsche Schulwesen ist schon seit unserer eigenen Schulzeit bankrott, dass wusste im Grunde jeder bevor er sich fuer den Lehrer Beruf entschied. Ja Lehrer sollten ein Vorbild fuer ihre Schuler sein! Lehrer sollten sich aufopfern, Lehrer sollten sich endlich wieder auf das Handwerk des Lehrers zurueck besinnen, denn vielen sind eben diese Skills leider abhanden gekommen.

          Wieso wurden damals Schulen ueberhaupt ins Leben gerufen fuer alle. Nun die Preussen sahen dass sie einen Krieg nach dem anderen verloren und kamen zu dem Schluss, dass der einzige Ausweg aus dieser Misere die Vereinheitlichung und vor allem die konstante Lenkung der Gedanken ist. Von dem „die Gedanken sind frei“ ist seither leider nichts mehr zu spueren. Schulen dienen in der ueberwiegenden Mehrheit dazu, ein Volk zu lenken und zu bestimmen. Das ist auch der Grund weshalb man kein Homeschooling in Deutschland zulaesst, obwohl man bereits weiss dass Homeschooler wesentlich effektiver lernen und wesentlich lernwilliger und vor allem wesentlich bessere Abschluesse am Ende erzielen. In den USA wurden hierzu einge Studien gemacht die dies bestaetigen.

          Homeschooling wuerde die Schulen und die Lehrer entlasten. Es waere zu erwarten dass Eltern in Brennpunkt Schulen ihre Schueler lieber Homeschoolen wuerden bzw sie sich in Lerngruppen zusammenfinden und dort Schulen, nach einem flexiblen Schedule zB in einem der Nachhilfe Institute. Dadurch koennten sich dann die Lehrer an den Regelschulen voll und ganz der Migranten Problematik zuwenden. Natuerlich in wesentlich kleineren Klassen ohne die gelangweilten Penaeler die nicht darauf warten wollen wann auch der letzte der Klasse endlich einmal das Ziel erreicht hat. Nur in Montessori Schulen wird ja leider individuell gelehrt und einer der schnell lernt darf auch schnell lernen ungeachtet der Tatsache dass einer der laenger braucht dann auch wesentlich langsamer lernen darf in der selben Klasse.

          „zumindest flächendeckend sollte dies sicher nicht ermöglicht werden“

          was soll dies bitte schoen heissen? Sonderrregeln nur fuer ausgewaehlte nur fuer privilegierte. Ich denke das sollte schon laengst Geschichte sein. Homeschooling, eLearning, e and blended and mobile Learning ist nicht nur moeglich sondern bietet Eltern wie Lehrern viel mehr Moeglichkeiten. Wir arbeiten hier mit interessierten Lehrern gerade am ASEAN School Concept http://aseanschool.org.
          Die Idee ist hier eine Schule fuer ASEAN zu Gruenden die OHNE Schulgebaeude auskommt, die jedoch in ganz ASEAN tatetig und lebendig ist und wo sich Schueler und Lehrer ohne jegliche Grenzen austauschen und gemeinsam lernen koennen, sowohl in Zeitlicher wie auch in lokaler Hinsicht.

          ASEAN ist so was wie die EU wo sich 10 Staaten zusammenschlossen. Wir arbeiten hier mit Kollegen aus Vietnam, Cambodia, Hongkong, Malaysia, Thailand und den Philippinen sowie Papua Neuguinea (nicht ASEAN aber interessiert) zusammen. Wann es mal soweit sein wird dass diese Schule dann „lebt“ wissen wir noch nicht aber wir haben unser Ziel klar vor Augen. Es wird eine Schule der neuen Art sein, in der Lehrer auch wieder mehr „Handwerker“ und „Meister“ sind anstatt laufende Wissenstrichter mit nur einem kleinen Stutzen der verhindert, dass zuviel Wissen weitergegeben wird und man sich womoeglich selber weg rationalisiert.

          Sehenswert!
          https://www.youtube.com/watch?v=0C_DQxpX-Kw

          Lesenswert!
          http://www.mslf.org/famous-montessori-students/

          Nachdenkenswert!
          https://www.youtube.com/watch?v=GcgN0lEh5IA

  13. @Milch der frommen Denkungsart
    So sehe ich das bei Andi auch und denke bei seinen Ergüssen an dieses Zitat: „Wer von den Menschen zu schlecht denkt, denkt sicher von sich selber zu gut.“
    Peter Sirius (1858 – 1913)

  14. Milch der frommen Denkungsart

    @mehrnachdenken:

    „Wer schweigt, scheint zuzustimmen.“ (Cicero)

    Und ich bleibe dabei: Andis Ergüsse sind nichts anderes als eine selbstbespiegelnde Suada gepaart mit einem
    Zerrbild über die eigenen Kollegen, unter denen es gewiß fähige wie untüchtige oder gar unwillige gibt.
    Aus meinem Erleben heraus handelt es sich hierbei aber keineswegs um eine Mehrheit, die nämlich aus be-
    mühten, engagierten und sicherlich nicht mit einer Fülle an Freizeit gesegneten Profis besteht.

  15. Hier von koenen viele deutschen Lehrer und leider auch deren Schueler nur traeumen. Die Hintergruende weshalb Thai Lehrer in der Gesellschaft einen so vereehrt werden! Und im umkehrschluss, gilt leider auch, wieso sie oft in Deutschland mit Fuessen getreten werden! Die Videos regen evtl. den einen oder anderen Lehrer der hier schreibt an bei sich zu beginnen Dinge und vor allem Ansichten zu aendern. Engagierte Lehrer werden nie mit Fuessen getreten, es sei denn von denen die sich nicht engagieren wollen ;-), da sie die evtl mit dem Engagement unbezahlte, unhonorierte und nicht selten unbequeme Mehrarbeit nicht6 leisten wollen! Ich hoffe deutsche Lehrer haben ihre Englisch Kenntnisse nicht an der Garderobe abgegeben schon vor Jahren – wenn doch dann bitte dort umgehend wieder abholen. Danke!

    I teach even I already died!

    https://www.youtube.com/watch?v=ClHbReokk4I

    Passiert das nicht auch vielen deutschen LehrerInnen? Doch wie reagieren die Deutschen LehrerInnen in der Regel?

    https://www.youtube.com/watch?v=bFOObfiBdec

    You educate as well as encourage
    You inform as well as inspire
    You open our minds as well as you open our eyes
    You’ve touched our lives!

    https://www.youtube.com/watch?v=XlcvBPqzf7Y

    So etwas schon einmal ausprobiert? Das verhindert Burnout und es vermindert betraechtlich den Workload!

    https://www.youtube.com/watch?v=vsApwK9khRo&index=6&list=RDXlcvBPqzf7Y

    „Teachers are mentors and role models to their pupils. They influence young minds and inculcate sound social and moral values through word and deed, within and outside the classroom. They must impart to pupils learning skills, thinking skills and life skills to cope with the future; an attitude of continuous learning and improvement; and a sense of commitment and belonging to Singapore.“ oder auch jeder anderen Region / Schule / Staat wo Lehrer noch Lehrer sind!

    https://www.youtube.com/watch?v=l48FyAmQNOc&index=8&list=RDXlcvBPqzf7Y

    Welche deutschen Lehrer sind eigentlich noch stolz darauf was sie leisten, wenn sie etwas Leisten!

    https://www.youtube.com/watch?v=dNLTBpFDjag&index=24&list=RDXlcvBPqzf7Y

    Diese Schueler werden ein Leben Lang diese Lektionen nicht mehr vergessen!

    https://www.youtube.com/watch?v=j9RDfv5OAZQ

    Are you a teacher or an Educator?

    https://www.youtube.com/watch?v=jC3D7O-ByLE

    wieso quaelen deutsche LehrerInnen ihre Schueler ueber Jahre eine Sprache zu lernen?

    https://www.youtube.com/watch?v=jC3D7O-ByLE

    what about YOU?

    https://www.youtube.com/watch?v=L2LNK2MW_xQ

    wouldn’t that be nice?

    https://www.youtube.com/watch?v=L2LNK2MW_xQ

    Touching? I hope so and I hope it inspires erevyone watching for a change of himself!

    https://www.youtube.com/watch?v=9SQp02H2AE0

    Was wuerde passieren wenn derartige Videos auch im Deutschen TV Abendprogram wie hier gesendet wuerden?

    —-

    @mehrnachdenken

    „Zwei Fragen habe ich noch:
    Arbeiten Sie zurzeit als Lehrer oder wovon leben Sie?
    Haben Sie vor, Ihr Leben aufzuschreiben oder beabsichtigen Sie es evtl. noch?“

    Diese beiden Fragen sind wohl gemeint oder? Ich hatte die bereits weiter oben mal beantwortet, doch hier noch einmal in kuerze.

    Yep ich unterrichte Kinder und Studenten an einer Universitaet (http://youtube.com/apapococ), jedoch user taegliches Brot verdienen wir mit Web Projekten u.a. fuer UNESCO, East West Center, Universitaeten etc. (http://portfolio.lisandi.com) mit denen wir unsere Soziale Arbeit (http://smilekids.asia) finanzieren. Und wir leben von unserem Garten in dem Bananen, Papaya, Mango, Yagfruit, Kokosnuesse, und so viel mehr waechst, sollte es mal knapp in der kasse werden. Meine Frau ist eine vorzuegliche Koechin.

    Diese fromme Milch, nunja was soll man darueber noch schreiben, inzwischen duerfte doch jeder wissen wieso diese Milch so saeuerlich schmeckt, was fuer ein TYP Lehrer wohl sich dahinter verbirgt! Mich wundert es daher nicht dass man vorschlaegt Nachhilfe Lehrer an Schulen einzusetzen. Damit will man ja endlich auch wieder einmal Qualitaet und Lebendigkeit zurueck in den Unterricht holen.

    Jeder Deutsche Lehrer sollte sich ganz einfach einmal fragen wieso wohl kaum noch einer in Deutschland Lehrer „ehrt“ so wie es in anderen Staaten – und auch in Thailand – noch ueblich ist.
    Am 5. Oktober ist es wieder so weit: http://www.worldteachersday.org/map/

    Macht doch mit mit Eurer Schule!
    Ladet die Politiker und auch die Nachhilfe Lehrer ein!
    Lasst Euch doch auch einmal Hoch leben und ehren – Ehre wem Ehre gebuehrt!

    Noch einen schoenen Samstag Abend!

    • Danke für die umfassenden Einblicke in Ihre Arbeit.

      Was sagen Sie zu der politisch – sozialen Situation in Thailand? Wie in Deutschland darüber gedacht wird, vermittelt Ihnen folgender Link:

      http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/ThailandSicherheit.html

      Alles nur Panikmache oder zutreffend?

      • Nun, das gehoert nun zwar nicht hierher, aber wer 11 1/2 Jahre und laenger in Thailand lebt hat bereits mehrere Putsche in Bangkok mitbekommen, von allen hat man in Phuket absolut nichts gespuert bzw. mitbekommen. Freunden sage ich einfach immer das Bangkok separat zu sehen ist von Thailand, denn die Probleme die es hier gibt spielen sich hauptsaechlich in Bangkok ab. Allerdings sind dies Probleme mit nichten vergleichbar mit denen in Deutschland – z.B. den Mai Krawallen, Schuelern die Lehrer in Schulen abknallen (Winnenden nur als Beispiel) und nicht zuletzt auch die Tatsache dass Deutschland mit den paar Fluechtlingen die in Deutschland Schutz suchen wohl nicht klarzukommen scheint.

        Das was das auswaertige Amt hier schreibt ist das was die schreiben muessen, damit ihnen nicht von den Reiseunternehmen die Bude eingerannt wird. Es ist zum grossen Teil Panik Mache! Sie schrieben damals ja auch dass Thailand gefaehrlich ist etc als einige „yellow shirts“ und danach einige blue shirts zuerst den Airport und dann Pattaya ein Hotel blockierten. Auch davon blieben andere Regionen in Thailand komplett unberuehrt.

        Zudem sollte man nicht verkennen das es auch eine Straftat nach deutschem Gesetz ist, wenn man einen Pass ausstellt ohne die vorherige schriftliche Einwilligung von Vater und Mutter, doch eben das ist damals auch in der Botschaft in Bangkok woher eben diese Informationen ueber Thailand stammen geschehen. Das wurde damals sogar vom OLG Stuttgart in einem Rueckfuehrungsbeschluss nach der Haager Konvention schwer geruegt. Auch hier hat die Botschaft sich immer wieder auf die Situation in Bangkok berufen und die absolut friedlichen Regionen rund um Bangkok und erst recht dass absolut unbetroffene und zudem mit einem internationalen Airport versehenen Phuket aussen vor gelassen.

        Die auslaendische Presse und auch das auswaertige Amt tun daher gut daran sich einfach einmal aus den internen Angelegenheiten von Thailand rauszuhalten und nicht laufend zu versuchen hier das zu publizieren, was sie gerne sehen wuerden bzw. was sich gut publizieren laesst. Wenn es wirklich so schlimm waere, dann wuerden schon laengst nicht mehr so viele Deutsche hier herkommen und immer mehr Deutsche sich zudem entscheiden die Zelte in Deutschland komplett abzubrechen um hier zu leben – vor allem in Thailand. Auch immer mehr russische Familien zieht es hier nach Phuket in den letzten Jahren. Auf vielen Strassenschildern kann man Thai und Russisch lesen bereits.

        Ich fahre oft nach Songkla – ok da ist vor Jahren eine Bombe in Hatyai explodiert und unsere Direktorin of Business Develpment war eine der Opfer mit ihrem Vater. Doch dass passiert ebenso in westlichen Laendern oder gar Schulen – siehe Winnenden und da ging es weitaus boeser aus.

        „Thailand verzeichnet zunehmende Kriminalität (auch Diebstahl, Vergewaltigung, Raubüberfall, teilweise mit Todesfolge). Das betrifft insbesondere die Tourismushochburgen Phuket, Koh Samui und Pattaya.“

        Das ist in jedem anderen europaeischen Land ebenso wo Arm und Reich und Touristen die Geld mitbringen aufeinander treffen. Hier in Thailand ist mir bisher noch nichts geklaut worden, wohingegen unser Auto damals in Bruessel aufgebrochen wurde und auch in Nizza waren auf einmal Wertsachen weg. In einem deutschen Zug war auf einem die Brieftasche weg und so gibt es noch einige weitere Begebenheiten etc p.p. Ich denke dass zudem wesentlich mehr Vergewaltigungen in Deutschland stattfinden wie hier und richtig, wir haben hier auch Morde, so wurde auch eine gute Freundin in ihrem Auto 2012 am Hell lichten Tag erschossen. Bis heute fand man die Taeter nicht. Sie war Human Resource manager am Hilton und hat da wohl Ungereimtheiten aufgedeckt. Doch auch das sind Einzelfaelle und nicht die Regel so traurig diese Ereignisse jedoch sind.

        Auch mir wurde schon mitgeteilt, dass man Leute auf mich angesetzt haette – doch das waren Deutsche die ueber andere Deutsche schrieben die eben diese auf mich angesetzt haben. d.h. man sollte auch immer schauen wo die eigentliche Problematik herkommt. Das ist oft nicht Thailand. Auch der Bomber von dem in der Meldung die Rede ist war nicht Thai!

        Ich kann nur jedem Thailand nach wie vor empfehlen und ich bin mir sicher, dass aus dem Besuch eine lange Freundschaft zu diesem wunder schoenen Land und seinen Menschen wird.

        Ich wuerde sogar sagen dass Thailand noch nie so sicher war wie jetzt, seitdem das Militaer die Regierung uebernommen hat. Die Straende sind endlich wieder wunderschoen und man wird als Tourist nicht mehr von zig Schirm und Strandstuhlverkaeufern angemacht, die Korruption wird immer haerter bekaempft mit Erfolg – da sollte sich Deutschland mit sienen Schwarzgeldern einmal ein Beispiel nehmen, kurzum man fuehlt sich hier schon sehr sicher und geniest daher auch das Leben.

        Das wichtigste was Thailand jedoch Deutschland vor raus hat ist der RESPEKT den man hier noch den Leuten zollt die hart arbeiten wie z.B. Lehrer, die jedoch andererseits auf den untersten Lohnstufen verdienen. Ich darf an dieser Stelle auch noch einmal anregen an Euren Schulen einen Teacher Day zum 5. Oktober (World Teacher Day) einzufuehren.

        https://en.wikipedia.org/wiki/Teachers%27_Day
        Deutschland wird zwar hier aufgefuehrt, doch bis heute habe ich noch in keiner Schule die meine Kinder in Deutschland bzw die ich als Lehrer besuchte gesehen, dass dieser Tag auch wirklich stattfand, geschweige dann erwaehnt wurde. Wie ist das an Euren Schulen?

        http://www.news4teachers.de/2014/10/bllv-geringschaetzung-der-lehrer-ist-unangemessen-und-kontraproduktiv/#comments

  16. @Andi: Seltsam, meine Arme zeigen nach oben und ich bin eine Frau!!! Ich mag es nicht, wenn man über Leute urteilt, die man gar nicht kennt. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Und ich folge Ihnen nicht nach, selbst wenn Sie der Messias sind.

    • Ausnahmen bestaetigen die Regel heisst es doch, das ist der Grund weshalb ich sie nicht erwaehnt habe bezueglich der Arme, jedoch duerfen sie sich it dem von Ihnen gewaelten Pseudonym hinter dem sie sich als Frau zu verstecken versuchen identifizieren. Es ist schade dass viele LehrerInnen die hier in diesem Forum schreiben weder den Anstand noch den Mum besitzten ihre wirkliche Identitaet preiszugeben. Sie sollten sich ein Beispiel an dem Grossteil der Lehrer (maennlich) nehmen, die hier mit ihrem Vornamen und teilweise sogar einem gekuerzten oder vollem Nachnamen auftreten.

      Ich sitze uebrigens auf einer wunderschoenen Insel und nicht in einem Glashau, das waere mir naemlich viel zu warm hier 🙂

      • Sie fordern „Anstand und Mum“. Dann sollten Sie mit gutem Beispiel vorangehen und selbst Ihre Identität preisgeben. „Andi“ ist ebenso anonym wie „Mississippi“ und eignet sich weder als Beweis für den angeblich größeren eigenen Mut noch den der Männer insgesamt.
        Mich stört nicht, wenn jemand anonym schreibt. Also stört es mich auch bei Ihnen nicht. Was mich allerdings fuchsig macht, sind abfällige Bemerkungen über andere, wenn diese nichts anderes tun als man selbst.
        Inwieweit Sie sich auch bei Ihrer sonstigen umfangreichen Kritik etwas vormachen, weiß ich nicht. Es erscheint mir allerdings ratsam, dicke Fragezeichen hinter das zu machen, was Sie über sich selbst und Ihr Leben so rosarot erzählen.

        • Nun, offener als Andreas Becker kann jemand seine Identität gar nicht preisgeben. Die zahlreichen Youtube – Filme zeigen obendrein, womit er sich in Thailand beschäftigt. Sollen das alles Fakes sein?

          Ich teile Ihre Kritik an seinem undifferenzierte Rundumschlag gegen die Repräsentanten unseres Schulsystems.
          Kann es sein, dass sich in seinen pauschal abfälligen Beschimpfungen großer Frust Bahn bricht?

          • „Andi“ plädiert für eine offene Namensnennung, wenn jemand seine Meinung sagt. Das tut er ebenso wenig wie ich.
            Dass man seine „Identität“ herausfindet bzw. herausfinden kann oder soll über die empfohlenen Youtube – Filme oder anhand irgendwelcher Bemerkungen über sein illustres Berufs- und Familienleben, finde ich als Erwartungshaltung übertrieben.
            Jedenfalls habe ich keine Lust, mich auf die Spurensuche eines Andi zu begeben, dessen „wichtigen“ und richtigen Namen ich erst erfahre, wenn ich mich näher mit seiner Person und seinem Lebenslauf beschäftige.

            @Andi
            Da Sie geschildert haben, was Ihnen zu meinem Pseudonym einfällt, möchte ich Ihnen umgekehrt denselben Dienst tun.
            „Andi“ ist für mich ein Kosename für einen kleinen Jungen.
            Nach meinem Geschmack sollte der Hätschelname spätestens im Erwachsenenalter passee sein. Mein Cousin jedenfalls verbat ihn sich Mitte der Zwanziger und wollte endlich „Andreas“ genannt werden.
            Was sagt uns nun, dass sich ein Mitfünfziger „Andi“ nennt?
            Er könnte ein Muttersöhnchen sein, das in Frauen eher die Mutter als die Partnerin sucht. Er könnte ein ewiger Kindskopf sein, der große Töne spuckt und sich als Superman fühlt. Er könnte ein verwöhnter Knabe sein, der verhätschelt werden will und süchtig nach Streicheleinheiten ist…
            Sie sehen, bei einem „Andi“ Ihres Alters ließe sich endlos weiterspinnen. Ich kann Ihnen nur Mut machen zu „Andres“, wenn Sie denn bereit sind, „sich ein Beispiel an dem Grossteil der Lehrer (maennlich) (zu) nehmen, die hier mit ihrem Vornamen und teilweise sogar einem gekuerzten oder vollem Nachnamen auftreten.“

        • @Ursula Prasuhn – Danke fuer das Lob! Hier wird uebrigens nichts vorgemacht oder das Leben in Rosa Rot gesehen. In der Tat spielen jedoch gerade diese beiden Farben neben Gelb und Blau eine sehr wichtige Rolle hier in Phuket. Rosa sind nicht nur die staedtischen Busse, sondern auch viele Gebaeude und die Schuluniformen einiger Schulen. Nachdem in Bangkok die Geleben Shirts und die red Shirts sich nicht einigen konnten beschlossen viele offiziellen zudem fortan anstatt dem Gelben Shirt ein Rosa Shirt zu tragen um damit zum Ausdruck zu bringen, dass man weder 100% der Gelbe noch die Rote Fraktion angehoert. Traditionell traegt man in Thailand an einem Montag ein Yellow Shirt um somit zu zeigen dass man den Koenig ehrt.
          Rot ist die Farbe von allem was hier Chinesisch ist. so traegt man hier rot beim Chinesischen Neu Jahrs fest oder demnaechst auch wieder weiss und Rot beim Vegetarischen Festival. Da wird dann auch noch Gelb gehisst, wass dann jedoch zum Ausdruck bringt, dass man nunmehr vegetarisch sich ernaehrt. Das Vegetarian Festival findet dieses Jahr vom 12 Oktober bis 23 Oktober statt.
          In den Schulen werden diese Woche an 4 Tagen in allen Faechern Klassenarbeiten geschrieben und danach haben die Schueler der meisten Schulen dann bis zum Ende des Festivals Ferien. Die Lehrer sind jedoch bis zum Vegetarian Festival nach wie vor an der Schule. Sie korrigieren dort die Arbeiten, gestalten aber auch Ferien und Lernangebote fuer Schueler in den Ferien. Viele Schueler lieben hier ihre Schule und ihre Lehrer. Fuer sie ist es daher meist auch sehr wichtig dann an einem der zusaetzlichen Lernangebote in den Ferien die ihre Lehrer organisieren teilzunehmen. Das ist schon eine ganz andere Welt wie an Deutschen Schulen, wo die Schueler in der Regel schon vom ersten eines neuen Schuljahres wie auch deren Lehrer die tage zaehlen bis dass die naechsten Ferien beginnen.
          Schulen erfuellen hier in Thailand noch viele weitere Zwecke. Politisch sicher wie auch in Deutschland den Zweck der Lenkung der massen, aber sie sind auch ein Hort fuer die Schueler, da deren Eltern oft 7 Tage die Woche arbeiten mit 1 – 2 freien Tagen im Monat, die dann oft unter der Woche sind, wo die Kinder dann in der Schule sind. Im naechsten Schuljahr soll die taegliche Schulzeit zwar von einer Ganztages Schule zurueck zu einer fast Halbtagsschule gefahren werden, da man inzwischen erkannt hat dass die Schueler auch mehr freiraeume noch fuer sich selber benoetigen und sich mit Freunden treffen, austauschen, spielen und vor allem auch Zeit haben sollen an zusaetzlichen Lernangeboten teilzunehmen. Bis jetzt fand das oft bis in den spaeten Abend statt was dann die Folge hatte, das die Schueler in der Schule dann muede waren. In Thailand beginnt ein Schultag um 8 Uhr mit dem Fahnenapell und dem Singen der National Hymne, sowie einem Gebet fuer die Schueler und die Lehrer und endet meist zwischen 15:30 – 17:00 je nach Schule. Kindergaerten machen meist schon um 15:00 Schluss aber auch hier bleiben die Lehrer oft bis 17:00 im Klassenraum, da einige Eltern eben ihre Kinder erst spaeter abholen koennen. Sie bereiten in dieser Zeit dann meist den Unterricht vor, oder fuehren auch Elterngespraeche.
          Ein Lehrer Tag beginnt in der Regel bereits um 7:30 in der Schule und endet meist erst nach 17:00 Uhr. An Wochenenden und in den Ferien sind viele Lehrer zudem meist in der Schule um Unterricht vorzubereiten, Klassenraeume oder das Schulgelaende zu verschoenern, oder fuer eine Auffuehrung zu proben und auch um eben mit Eltern Gespraeche fuehren zu koennen.

          @Popcorn
          🙂 richtig funny! aber sicher auch altersgemaess! Zur Erklaerung. In Thailand wird man nie mit dem Nachnamen angeredet, auch nicht die Lehrer! Sondern man redet alle mit ihrem Vornamen an. Die Schueler werden von den Lehrern mit ihrem richtigen Vornamen (Geburtsurkunde) angeredet wobei sich die Schueler untereinander und auch der Lehrer mit den Schuelern dann in der Freizeit mit deren Nicknames anredet. In der Tat koennte auch Popcorn, oder Love oder Bug oder Cat so wie bei meiner Pflegetochter die sich mit Nicknamen nun Patty nennt sein. Sie hat ihren Nocknamen gewechselt nachdem sie in der weiterfuehren Schule die sie nun besucht erfahren hat dass man im Chinesischen keine Tiernamen fuer Menschen benutzt. Sie lernt in der Schule English und Chinesisch neben Thai und Deutsch. Vor den Namen wird dann immer ein Khun gesetzt. dieses steht dann fuer Herr bzw Frau gleichermassen. Professoren oder Experten bzw auch der Karate Trainer wird Ajarn und nicht Khun Kru (Herr Lehrer). Die Schuler reden Lehrer mit Khun Kru, oder auch mit Kru und nachfolgendem richtigen Vornamen, an. Einige Lehrer nutzen aber auch hier dann ihren Nickname z.B. mein Freund und Kollege Kru Sam. Der Nachname spielt in Thailand keine Rolle!
          Bei mir ist mein Nickname nicht Catweasel (wegen meiner damaligen Haare und Bart in der Schule) mehr sondern schlichtweg Andi – mit deutscher Schreibweise und Aussprache – da lege ich etwas Wert drauf um mich von dem Gros der Andys nach amerikanischen Muster abzuheben. Andreas koennen viele Thais nicht richtig aussprechen und da ist es einfacher Andi zu nehmen. Zudem sind Nicknames hier in Thailand immer Kurz und einpraegsam – das trifft bei Andi zu – passt :-).

          Mein Vater stammt uebrigens aus Oberursel, das einen Namen von Ursula hat. 791 wurde in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch der name Ursella erwaehnt. (das nur nebenbei!) Bei Ursula wuerde man hier wohl Uschi sagen – also dem namen der auch Uschi Obermaier zu Ruhm in der APO Zeit (Kommune 1) verhalf oder wie Uschi Glas! oder auch viele mehr die den „Baer“ – den Ausruck fuer Schutz und Power – in ihrem Namen haben – https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_(Vorname)

          Wir koennen in der Regel nicht viel fuer unsere eigenen Namen die uns unsere Eltern gegeben haben. Diese Namen bekamen wir oft, da eben diese Namen zu der Zeit dann in waren und die Eltern das damit auch zum Ausdruck brachten.
          Zur Bedeutung von Andreas sind sich die Namensforscher im Grunde sehr einige.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas
          Das Nahrungsmittel „Popcorn“ ist womoeglich noch aelter: https://de.wikipedia.org/wiki/Popcorn
          Wie sie sehen @Popcorn, man sollte sich schon ein wenig mit der Geschichte und auch Namen und deren Herkunft auseinandersetzten.
          Hier gibt es uebrigens noch mehr Infos https://www.facebook.com/montessoriinternationalcommunity/photos_stream?tab=photos_albums, einfach mal zum Anfang der Alben Scrollen 🙂 Da gibt es wahrlich nichts zu verbergen 🙂

          @mehrnachdenken. Frust ist das Resultat vor dem inzwischen das Deutsche Schulsystem steht. Lehrer, wie Schueler wie Eltern sind gefrustet. Davor gewarnt haben zahlreiche Kollegen bereits vor Jahren. Viele von denen haben irgendwann dann auch die Konsequenz gezogen und haben sich dorthin begeben, wo man noch Lehrer sein darf und wo man nicht mit richtigen Lehrern, den Schuelern und deren Eltern in einem Team zusammenarbeitet.

          Es sind uebrigens mitnichten Beschimpfungen, sondern vielmehr Tatsachen und Anregungen die aber oft als nicht passend abgetan werden, da sie schlichtweg doch recht unbequem sind. Wer moechte schon gerne auf seine Einkuenfte verzichten? Auf die Sicherheiten die er als Lehrer hat? Wer moechte gerne mehr arbeiten AN DEN Schulen und weniger Freiziet und freie planbare Zeit zu hause verbringen? Wer will sich wirklich noch mit den Problemen die durch die zunehmende Zahl an Scheidungen und immer mehr Sorgerechte die bei bei Kindern zu Vaterverlust und Umgangsunterbindungen fuehren, auseinandersetzen? Das ist eine verschwindend geringe Zahl an Lehrern wie ich meine! Viele Probleme die das deutsche Schulsystem hat koennte man mit ein wenig MEHR Engagement der Lehrer leicht auffangen.

          Man sollte endlich aufhoeren hier rum zu klagen und zu lamentieren und aufstehen etwas zu aendern. Aufeinander zugehen und auch bereit sein selber kraeftige Abstriche in Kauf zu nehmen, denn nur so kann man wirklich aus dieser Bildungsmisere kommen! Gemeinsam ist man stark, doch wenn jeder nur auf seine bisherigen Privilegien pocht kann man schon den gemeinsamen Untergang Einlaeuten! Die in all diesen Problemen ertrinkenden Lehrer strampeln wie die Wilden um oben zu bleiben und vergessen komplett dass sie mit wesentlich mehr Gelassenheit und weitaus weniger Ballast ohne weiteres auch weiterhin an der Oberflaeche die frische Luft des Lebens geniesen koennten.

          Wieso gibt es denn immer mehr Nachhilfe Institute? Wieso sind Eltern bereit recht viel geld fuer eben diese Nachhilfe auszugeben, wenn deren Kinder doch in der Schule bei so wie hier oft beschrieben wird „qualifizierten“ Lehrern unterrichtet werden?

          Man sollte den Begebenheiten doch einfach einmal ganz klar benennen. Der Grund ist in den meisten Faellen reine Bequemlichkeit der Lehrer! Wuerde Bildung mit staatlich geprueften und sehr gut bezahlten Lehrern und all deren Freizeit noch funktionieren, dann haetten die Nachhilfe Institute schlichtweg keine Kundschaft! Das Business Modell dieser Institute hat als Gundlage doch eben das Versagen der Lehrer die Schueler entsprechend mit Bildungsangeboten und deren Resultate zu versorgen.

          Kein Lehrer braucht im Grunde eine Schule die total toll aussieht, die mit super tollen Materialien ausgestattet ist und in der man auch noch die teuersten Reagenzglaeser und optische Geraete etc. fuer den Physik Unterricht nutzt. Lehrer sein ist etwas ganz anderes! Ein richtiger Lehrer weiss wie er Materialien fuer seine Schueler selber erstellt, ggf. auch ohne Computer und sein Farb Drucker! Er weiss wie er Lernangebote so aufbereitet, dass man auch ohne grosse Kosten einen tollen Unterricht machen kann, selbst wenn noch nicht einmal ein Schulgebaeude oder etwas aehnliches zur Verfuegung steht und die Schueler womoeglich nicht einmal in ordentlicher Schulkleidung geschweige dann gewaschen in die Schule kommen, da ihnen schlichtweg die Mittel hierzu fehlen. Ein richtiger Lehrer kann auch diesen Schuelern UND deren Eltern eine Lernumgebung schaffen in der sie sich nicht nur geborgen fuehlen, sondern in der sie willkommen sind, so wie nun all die Fluechtlinge die Deutschland ansteuern dort willkommen sein sollten und es aber leider meist nicht sind!

          Wieviele Lehrer haben den Hilfesuchenden ihre Tueren geoeffnet und gehen mit gutem Beispiel voran?
          Wieviele Schulen ruecken zusammen, damit Platz geschaffen wird fuer die Fluechtlingskinder?
          Wieviele Lehrer motivieren ihre Schueler mit ihnen zusammen dann eben diese Fluechtlingskinder in deren Freizeit zu unterrichten?

          Gerade Deutsche sollten nie vergessen wie oft ihr eigenes Volk auf der Flucht war und dann sich in der ganzen Welt verstreut wieder Vorfand. Zahlreiche Kriege, vor allem Religionskriege trugen massgeblich fuer diese Voelkerwanderung der Deutschen bei! War es im 30 jaehrigen Krieg der Protestantismus oder im zweiten Weltkrieg dann der Hass auf alles was Juedisch ist? Religionen spielen immer wieder eine Gewaltige Rolle und genau da sollten auch endlich einmal deutsche Schulen mit ihrem Beispiel vorangehen und eben eine Bildung ohne religioese Beschraenkungen, Apathien, Anwandlungen ermoeglichen.

          Kinder haben ein Recht auf Bildung ungeachtet ihrer Herkunft. Gerade Lehrer die eine wichtige Schluesselposition in der Erziehung von Kindern besitzen sollten hier mit gutem Beispiel voran gehen und als Familie zB in einem Raum zusammenruecken, damit dadurch Platz geschaffen wird fuer Hilfesuchende! Wir tun selbiges uebrigens hier auch!

          „Dass aus Nachbarn Freunde werden,
          dafür setzen wir uns ein“

          INSPIRE TO SHARE! sollte das Motto eines jeden Lehrers sein!

          Dab Dab Dabe du da-dab ..

          https://www.youtube.com/watch?t=75&v=N83HF0ru_aw

          Viel Spass beim Singen mit Euren Schuelern – Es macht uebrigens riesig Spass eben diesen Song auch in Bewegung umzusetzen und das geht auch ohne Nachhilfe Lehrer fuer Lehrer 🙂

          Hier ne Version mit Text sum mitsingen
          https://www.youtube.com/watch?v=TjE71tdAX0A

  17. Mir gefällt es auch, wo ich bin.

  18. @ Andi: Leider haben sie sich wieder geirrt, es sei denn, der Mississippi fließt auf einmal durch den Schwarzwald. Ich bin gerne Lehrerin an einer staatlichen Schule in einem schwäbischen Dorf. Es zählt nicht, wo man ist, sondern wer man ist.

    • Irren ist menschlich und das ist gut so. Klar fliesst der Mississippi auch im Schwarzwald, das weiss doch jeder Geographie Lehrer 🙂 oder?
      So hat der Mississippi erst letzten Monat in Dad Duerrheim fuer Freude und auch kulturelle Abwechslung gesorgt.
      http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-duerrheim-mississippi-am-salinensee-begeistert.348379b1-722c-4e56-ad89-764b9fba031a.html
      oder man besuche mal das Regionen Theater in Simmersfeld denn auch da fliesst hin und wieder der Mississippi eine grosse Rolle.
      http://www.abnobamons.de/
      Die machen auch viele sogar kostenlose Angebote fuer Lehrer, damit die sich besser informieren und über die diversen Stücke mehr lernen können.
      http://www.horb.de/de/Stadt+B%C3%BCrger/Aktuelles/Veranstaltungen/Veranstaltung?view=publish&item=eventDate&id=1852
      und auch in Horb fliesst er am Rande des Schwarzwaldes
      Dank der Reiselust von Mark Twain kam der Mississippi recht oft seither n den Schwarzwald.
      http://www.badische-zeitung.de/literatur-1/mark-twain-der-amerikaner–29737872.html
      Es ist nicht so wichtig, wo man herkommt, sondern wo man hingeht. … dab dab dabe du da dab .. etc.
      Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man da läßt.z.B. fuer unsere Jugend
      Es ist nicht wichtig, mit wem man lebt, sondern für wen.
      Es kommt nicht nur darauf an was man sagt sondern wie man es sagt. Und genau da scheitern bereits die meisten Unterrichtsstunden beim ersten Wort des Lehrers, teilweise schon davor!
      Es ist nicht wichtig, was du weißt, sondern wen du kennst, und das wird oft leider unterschätzt – dazu versucht das „Aufeinander zugehen“ in dem Song hinzuweisen
      und es ist vor allem nicht wichtig, was du betrachtest, sondern was du siehst. Und viele Schüler und leider auch Lehrer sind anscheinend nur noch smart mit phone.
      Es ist nicht wichtig, an was, sondern daß man glaubt und dass man vor allem den Glauben an sich selbst und auch an andere nicht verliert. Jeder der einmal geflogen ist kennt ja die Nachhilfe die er von den Stewardessen erhält. Die weisen immer ausdrücklich darauf hin dass man zuerst einmal selber die Maske aufziehen soll, bevor man versucht den andern zu helfen, denn scheitert der versuch anderen zu helfen ohne dass man selber die Maske trägt, geht einem selber oft die Luft aus. Genau das passiert bei immer mehr Lehrern die eben nicht diesem simplen rat folgen, obwohl sie schon oft geflogen sind und sie finden sich dann mit einem so genannten Burnout wieder in der Psychiatrie! Schade!

      • Ich bin schon erstaunt, dass Sie trotz Ihres vielfältigen beruflichen Engagements und Ihrer Zeit für Ihre Familie hier noch seitenlange Posts mit diversen Links absetzen können.
        In meiner aktiven Zeit wäre ich dazu nicht in der Lage gewesen.

        • Vermutlich ist das anders in einem Land, das noch nicht von einer Überfülle konsumorientierter Freizeitangebote geprägt ist.
          Auch unsere Vorfahren schrieben einander lange Briefe, bis etwa 1990 war das üblich.

          • Danke, exakt das ist der Fall, wir scheuen kaum Fern, ab ca 18:30 wird es hier dunkel jeden Tag im Jahr, und hinzu kommt dass man ja irgend was tun moechte, wenn man wartet bis dass die Kids wieder fertig sind von ihrem taeglichen 2 Stunden Karate oder Jiu Jitsu Training. Dank zahlreicher Wifi Hotspots auf Phuket ist man daher mit der Welt verbunden und relaxed.

      • Schade, dass Sie viel Richtiges sagen, aber mit der schlitzohrigen und eitlen Art, wie Sie es präsentieren, wenig Bereitschaft zum Zuhören wecken.

        • Das mag der ein oder andere in der Tat so sehen doch ich denke dass man Probleme niemals mit derselben Denkweise lösen kann, durch die sie entstanden sind. Das wusste auch Albert Einstein schon.

          Die Lehrerschaft tut eigentlich recht gut daran nicht nur mir, sondern vor allem den Schülern und Eltern und ihren Bedürfnissen wesentlich besser zuzuhören, denn dadurch würden viele Probleme erst gar nicht entstehen und es wäre dann auch nicht nötig die Maske aufzusetzen und den Rest unter den Teppich zu kehren nur um sein Gesicht nicht zu verlieren.

          „If we falter and lose our freedoms, it will be because we destroyed ourselves.“ Abraham Lincoln.

          „The philosophy of the school room in one generation will be the philosophy of government in the next.“
          Abraham Lincoln.

          Let’s make a change!

  19. @ Andi: Okay, der Mississippi fließt tatsächlich im Schwarzwald. Man lernt nie aus.

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