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Erschreckend! – Viele Männer haben Fantasien zu sexuellen Handlungen mit Kindern

REGENSBURG. Rund 4,4 Prozent der für ein Forschungsprojekt der Uni Regensburg befragten Männer gaben an, sexuelle Fantasien mit Kindern zu erleben. Gefahren drohen Kindern und Jugendlichen jedoch eher in Chat-Räumen.

Fast jeder 20. Mann hat pädophile Tendenzen. Das geht aus einer umfangreichen Studie zum Missbrauch von Kindern und Jugendlichen hervor, die jetzt in Regensburg veröffentlicht wurde. Demnach berichteten 4,4 Prozent der mehr als 8700 befragten Männer über Fantasien zu sexuellen Handlungen mit Kindern im Alter von zwölf Jahren und jünger. «Weniger als ein Mann unter 1000 erfüllt jedoch die diagnostischen Kriterien der Pädophilie», betonte die Projektleiterin Janina Neutze am Freitag in Regensburg.

Kinder sollten über die Risiken des Internets aufgeklärt werden, um sie vor sexuellem Missbrauch zu schützen. (Symbolbild) Foto: goldsardine / Flickr (CC BY-ND 2.0

Kinder sollten über die Risiken des Internets aufgeklärt werden, um sie vor sexuellem Missbrauch zu schützen. (Symbolbild) Foto: goldsardine / Flickr (CC BY-ND 2.0

Fast vier Jahre lang hatten Psychiater und Psychologen von Universitäten aus Regensburg, Hamburg, Bonn, Dresden, Ulm sowie aus dem finnischen Turku an dem Projekt gearbeitet. Für die vielen verschiedenen Studien hatten sie anonyme Internet-Interviews mit 28 000 Erwachsenen und mehr als 2000 Kindern und Jugendlichen geführt. Das Bundesfamilienministerium finanzierte die Untersuchung mit zweieinhalb Millionen Euro.

Ein Schwerpunkt war die Bedeutung von Internet-Chaträumen als Kontaktbörse. Von mehr als 2200 befragten erwachsenen Internetnutzern hatten 5,3 Prozent im Internet Kontakt zu Minderjährigen mit sexuellem Inhalt. Dabei gaben viele Erwachsenen ein falsches Alter an; jünger als 18 Jahre machten sie sich aber nicht. «Oft gibt es einen längeren Internet-Kontakt ohne sexuellen Inhalt», erläuterte Neutze. Es werde zunächst Vertrauen aufgebaut.

Kommt es dann zu sexuellen Inhalten, haben die Opfer Schwierigkeiten, den Kontakt abzubrechen, wie die Expertin erklärte: «Die Kinder und Jugendlichen bleiben dabei, weil sie neugierig sind. Im Rahmen ihrer sexuellen Entwicklung nutzen sie das Internet, um erste Erfahrungen zu sammeln.» Sie fühlten sich dort vermeintlich sicher und unterschätzten die Gefahren. Besonders gefährdet sind Kinder, denn: «Kam es zu einem Treffen nach dem Internet-Kontakt mit einem Kind, kam es auch immer zu einem Missbrauch.»

Zur Prävention von sexuellem Missbrauch forderte die Leiterin der Studie eine bessere Aufklärung von Kindern über die Risiken des Internets sowie eine offene Debatte, in die Eltern und Lehrer stärker einbezogen werden sollten.

Nur wenige Therapeuten seien bereit, mit Pädophilen zu arbeiten, sagte Neutze. Die Studie habe auch ergeben, dass es an qualifizierten Behandlungen für die Opfer fehle. (dpa)

4 Kommentare

  1. Warum „erschreckend“? Müssen wir nicht Toleranz zeigen mit sexuellen Minderheiten? Jedenfalls verstehe ich die neuen Bildungspläne so mit ihrem Leitfaden „sexuelle Vielfalt“.
    Soll es jetzt etwa eine Einteilung in „gute“ Minderheiten und „schlechte“ geben?
    Das wäre eine unerhörte Diskriminierung eines Gender-Geschlechts, das noch nicht einmal zu den kleinsten gehört. Und warum diese Intoleranz, wo ein Sexualpapst wie Herr Amendt, der sogar die Bildungspolitik in sexualpädagogischen Fragen berät, der Ansicht ist, dass sich Kinder gern auf sexuelle Handlungen mit Erwachsenen einlassen, dass die Generationengrenze also unnatürlich sei? Allerdings sollte der Sex einvernehmlich sein, meint Herr Amendt.
    Damit rechtfertigt er als einflussreicher „Wissenschaftler“ nachträglich indirekt die Grünen und deren Vorgängerin AS (Alternative Liste) in ihren Forderung nach Freiheit für jede Form der Sexualität, nicht zuletzt der pädophilen.
    Was heute noch als „erschreckend“ gilt, wird morgen garantiert in den Kanon der Toleranzen aufgenommen. An der Gesellschaftsfähigkeit der Pädophilie muss nur noch ein wenig gebastelt werden. Das sollte aber eine Kleinigkeit sein angesichts der Tatsache, dass uns schon andere dicke Brocken angedreht wurden als Gebot von Toleranz und Zeichen für eine weltoffene, aufgeschlossene (grüne) Gesellschaft.

    http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/missbrauch-bei-den-berliner-gruenen-paedophilie-in-kreuzberg-es-wollte-keiner-hoeren/11823438.html

    • Wenn man den Ansatz der sexuellen Vielfalt konsequent zuende denkt, gehören die Pädophilie, die Zoophilie und die Objektsexualität tatsächlich dazu. Daher müssen sie im zeitlich gleichen Rahmen wie die Heterosexualität und ohne erhobenen Zeigefinger im Unterricht thematisiert werden. Am besten spielt man das wohl auch in diesem Forum bekannte Hackfleisch-Gespräch von Domian in der dritten Klasse ab. Die überzeugten Genderisten sollten folglich mal über die Unsinnigkeit und Inkonsequenz ihrer Einstellung intensiv nachdenken.

      ( Nebenbei: Ist es schon Objektsexualität, wenn jemand Partner eines Menschen ist, der sich selbst als geschlechtslos bezeichnet ?!? )

      • Auf der Homepage des Bundesfamilienministeriums wird der Genderansatz erläutert. Er bedeutet, sich bei allen gesellschaftlich relevanten Entscheidungen Gedanken darüber zu machen, ob sie geschlechterabhängige Konsequenzen haben oder Ergebnis von Geschlechterdifferenzierungen sind. „Gender“ heißt nicht, wie so gern kolportiert wird, unreflektierte Gleichmacherei. Und ist erst recht kein Aufruf zur Etablierung von allerlei Perversionen. Im Gegenteil: im sexuellen Bereich bedeutet „Gendergerechtigkeit“ durchaus, überkommene Rollenvorstellungen zu überdenken. Und das ist in vielen Bereichen auch angebracht. Unsere Sexualkultur ist leider immer noch von sehr menschenfeindlichen Überzeugungen geprägt. Unter der Männer genauso leiden wie Frauen.

    • Ich weiß nicht, welchen Herrn Amendt Sie meinen. Aber Günter Amendt, der Autor des Bestsellers „Sexfront“ warnte schon vor 35 Jahren vor der Propaganda der Pädophilenlobby. In einer Diskussion, die er mit Alice Schwarzer führte und die diese unter der Überschrift „Wie frei macht Pädophilie“ in der „Emma“ veröffentlichte.

      Was die Debatte zur „Sexualpädagogik der Vielfalt“ betrifft: selbst in dessen Grundlagenwerk mit gleichnamigem Titel ruft niemand dazu auf, sexuelle Aktivitäten zwischen Erwachsenen und Kindern zu entkriminalisieren geschweige denn zu propagieren. Aber das Buch hat Schwächen: dem Themenfeld „sexueller Missbrauch, sexuelle Ausbeutung“ wird zu wenig Platz eingeräumt. Denn in jeder durchschnittlichen Oberschulklasse sitzen mindestens drei SchülerInnen, die Opfer von strafrechtlich relevantem Missbrauch wurden. Auch Betroffene haben ein Recht auf ein normales Leben. Und dazu gehört auch Sexualität. Missbrauchserfahrungen sind ein Bestandteil der ganz normalen sexuellen Vielfalt.

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