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Kinderschutzbund rät Kommunen abgesichts der vielen Flüchtlingskinder: Geplante Schulschließungen aussetzen!

Der Kinderschutzbund hat die Kommunen angesichts der großen Zahl junger Flüchtlinge aufgefordert, geplante Schließungen von Schulen und Jugendtreffs erst einmal zu verschieben. Es sei falsch, jetzt an überholten Plänen festzuhalten und Altersheime statt Kindertagesstätten zu bauen, sagte der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers in Berlin. Um «eine bedarfsgerechte Infrastrukturpolitik» zu ermöglichen, bräuchten die Kommunen für ihre Planung aktuelleres Datenmaterial vom Bund zur demografischen Entwicklung. Flüchtlinge seien eine Chance und ein «Segen» für die inzwischen schon teilweise «kinderentwöhnte» deutsche Gesellschaft, sagte Hilgers.

Flüchtlingskind aus Afghanistan. Foto: Tracy Hunter / flickr (CC BY 2.0)

Flüchtlingskind aus Afghanistan. Foto: Tracy Hunter / flickr (CC BY 2.0)

Um die Fehler der 70er Jahre nicht zu wiederholen, als von «Gastarbeitern» gesprochen und deren Integration versäumt worden sei, hält es Hilgers für wichtig, nicht zwischen Einwanderern und Kriegsflüchtlingen zu unterscheiden. Auch mit den syrischen Kriegsflüchtlingen sollte man umgehen, «als wären sie Einwanderer».

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks (Unicef) sind seit Beginn des Konflikts in Syrien 2011 etwa zwei Millionen Kinder von dort geflohen. Ein Grund für die aktuelle Fluchtbewegung nach Europa sei fehlende humanitäre Hilfe. Das Kinderhilfswerk hat bisher weniger als die Hälfte der 903 Millionen US-Dollar (807 Mio Euro) erhalten, die es dieses Jahr für die Syrien-Hilfe veranschlagt hatte. dpa

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