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Neue Runde im Tarifstreit: Erzieherinnen dringen auf Nachbesserungen

ERFURT. Fast 150 Erzieherinnen haben im aktuellen Tarifstreit mit Flashmobs in Erfurt, Gotha, Jena, Suhl und Weimar auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Unter dem Motto «TatOrt Bildung. Erziehung liegt flach» legten sie sich am Montagnachmittag auf öffentliche Plätze, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Damit traten sie für Nachbesserungen beim bisherigen Verhandlungsstand ein, etwa obere Gehaltsstufen stärker anzuheben und die Berufserfahrung beim Wechsel des Arbeitgebers in vollem Umfang anzurechnen.

In dem Tarifstreit sollten am Montag Arbeitgeber und Gewerkschaften wieder zu Verhandlungen in Hannover zusammenkommen. Es wurde erwartet, dass sich die Gespräche bis Dienstag hinziehen. Verdi fordert, dass die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände gegenüber der Schlichtungsempfehlung vom Sommer noch etwas drauflegt. Doch dazu sind die kommunalen Arbeitgeber nicht bereit.

Die Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Thüringen, Sylvana Donath, warnte vor den Folgen weiterer Zugeständnisse. «Wenn man zu sehr das Maß überzieht, dann hat das Konsequenzen zur Folge, die sich auch die Gewerkschaft nicht wünschen würde», sagte sie MDR Info. Dann könnte etwa eine Vielzahl Kindergärten auf freie Träger ausgegliedert werden.

Rückendeckung erhielten die Erzieherinnen von der Linken im Landtag. «Wir erwarten von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände ein verhandlungsfähiges Angebot, welches eine sichtbare Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes beinhaltet», erklärte deren Bildungsexperte und frühere GEW-Landeschef Torsten Wolf. dpa

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