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Weil sich ihr Gehirn schneller entwickelt, haben Mädchen im Sprachunterricht einen Vorteil

EICHSTÄTT. Der Eindruck täuscht nicht: Mädchen sind in sprachlichen Fächern ihren männlichen Mitschülern um einiges voraus. Der Forscher Heiner Böttger von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt hat nun herausgefunden, dass es nicht nur mit der Förderung zu tun hat, sondern mit einem körperlichen Vorteil der Mädchen. In einer noch unveröffentlichten Studie zum Spracherwerb von Kindern und Jugendlichen, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt, schreibt Böttger: „Jungs haben keinen biologischen Nachteil, Mädchen entwickeln sich nur schneller.“

Kindergartenkind lesend

Mädchen haben in sprachlichen Fächern einen Vorteil gegenüber ihren männlichen Mitschülern. Der  Didaktiker Heiner Böttger fand heraus, dass sich die entscheidenen Gehirnzellen bei Mädchen früher entwickeln. Foto: Navy Hale Keiki School /Flickr (CC BY 2.0)

Für seine Erhebung habe er die Hirnaktivität bei Vier- bis Neunjährigen gemessen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Mit dem Ergebnis, dass sich im besagten Alter die für das Lesen und Schreiben zuständigen Gehirnzellen hormonell unterschiedlich entwickeln – bei Mädchen viel früher als bei Jungs. „Der Vorsprung der Mädchen kann bis zu drei Jahr betragen“, sagt Böttger. Er zieht das Fazit, dass Lehrer geschult werden müssten, damit Jungs im Sprachenunterricht nicht frühzeitig zurückfallen. Die Information über physiologische Unterschiede zwischen Geschlechtern müsse daher in der Lehrerbildung vorkommen.

Laut SZ-Informationen zeigt die Studie aber nicht nur, dass Jungen im Vor- und Grundschulalter speziell gefördert werden müssten, um sprachlich mitzuhalten. Sie deute auch darauf hin, dass Mädchen mehr leisten könnten, wenn sie mehr gefordert würden. Böttger schreibt dazu in seiner Arbeit: „Wir dürfen die Mädchen nicht kleinhalten.“ Er befürchtet, dass Mädchen im jungen Alter im gleichen Tempo wie männliche Klassenkameraden unterrichtet werden, obwohl sie aufgrund ihres bereits weiter entwickelten Gehirns viel mehr Möglichkeiten hätten. n4t

4 Kommentare

  1. Also wie war das? „Jungs haben keinen biologischen Nachteil,“ sondern Mädchen haben einen körperlichen Vorteil.
    Aha.

    • Nein, Jungs und Mädels sind alle gleich. Fragen Sie die Genderisten.

      Und weil sich die Mädels schneller entwickeln, brauchen wir Mädchenförderung, Girls Days usw..

  2. Meine Jungs sind in Englisch richtig gut. Und jetzt?

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