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Bildungsmaßnahmen für Flüchtlingskinder: Opposition fordert mehr Tempo von Kultusminister Spaenle

MÜNCHEN. Mit den von der bayerischen Landesregierung geplanten Bildungsmaßnahmen für Flüchtlinge zeigte sich die Opposition im Landtag weitgehend zufrieden, mahnt aber ein schnelleres Vorgehen an. Eine frühere Besetzung von Planstellen sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich, betont dagegen Kultusminister Spaenle.

Ungewohntes Lob von der Opposition: Politiker der SPD, der Grünen sowie der Freien Wähler haben am Donnerstag die Bildungsmaßnahmen für Flüchtlinge von Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) gelobt. «Aber der Teufel steckt halt immer im Detail», sagte Margit Wild (SPD) im Bildungsausschuss. Die Opposition kritisierte, dass erst zum Schuljahresbeginn 2016/2017 und dann auf drei Jahre befristet 1079 neu geschaffene Planstellen besetzt werden sollen. Insgesamt schafft der Freistaat wegen der Flüchtlingskrise ab Januar 1700 Lehrerstellen.

Wie weit der derzeitige Planhorizont später der realen Entwicklung nachkomme, wisse er nicht: Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle gab sich realistisch. Foto: Sigismund von Dobschütz / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Wie weit der derzeitige Planhorizont später der realen Entwicklung nachkomme, wisse er nicht: Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle gab sich realistisch. Foto: Sigismund von Dobschütz / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Thomas Gehring, bildungspolitischer Sprecher der Grünen, nannte den späten Zeitpunkt der Einstellung «unverständlich». Auch Michael Piazolo von den Freien Wählern forderte «größtmögliche Flexibilität» bei der Einstellung. Spaenle hingegen sagte, früher sei eine Besetzung der Planstellen aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

«Bayern hat ein umfassendes Konzept», sagte der Minister. Dieses sehe etwa vor, dass das Angebot der Sprachkurse von derzeit vier auf alle Erstaufnahmeeinrichtungen ausgeweitet wird. Außerdem rechnet die Staatsregierung damit, dass die Zahl der Übergangsklassen von 470 zum Schuljahresbeginn 2015/2016 innerhalb von zwölf Monaten auf 1600 steigt. Parallel soll die Zahl der Berufsintegrationsklassen von 440 auf 1200 zulegen. «Das ist der Planhorizont. Wie weit der Planhorizont dann der realen Entwicklung nachkommt, wissen wir nicht», sagte Spaenle. (dpa)

zum Bericht: Flüchtlinge: Bayerische Lehrerverbände fordern neue Schul- und Betreuungskonzepte

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