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Die meisten Berliner Schüler schafften Mittleren Schulabschluss

BERLIN. Die meisten Schüler an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien in Berlin haben im letzten Jahr ihren Abschluss nach der 10. Klasse geschafft. Im Vergleich zum vorhergehenden Jahr sind die Zahlen nahezu gleich geblieben.

94 Prozent der Berliner Schüler an Gymnasien und Integrierten Sekundarschulen haben den Schulabschluss am Ende der Jahrgangsstufe 10 geschafft. Das waren rund 29 000 Schülerinnen und Schüler, wie die Bildungsverwaltung mitteilte.

94 Prozent der Berliner Schüler an Gymnasien und Integrierten Sekundarschulen schafften ihren Mittleren Schulabschluss. Foto: Melanie Jedryas / pixelio.de

94 Prozent der Berliner Schüler an Gymnasien und Integrierten Sekundarschulen schafften ihren Mittleren Schulabschluss. Foto: Melanie Jedryas / pixelio.de

Dabei unterschieden sich die Ergebnisse kaum von denen aus dem vorangegangenen Schuljahr, hieß es. 97 Prozent der Gymnasiasten schafften den Mittleren Schulabschluss (MSA), 420 scheiterten. An den Integrierten Sekundarschulen konnten 64 Prozent den MSA schaffen, 11 Prozent machten gar keinen Abschluss. (dpa)

2 Kommentare

  1. Mal wieder werden Prozente und absolute Zahlen wild durcheinander gewürfelt. Die absoluten Zahlen habe ich mal schnell ausgerechnet:

    420 oder 3% der Gymnasiasten schafften keinen MSA, insgesamt gibt es 14000 Gymnasiasten
    15000 Schüler besuchten die integrierte Sekundarstufe, davon 9600 mit MSA und 1650 ohne Abschluss.
    Letztere sind etwa 5,7% aller Schüler.

    Beim flüchtigen Lesen fällt in dem Artikel der kleine aber feine Unterschied zwischen „ohne MSA“ und und „ohne Abschluss“ kaum auf. Keinen MSA nämlich 5820 oder etwa 20% der Berliner Schüler. Die Schüler ohne Abschluss sind darin enthalten.

    • Wahrnehmungsproblem; die meisten Leser interpretieren vermutlich genauso wie der Autor des Artikels den HSA sowie den erweiterten HSA als Nichterreichen eines Schulabschlusses. Die Frage ist doch, wie viele der 5820 Schüler einen Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder Klasse 10 erreicht haben. Die de facto Abschaffung der Hauptschulen als Schulform bedeutet ja nicht, dass der HSA als Schulabschluss de jure wegfällt. Wer sich mit den Versezungs- und Abschlussbestimmungen der einzelnen Bundesländer auskennt, weiß auch, dass selbst die Gymnasien einen HSA nach Klasse 9 vergeben könnten, wenn das Notenbild nichts Anderes hergibt. Sie müssen dies in der Regel nicht tun, da das entsprechende Schülerklientel zumeist im Vorfeld „entsorgt“ – sprich abgeschult – wird.

      Für alle anderen Schulformen (also nicht die GY, die dem G8 unterliegen) gilt nämlich die Versetzung von Klasse 9 nach Klasse 10 als Erreichen des HSA. Dies ist de jure auch der Grund, warum selbst an integrierten Gesamtschulen, in denen die Schüler bis Klasse 9 von einer Jahrgangsstufe zur nächsten übergehen und nicht versetzt werden, die Versetzung in den 10. Jahrgang erreicht werden muss. Der HSA nach Klasse 9 gilt bundesweit (noch) als berufsqualifizierender Schulabschluss. Da in den allermeisten Bundesländern die Schulpflicht erst am Ende des Schuljahres erreicht wird, in dem ein Schüler 18 Jahre alt wird, erreichen viele Schüler ihren Hauptschulabschluss an einer Berufsschule durch erfolgreiches Absolvieren des Berufgrundschuljahres oder des Berufvorbereitungsjahres. Die Frage bleibt also, wie viele der Schulabgänger, die nach der 10. Klasse die Sekundarstufe I einer allgemeinbildende Schule verlassen, mit 18 Lebensjahren noch immer keinen Schulabschluss haben. Nur diejenigen sind es, die das Schulsystem ohne Abschluss verlassen.

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