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Hunderte Menschen protestieren in Sachsen-Anhalt gegen Lehrermangel

Mehrere Hundert Menschen haben am Donnerstag in Halle gegen die Bildungspolitik des Landes protestiert. Studenten, Schüler, Lehrer und Mitarbeiter von Hochschulen machten bei strömenden Regen bei einer Demonstration und einer Kundgebung ihrem Unmut lautstark Luft. «Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut» und «Wir wollen lernen» war zu hören. Auf Transparenten hieß es unter anderem «Ohne Bildung keine Zukunft» und «Bildung heißt der Blick auf’s Ganze».

Die Demonstranten beklagten insbesondere einen Mangel an Lehrkräften und sprachen von einem massiven Unterrichtsausfall an Schulen zulasten der Kinder. «So geht es nicht weiter, wir wollen eine andere Bildungspolitik», sagte ein Sprecher des Aktionsbündnisses, das die Proteste organisiert hatte.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte zu einem landesweiten Aktionstag unter dem Motto «Bildung gemeinsam gestalten» aufgerufen. Landesvorsitzender Thomas Lippmann sagte, nicht einmal jede fünfte Schule in Sachsen-Anhalt habe eine ausreichende Unterrichtsversorgung. «Die Landesregierung bildet einfach nicht genügend Lehrkräfte aus und stellt nicht genügend ein.»

Zudem rief Lippmann vom Marktplatz in Halle unter dem Beifall der Teilnehmer in Richtung Magdeburg: «Wir lassen uns nicht von der Ignoranz der Landesregierung hindern. Wir kommen immer wieder.»

In Sachsen-Anhalt hat es seinen Angaben zufolge seit zwei Jahren immer wieder Proteste gegen die Bildungspolitik des Landes gegeben. In Magdeburg sollte am Nachmittag nach Gewerkschaftsangaben vor dem Landtag ein Zeichen gegen Kürzungen in der Hochschullandschaft gesetzt werden. dpa

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