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Jetzt im Kino: Dokumentarfilm über „Malala – ihr Recht auf Bildung“ – Kostenlose Tickets für Schulen

DÜSSELDORF. Ab sofort ist die Dokumentation „MALALA – Ihr Recht auf Bildung“ über die gleichnamige Schülerin und jüngste Friedensnobelpreisträgerin der Welt bundesweit in den Kinos zu sehen. Ab Ende Oktober können außerdem 11.000 Lehrer und Schüler  den Film kostenlos sehen.

„MALALA – Ihr Recht auf Bildung“ ist ein Portrait der Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, die in ihrer Heimat Pakistan von den Taliban auf die Todesliste gesetzt wurde. Malala war auf dem Weg nach Hause im Swat Tal, als sie in ihrem Schulbus von einem Schuss in den Kopf schwer verletzt wurde. Die damals 15-Jährige, die im Juli 2015 achtzehn Jahre alt wurde, geriet zusammen mit ihrem Vater in den Fokus der Taliban, weil sie sich für das Recht auf Bildung von Mädchen einsetzen. Das Attentat entfachte einen weltweiten Aufschrei der Empörung. Malala überlebte und ist jetzt als Mitgründerin des Malala Fund eine global agierende Aktivistin für das Recht von Mädchen auf Bildung.
Der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer Davis Guggenheim (Eine unbequeme Wahrheit, Waiting for Superman, It Might Get Loud) zeigt, wie Malala, ihr Vater Ziauddin Yousafzai und ihre Familie, den Kampf für das Recht auf Bildung aller Mädchen weltweit unterstützen. Der Film gibt uns einen umfassenden Einblick in das Leben dieses außergewöhnlichen jungen Mädchens – von der engen Beziehung zu ihrem Vater, der ihre Leidenschaft für Bildung entfacht hat, über ihre mitreißenden Reden vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN), bis zu ihrem Alltag – mittlerweile in England – mit ihren Eltern und Brüdern. Der Film ist aus unterschiedlichen Gründen sehenswert: Interessant ist der Blickwinkel auf die Taliban aus der Sicht einer Betroffenen, die widersprüchliche Beziehung zwischen Malala und ihrem Vater und die Bedeutung von Bildung aus der Sicht von Menschen, für die das nicht selbstverständlich ist.

Die jüngste Friedensnobelpresiträgerin der Geschichte- Malala ist nich nciht mal 18.

Die jüngste Friedensnobelpreisträgerin der Geschichte – Malala Yousafzai ist noch nicht mal 18. (Foto: 20th Century Fox)

Erst schrieb sie unter Pseudonym
Malalas Geschichte beginnt damit, das sie mit elf Jahren anfing, in einem Blog der BBC darüber zu schreiben, wie brutal die pakistanischen Taliban Mädchen daran hinderten, Schulen zu besuchen. Malala schrieb unter einem Pseudonym – das 2011 wegen ihrer Nominierung für den Internationalen Kinder-Friedenspreis aufgedeckt wurde. 2012 schoss ihr ein Taliban auf dem Weg von der Schule nachhause in den Kopf und den Hals. Ärzte retteten dem schwerverletzten Mädchen das Leben.

Ihre Geschichte soll auch Kindern und Jugendlichen in Deutschland näher gebracht werden. Deshalb startet ab dem 22. Oktober eine besondere Initiative: Schülerinnen und Schüler in allen 16 Bundesländern sollen die Möglichkeit haben, den aktuellen Dokumentarfilm über die mutige Aktivistin in Schulvorstellungen zu sehen. Dafür werden 11.000 kostenlose Kinokarten zur Verfügung gestellt. Es lohnt sich, schnell zu sein, denn die Ticketvergabe erfolgt hier unter dem  „first come, first served“ Prinzip und nur solange der Vorrat reicht.

Für das Schulprogramm hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die Patenschaft übernommen. Sie sagt: „Alle Kinder haben Rechte. Malala Yousafzai ist in ihrer Heimat für das Recht von Mädchen auf Bildung eingetreten und wäre dafür fast getötet worden. Der Mut von Malala ist beeindruckend und macht Kindern und Erwachsenen Mut, sich für Kinderrechte einzusetzen. Ich finde es gut, dass Schülerinnen und Schüler diesen Film kostenlos sehen können.“ Nina Braun

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Gemeinsam mit der Twentieth Century Fox veröffentlicht VISION KINO ein Filmheft für die Bildungsarbeit mit Schülerinnen und Schülern ab der 7. Klasse. Der Dokumentarfilm MALALA – IHR RECHT AUF BILDUNG bietet eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten für den Unterricht in verschiedenen Fächern. Neben einer Annäherung an die  Persönlichkeit Malala Yousafzai geht es darin um die Ausleuchtung verschiedener thematischer Bezüge wie die historisch-politische Situation in Pakistan, das zentrale Thema Bildung sowie um die Rolle von Mädchen und Frauen in islamischen Ländern. Das besondere Verhältnis von Malala zu ihrem Vater und ihr Aufstieg zu internationaler Prominenz werden teils kontrovers diskutiert. Hierzu werden verschiedene Positionen und Textauszüge angeboten. Schließlich geht es um die Erzählweise des Dokumentarfilms, um die in diesem Fall emotionale Erzählweise und dramaturgische Anlage des Films.

Der Trailer zum Film

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