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Sportlicher Professor: Rheinschwimmer Fath will in den USA erneut kraulen

STUTTGART. 1231 Kilometer hat Chemie-Professor Andreas Fath bei seiner Aufsehen erregenden Längs-Rheindurchquerung zurückgelegt. Im kommenden Jahr will er nun im Tenessee River eine ähnliche Strecke in Angriff nehmen.

Der deutsche Rheinschwimmer und Wasserforscher Andreas Fath (50) kann es nicht lassen: Nach dem Schwimm-Marathon für die Wissenschaft im vergangenen Sommer den Rhein runter plant der Chemieprofessor der Hochschule Furtwangen eine ähnliche Aktion in Nordamerika. Womöglich schon im nächsten Jahr wolle er auf Einladung befreundeter Forscher den gut 1000 Kilometer langen Tennessee River durchschwimmen und quasi als schwimmendes Labor Wasserproben nehmen, kündigte Fath am Donnerstag in Stuttgart an. Dort überreichte er den Neoprenanzug seines Rhein-Marathons dem Haus der Geschichte.

Chemie-Professor - und guter Schwimmer: Andreas Fath, Foto: Hochschule Furtwangen, Projekt Rheines Wasser.

Chemie-Professor – und guter Schwimmer: Andreas Fath, Foto: Hochschule Furtwangen, Projekt Rheines Wasser.

Der Spezialanzug, der Fath täglich acht Stunden im Wasser wärmte, habe Zeitgeschichte geschrieben und sei ideal für das Museum geeignet, sagte Ausstellungsleiterin Paula Lutum-Lenger. Und so fand er seinen Platz unweit vom Ball des Spiels um Platz drei bei der Fußball-WM 2006 in Stuttgart. Für ihn sei der Anzug «Fluch und Segen zugleich» gewesen, sagt Fath. Er spüre noch immer eine Verletzung vom Verschluss im Nacken.

Im Sommer hatte Fath den Rhein auf 1231 Kilometern von der Quelle in den Alpen bis zur Nordsee-Mündung in Holland durchkrault, um für den Gewässerschutz zu sensibilisieren. Dabei habe er «etliche» Stoffe gefunden, die einfach nicht ins Wasser gehörten – synthetische Süßstoffe, Arzneimittel und Mikroplastik. «Wasser ist nur eine Leihgabe der Natur. Wir sollten es so zurückgeben, wie wir es entnommen haben», sagte Fath. Viele Stoffe könne man durch bessere Kläranlagen eliminieren, ist er sicher. Auch in den Küchen und Bädern daheim lasse sich vermutlich noch viel Verunreinigung zurückhalten. (dpa)

• zum Bericht: Einmal komplett den Rhein herunter: Ein Chemie-Professor geht schwimmen

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