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Wieder mehr Schulabbrecher in Sachsen-Anhalt

MAGDEBURG. Die Schulabbrecherquoten in Sachsen-Anhalt bleiben hoch. Im Sommer 2015 hätten 10,6 Prozent aller Schulentlassenen das allgemeinbildende Schulwesen ohne Hauptschulabschluss verlassen, so das statistische Landesamt.

Die Schulabbrecherquote in Sachsen-Anhalt ist gestiegen. In diesem Sommer hätten 1735 junge Menschen und damit 10,6 Prozent aller Schulabgänger keinen Hauptschulabschluss erreicht, teilte das Statistische Landesamt mit. Im Vorjahr waren es zehn Prozent. Beide Quoten liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von sechs Prozent, der in der jüngsten Studie der Bertelsmann Stiftung ermittelt wurde.

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Im Durchschnitt bestand jeder vierte Berliner Schüler die Berufsbildungsreife nicht. Foto: Alex Proimos / flickr (CC BY-NC 2.0)

Insgesamt verließen 16 296 Schüler im Sommer 2015 die allgemeinbildenden Schulen Sachsen-Anhalts. Davon erreichten 30 Prozent die Hochschulreife, rund 50 Prozent einen mittleren Abschluss und knapp zehn Prozent einen Hauptschulabschluss.

Von den Abgängerinnen und Abgängern ohne Hauptschulabschluss haben 696 das Abschlusszeugnis der Schule für Lernbehinderte erhalten, 237 den Bildungsgang für Geistigbehinderte beendet und 802 die Schule mit einem Abgangszeugnis verlassen. Die zuletzt genannten Schulentlassenen gingen ab, ohne den 9. Schuljahrgang ihres Bildungsganges erreicht oder erfolgreich absolviert zu haben. (dpa)

zum Bericht: Mehr ostdeutsche Schüler ohne Hauptschulabschluss – wegen höherer Leistungsanforderungen?

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