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Zu spät reagiert? – Regierung und Opposition streiten über Lehrermangel

MAGDEBURG. Regierung und Opposition im Landtag von Sachsen-Anhalt haben sich eine hitzige Debatte zur Bildungspolitik geliefert. Kultusminister Stephan Dorgerloh will in den kommenden Wochen 265 neue Lehrer einstellen.

Die Abgeordneten im Landtag haben sich eine hitzige Debatte zur Bildungspolitik geliefert. Die Opposition kritisierte, die Landesregierung habe viel zu spät auf einen Lehrermangel an den Schulen reagiert. Jetzt werde hektisch eingestellt, aber das komme zu spät, sagte der Linken-Abgeordnete Hendrik Lange. «Massiv fällt der Unterricht aus.» Jahrelang habe Sachsen-Anhalt Lehrer gut ausgebildet, aber dann nicht eingestellt, kritisierte Grünen-Fraktionschefin Claudia Dalbert. Jetzt gebe es nicht mehr genügend, die man einstellen könne.

Stephan Dorgerloh

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh will im kommenden Jahr 670 neue Lehrer einstellen. Foto: Kultusministerium Sachsen-Anhalt

Die SPD-Politikerin Katja Pähle erwiderte, es gebe niemanden, der das Problem nicht lösen wolle. Es sei unverantwortlich, den Menschen schnelle Lösungen zu versprechen. Es gehe um langfristige Prozesse. «Gehen Sie mit uns in die Schulen und begeistern Sie junge Menschen für den Lehrerberuf, aber für Sekundarschulen und Mathe, Physik und Chemie», forderte Pähle die Opposition auf. Das seien die Mangelfächer, bei denen bundesweit der Markt «leer gefegt» sei.

Laut Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) sollen im kommenden Jahr 670 Lehrer eingestellt werden, zudem 265 in den kommenden Wochen. Zudem werde die Zahl der Lehramtsstudienplätze an der Uni Halle im Wintersemester 2016 von 550 auf 700 aufgestockt. (dpa)

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