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Bergakademie Freiberg feiert Jubiläum – Gauck mahnt Weltoffenheit an

FREIBERG. Die Bergakademie Freiberg hat ihr 250-jähriges Bestehen gefeiert. Die Festredner rufen in der kleinen sächsischen Stadt zu Weltoffenheit auf.

Bundespräsident Joachim Gauck hat im sächsischen Freiberg Weltoffenheit und Mitmenschlichkeit angemahnt. Bei der 250-Jahr-Feier der TU Bergakademie Freiberg sagte Gauck, die Hochschule könne stolz sein auf ihre internationale Ausstrahlung. Eine solche Ausstrahlung gedeihe dort, wo Weltoffenheit, Freiheit des Denkens, Mitmenschlichkeit und Gastfreundschaft herrschen. «Wer ausstrahlen will in die Welt, muss sich bewusst sein, dass der Blick der Welt sich auch zurück auf Freiberg richten wird, auf Sachsen», sagte Gauck.

In Freiberg hatte es, wie in einer ganzen Reihe anderer sächsischer Städte auch, ausländerfeindliche Ausschreitungen gegeben. Ende Oktober hatten aggressive Demonstranten versucht, die Durchreise von Flüchtlingen in Freiberg zu blockieren.

Aktuell studieren an der Technischen Universität rund 5300 Studenten, 13 Prozent stammen laut Hochschule aus dem Ausland. Auch der Rektor der Hochschule, Prof. Klaus-Dieter Barbknecht rief dazu auf, weiterhin weltoffen und hilfsbereit zu sein. Die Terrorangst in Europa dürfe nicht dazu führen, «dass wir unsere über Jahrhunderte entwickelten zivilen Werte der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aufgeben». Diese Werte gebührten auch den Fremden, die friedlich in Deutschland Zuflucht suchten.

Die Bergakademie Freiberg genießt unter Montanwissenschaftlern weltweit einen guten Ruf. Die 1765 gegründete Lehranstalt gehört zu den ältesten ihrer Art. An der Hochschule wird zu Georohstoffen geforscht und gelehrt – von deren Erkundung, über den Abbau und die Verarbeitung bis hin zum Recycling. Gauck nannte die Arbeit der Bergakademie «ein Musterbeispiel für Wandlungs- und Modernisierungsfähigkeit, wie wir sie uns überall in Deutschland wünschen». dpa

Ein Kommentar

  1. Glückauf zum Jubiläum.

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