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Habermasschüler Axel Honneth bekommt Kulturpreis – „Verletzung menschlicher Würde durch systematisch versagte Anerkennung“

Der Sozialphilosoph Axel Honneth ist mit dem Ernst-Bloch-Preis der Stadt Ludwigshafen geehrt worden. Die nach dem aus Ludwigshafen stammenden Philosophen Ernst Bloch (1885-1977) benannte Auszeichnung wird für herausragendes wissenschaftliches oder literarisches Schaffen mit philosophischer Grundhaltung vergeben und zählt nach Angaben der Stadt zu den herausragenden Kulturpreisen in Europa. Honneth (66), der Direktor des Instituts für Sozialforschung an der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität, nahm die mit 10 000 Euro dotierte Ehrung am Freitag in Ludwigshafen entgegen.

In der Begründung der Jury heißt es, Honneths Leben und Werk stünden «wie bei keinem anderen bedeutenden Philosophen der Gegenwart» in der Tradition der Kritischen Theorie, die die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft kritisch analysiert. Honneth interpretiere die Kritische Theorie für die heutige Wirklichkeit philosophisch neu und formuliere mit Rückgriff auf Hegel «eine Gesellschaftskritik, die sich an Verhältnissen entzündet, in denen die menschliche Würde durch systematisch versagte Anerkennung verletzt wird».

Axel Honneth, geb. 1949, deutscher Philosoph, Schueler von Juergen Habermas, Leiter des Instituts fuer Sozialforschung an der Goethe-Universitaet in Frankfurt am Main

Axel Honneth, geb. 1949, deutscher Philosoph, Schueler von Juergen Habermas.

Honneth ist Mitherausgeber der „Deutschen Zeitschrift für Philosophie“, des „European Journal of Philosophy“ und der Zeitschrift „Constellations“. Seit März 2007 ist er außerdem Präsident der Internationalen Hegel-Vereinigung. Geboren 1949 in Essen, ist Axel Honneth Senior Professor für Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und seit 2001 geschäftsführender Direktor des dortigen Instituts für Sozialforschung. Seit  2011 ist er zudem Jack C. Weinstein Professor of the Humanities an der Columbia University in New York.

Der 2500 Euro verbundene Förderpreis ging an die 1982 in den USA geborene Schriftstellerin Ann Cotten («Fremdwörterbuchsonette»), deren Texte nach Ansicht der Jury gängige Erzählweisen überschreiten. Der Ernst-Bloch-Preis wird seit 1985 alle drei Jahre vergeben. dpa

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