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Tabakatlas: Der Beruf, in dem Männer mit am wenigsten rauchen – Gymnasiallehrer. Jugendliche rauchen seltener

HEIDELBERG. Die beiden Berufsgruppen in Deutschland, in denen am wenigsten geraucht wird, sind – bei den Männern jedenfalls – Hochschullehrer. Und: Gymnasiallehrer. Der Raucheranteil unter (männlichen) Hochschullehrern beträgt 13,2 Prozent, der unter (männlichen) Gymnasiallehrern 13,3 Prozent. Bei den Frauen sieht es etwas anders aus. Hier sind es Ingenieurinnen (8,0 Prozent) und Apothekerinnen (6,2 Prozent), die am wenigsten rauchen – Grund-, Hauptschul-, Realschul- und Förderschullehrerinnen sind mit 13,6 Prozent ebenfalls unter den zehn rauchfreiesten Berufen vertreten. Generell gilt: In „einfachen Dienstleistungsberufen“ wird demnach mehr geraucht als in „akademischen Berufen“. Dies geht aus dem „Tabakatlas 2015“ hervor, den das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg vorgestellt hat. Im Jahr 2013 sind in Deutschland rund 120.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums gestorben.

Jugendliche rauchen deutlich seltener als früher; Foto: Valentin Ottone / flickr (CC BY 2.0)

Jugendliche rauchen deutlich seltener als früher; Foto: Valentin Ottone / flickr (CC BY 2.0)

Sehr erfreulich: Immer weniger Jugendliche rauchen. Während das Rauchverhalten der 25- bis 69-Jährigen laut „Süddeutscher Zeitung“ seit 2009 weitgehend stabil blieb, sind die Raucherquoten unter jungen Erwachsenen und Minderjährigen stetig gesunken. Die höchsten Raucheranteile unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind in Ostdeutschland zu verzeichnen: In allen östlichen Bundesländern rauchen mindestens 30 Prozent der Jungen und jungen Männer. Spitzenreiter ist Sachsen-Anhalt mit mehr als 36 Prozent. Auch bei den Mädchen und jungen Frauen ist der Raucheranteil in Sachsen-Anhalt mit mehr als 30 Prozent am höchsten. Ende der Neunzigerjahre rauchten dem Bericht zufolge knapp 30 Prozent der Elf- bis 17-Jährigen, aktuell sind es nur noch zwölf Prozent. Unter den 15- bis 24-Jährigen griff 2013 etwa jeder Vierte zur Zigarette – knapp 26 Prozent der jungen Männer und 19 Prozent der jungen Frauen.

Auch bei den Jugendlichen schlägt sich der soziale Status nieder: Jugendliche aus Familien mit einem niedrigen sozialen Status rauchen häufiger und auch stärker als Gleichaltrige aus Familien mit einem hohen sozialen Status. Bedenklich: Neue Entwicklungen wie E-Zigaretten und E-Shishas werden besonders von Jugendlichen ausprobiert. Dem „Tabakatlas“ zufolge hat etwa ein Drittel der Zwölf- bis 17-Jährigen bereits Wasserpfeife geraucht, und ein Viertel hat E-Zigaretten ausprobiert. Die Krebsforscher warnen vor einem häufigen Konsum von Wasserpfeifen: Deren Rauch berge ein ähnliches Gesundheitsrisiko wie Zigarettenrauch. n4t

Hier geht es zum kompletten „Tabakatlas 2015“.

Ein Kommentar

  1. Die Genderisten können sich freuen: Der diskriminierend geringe Raucherinnenanteil unter den Lehrerinnen im Vergleich ihren männlichen Kollegen ist Geschichte.

    Alle anderen können sich (vollkommen zurecht) fragen, was uns diese Studie sagen soll.

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