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Lehrer in Deutschland verdienen überdurchschnittlich gut – das Lehrerdasein lohnt sich trotzdem nicht

DÜSSELDORF. Lehrer an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland verdienen überdurchschnittlich gut im Vergleich mit anderen Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Jedoch liegen Lehrergehälter im OECD-Durchschnitt unterhalb der Vergütung anderer Vollzeitbeschäftigter mit vergleichbarem Abschluss. Das sind Ergebnisse der OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2015“.

In vielen Staaten mussten Lehrer in den vergangenen Jahren Gehaltskürzungen hinnehmen. Foto: Fred Rockwood / flickr (CC BY-SA 2.0)

Lehrer verdienen im Durchschnitt der OECD-Länder weniger als andere vergleichbar ausgebildete Vollzeitbeschäftigte. Foto: Fred Rockwood / flickr (CC BY-SA 2.0)

Der OECD-Studie zufolge, die sich auf Zahlen aus dem Jahr 2013 bezieht, steigen die Gehälter im Bildungsbereich mit der Höhe der Bildungsstufe. Die gesetzlich beziehungsweise vertraglich vereinbarten Gehälter von Erziehern im Ü3-Bereich mit mindestens 15 Jahren Berufserfahrung und üblicher Qualifikation belaufen sich demnach im Durchschnitt auf 38.650 US-Dollar. „Die Qualifikationen sind insofern ‚üblich‘, als dass in einem bestimmten Jahr der größte Anteil der Lehrkräfte im System über diese Qualifikationen verfügte.“ Im Primarbereich verdienen Lehrer durchschnittlich 41.245 US-Dollar, im Sekundarbereich I 42.825 US-Dollar und 44.600 US-Dollar im Sekundarbereich II. Allerdings verweisen die Autoren darauf, dass die Unterschiede sich auch aus den jeweilig erforderlichen Berufsqualifikationen ergeben.

In Deutschland sind die Einstiegsgehälter der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen des Primarbereichs bis zur Sekundarstufe II am zweithöchsten – nach Luxemburg – unter allen OECD- und Partnerländern, für die Daten vorliegen. Eine Grundschullehrkraft mit den üblichen Qualifikationen verdient bei Berufseinstieg rund 51.390 US-Dollar, 42 Prozent mehr als ein Lehrer im OECD-Durchschnitt (29.810 US-Dollar). Deutsche Lehrende im Sekundarbereich I erhalten im Vergleich mit etwa 56.760 US-Dollar rund 45 Prozent mehr Gehalt (OECD-Durchschnitt: 31.010 US-Dollar) und Lehrer des Sekundarbereichs II verdienen 61.320 US-Dollar und damit 47 Prozent mehr als im OECD-Durchschnitt (32.260 US-Dollar). Pro Unterrichtsstunde verdient eine Lehrkraft im Sekundarbereich I und II mit 15 Jahren Berufserfahrung und den üblichen Qualifikationen durchschnittlich mindestens 90 US-Dollar. In Luxemburg beläuft sich das Gehalt pro Unterrichtszeitstunde auf allen Bildungsstufen auf mehr als 115 US-Dollar. Das durchschnittliche gesetzliche beziehungsweise vertraglich vereinbarte Gehalt je Unterrichtszeitstunde liegt im Primarbereich bei 53 US-Dollar, im Sekundarbereich I bei 63 US-Dollar und im Sekundarbereich II bei 71 US-Dollar.

Jedoch liegen die Lehrergehälter im Durchschnitt der OECD-Länder unterhalb des Gehalts, das andere ganzjährig Vollzeitbeschäftigte mit einem vergleichbaren Abschluss im Alter von 25 bis 64 Jahren verdienen. Erzieher im Ü3-Bereich und Grundschullehrer erhalten der Studie zufolge lediglich 78 Prozent dessen, Lehrkräfte im Sekundarbereich I 80 Prozent und Lehrer im Sekundarbereich II 82 Prozent. News4teachers

Zum Beitrag: A13 für (fast) alle: Schleswig-Holstein gleicht Lehrerbesoldung an – Grundschulen bleiben außen vor
Zum Beitrag: Junge Philologen fordern Grün-Rot auf, die Absenkung der Eingangsbesoldung zurückzunehmen

Titelbild: Luis Priboschek

24 Kommentare

  1. Luxemburg als Vergleichszahl nehmen …süß. Wie ist es im Vergleich zu Großbritannien?

  2. Lehrer ist (aus rein finanzieller Sicht) halt kein Beruf, sondern Berufung. In Deutschland wird das geringere Gehalt im Vergleich zur freien Wirtschaft durch das noch geringere Ansehen“(teil-) kompensiert“ — oder auch nicht.

    PS: Auch mit Beamtenstatus ist das Nettogehalt noch eher gering.

  3. Ich bin voll und ganz zufrieden !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Ich sage wieder, lieber mal in die Arbeitsbedingungen tüchtig investieren: weniger Bürokratie, kleinere Klassen, geringere Pflichstundenzahl (wobei: ohne die häufigen Vertretungen wäre die gegenwärtige Pflichtstundenzahl auch ok !!!). Mehr Rückhalt bei schwierigen Schülern. Weniger Formulare, Versammlungen, sonstige Auflagen und Berichte !!!!!!!!

    usw.-usf.

    • Richtig! Auch ich bin zufrieden mit meinem Gehalt und würde mir ebenfalls mehr Unterstützung und Erleichterung in all den von Ihnen genannten Punkten wünschen.
      Mehr Rechte und mehr Beistand gegenüber den Eltern stehen auch noch auf meinem Wunschzettel.

    • In den 50er Jahren bekam ein Volksschullehrer, vh mit zwei Kindern lächerliche 300 DM!!
      Ich weiß nicht, wie viel das heute mit dem Inflationsausgleich wäre.
      Mit meinem Gehalt war ich immer zufrieden. Von meiner Pension müssen heutzutage mehrköpfige Familien leben.

    • Ich bin mit meinem Einkommen ebenfalls zufrieden. Ich habe sogar auf eigenen Wunsch einige Stunden reduziert, weil ich auf das Geld nicht angewiesen bin. Meine Meinung zum generellen Lehrergehalt im Vergleich zu dem in der freien Wirtschaft ändert sich dadurch nicht.

    • Geringere Pflichtstundenzahl, weniger Formulare, weniger sonstige Auflagen und Berichte. Das heißt doch, dass Sie mit dem Gehalt nicht zufrieden sind. Denn wenn Sie das alles nicht mehr haben, müssen sie weniger für das gleiche Geld arbeiten, oder nicht. Also steigt damit ihr Stundenlohn.

      • Was nützt alles Geld, wenn ich mit den Arbeitsbedingungen meines Berufs unzufrieden bin und mir hier Änderung wünsche? Ein höheres Gehalt macht nicht zufriedener, wenn der Schuh woanders drückt?
        Es geht ja nicht nur um die Reduzierung bürokratischer Aufgaben.

      • @ GriasDi, ich verstehe Ihren Gedankengang, aber das finde ich ein bisschen absurd, was Sie da sagen (4.12., 10.51 Uhr).

        Verstehen Sie mich wirklich nicht? Ich wünsche mir nicht mehr Geld für die Mehrarbeit u.a., die uns da seit Jahren aufgebürdet wird, ich wünsche mir weniger von dieser Mehrarbeit u.a.

  4. Danke für die Bekräftigung. 🙂

  5. Man muss es schon ein bisschen differenziert sehen.
    Grundgehalt durchaus in Ordnung.
    Aber:
    Bedingungen im Umfeld sehr schlecht. Vergleichbare Beamte haben zum Beispiel eine Sekretärin/ ein Schreibbüro/ einen geschäftsführenden Beamten, der ihnen den Papierkram abnimmt bzw. erleichtert.
    Warum muss ein A13 Beamter Akten sortieren, Angebote einholen, Busse buchen, Sitzungen protokollieren…?
    Warum muss ich mir meinen Arbeitsplatz/ meine Fachliteratur/ den Großteil meiner technischen Ausstattung selbst finanzieren und kann das nicht einmal voll von der Steuer absetzen (Arbeitszimmer?)?
    Und die Berechnung des Lohnes für eine Unterrichtsstunde übersieht, dass bis zu 3 Überstunden pro Monat unentgeltlich zu leisten sind. Die Entlohnung für Überstunden ab der 4. Stunde in Höhe von etwa 24 € (in Bayern) entspricht etwa 25,50 $; also bei weitem nicht der o.a. Zahl.
    Wohl verstanden:
    Mein Beruf gefällt mir; ich bin gerne Lehrer und meine Schüler sind mit mir (weitgehend) zufrieden.
    Aber:
    Durch verbesserte Organisation, Herausnehmen unterrichtsferner Tätigkeiten, Verbesserung der Lehrerversorgung (letzten Monat hatte eine Kollegin in Teilzeit 24! Überstunden) könnte man ohne allzuviel Geld in die Hand zu nehmen das Arbeitsklima an den Schulen wesentlich verbessern!
    Aber das haben wir schon immer so gemacht! Mein Traum wäre das finnische System, nicht von der Schulstruktur, sondern vom Umfeld her ( Krankenschwester, Sozialarbeiter, Sekretariat mehrfach besetzt, Medienwart usw.).
    rfalio

    • Das liegt an der fehlenden Arbeitsplatzbeschreibung und der fehlenden Zeiterfasung.

      In jedem anderen Beruf ist geklärt, welche Grundanforderungen ein Stelleninhaber erfüllen muss. Ist es bei lehrern zwar auch – interessant wird es aber bei den „berufsfremden“ Aufgabenbereichen. Es wird schlicht und einfach geleugnet, dass das Vermitteln von Wissen – also die Unterrichtsvor- und Nachbereitung und das Abhalten des Unterrichtes sowie die Durchführung von Leistungsüberprüfungen und deren Korrektur nebst Bewertung – die eigentliche kernaufgabe ist. Nur dieser Kern wird mittlerweile zum Nebenaspekt des beruflichen Handelns, da Verwaltungs-, Dokumentations-, Organisations- und Erziehungsaufgaben einschließlich Berufswahlvorbereitung, Ernährungsberatung, Sexualerziehung, Drogenberatung, Verkehrserziehung etc. die Kernkompetenz bei weitem überschreiten

      • L arbeiten i.d.R. in 45 – Takten. Gesprochen wird aber immer von Stunden. Wenn jemand also z.B. 27 Stunden/Woche unterrichtet, entspricht das einer tatsächlichen Arbeitszeit von 45 x 27 = 1215 Minuten oder 20 h.
        Im Vergleich zu anderen Beschäftigten wird eine L für 20 h doch recht gut bezahlt.
        Natürlich ist es mit den 20 h reinem Unterricht nicht getan. Hat der Dienstherr das aber nicht bei den Unterrichtszeiten mit berücksichtigt?

        Wie sieht es in anderen Berufen aus? Kann bspw. ein RA in einer Kanzlei immer pünktlich aufhören? Erledigt er in seiner Arbeitszeit die anfallende Arbeit oder nimmt er nicht auch noch Akten mit nach Hause?

        In der Addition aller schulrelevanten Tätigkeiten benötigte ich mehr als 40 Zeitstunden in der Woche. In Stoßzeiten kamen noch etliche Stunden dazu.
        In diesem Punkt gibt es m.E. zwischen den L große Unterschiede. Ich erinnere mich an einen stellv. Schulleiter, der OHNE Tasche in die Schule kam, weil er dort alle Arbeiten erledigen konnte.
        Dann gibt es den Junglehrer, der alleine für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichtes extrem viel Zeit benötigt.
        Das Arbeitsaufkommen im Lehrerberuf hängt schließlich entscheidend mit vom Engagement jedes Einzelnen ab. Eine Unterrichtsstunde ist immer noch optimierbar und generell kennt Pädagogik kein Zeitlimit.

        • Ein RAR (Regierungsamtsrat geht auch mit A12 nach Hause.
          Der macht 40 Stunden die Woche und hat danach Schluss. Überstunden kann er zeitnah abbummeln. Dazu kommt der nicht unerhebliche Vorteil der Gleitzeit und der freien Urlaubsplanung, da andere Behörden keine „Betriebsferien“ machen. Feiertage und Urlaub abgerechnet kommt dieser RAR auf 220 Arbeitstage im Jahr, also 44 Arbeitswochen. Er arbeitet also rund 1760 Arbeitsstunden.

          Als Lehrer, der ja 12 Wochen unterrichtsfreie Zeit hat, werden also nur 40 Wochen gearbeitet, mit einer Stundenbelastung von 25,5 bis 28,0 Wochenstunden. Selbst der Dienstherr gesteht je abgehaltener Unterrichtsstunde die gleiche Zeit für Vor- und Nachbereitung zu. Die sonstigen Zeiten für dienstliche Tätigkeiten werden Pauschal angerechnet. Macht also min. 25,5 mal 2 mal 40 mal 0,75, in Summe 1530 Zeitstunden. Die zeitliche Differenz wird dann über Aufsichten und Vertretungsstunden hereingeholt. Da – hier in NRW – erst nach der dritten Vertretungsstunde im Monat Anspruch auf Mehrarbeitvergütung besteht, kommen also nocheinmal 11 mal 3 mal 0,75 25 Zeitstunden hinzu.

          Wenn die vielen Freistunden (Spring-/Hohlstunden) im Plan mitgerechnet werden als Bereitschaft, dann ist der zeitliche Unterschied zum RAR nicht sehr groß.

          • Wer als L und überhaupt im pädagogischen Bereich nur auf die Stunden und auf das Geld schielt, sollte diesen Beruf besser nicht ergreifen!

          • Wer sich, um Geld zu verdienen prostituieren muss, der muss deshalb ja seinen Job – und vor allem die Kunden – nicht lieben.

            Das Entgelt ist das einzige Gegengewicht zu den Arbeitsbedingungen und sonstigen beruflichen Belastungen, also der einzige Maßstab für das berufliche Engagement. Ob im Gegenzug für das Entgelt Kinder und Jugendliche unterrichtet oder Baugenehmigungen erteilt werden, ist gelinde gesagt vollkommen egal. Es muss nur so viel gemacht werden, wie arbeitsvertraglich vereinbart. Und Selbstausbeutung gehört nicht zu den vertraglich vereinbarten AN-Pflichten.

          • Deshalb müssen Lehrer auch nicht ausgebeutet werden, oder? Durchschnittliche Arbeitszeiten von ca. 47 Stunden pro Woche sind deutlich zu viel.

      • Stimmt, dickebank! Die Kernaufgaben der Schule werden „mittlerweile zum Nebenaspekt des beruflichen Handelns“ und überwuchert von einem Wildwuchs an Aufgaben, die in ihrer Gesamtheit mehr Unbildung als Bildung produzieren.
        Kein Wunder, dass viele junge Menschen bei Schulabschluss nichts mehr richtig können, auch nicht mehr lesen, schreiben und rechnen.

  6. Ich stimme wieder zu, mnd. Es sollte nicht immer nur um das Geld gehen. Ich meine auch, es wird vergessen, dass die Stunde des Lehrers eigentlich ja nur 45 Minuten hat. Da haben wir bis zur Zeitstunde schon mal 15 Minuten, sagen wir, für Vorbereitungen. Unser „Stundendeputat“ wird dann noch mal 1,4 gerechnet (?) und das ist dann meine Arbeitzeit, also habe ich für eine Unterrichtstunde ca. 30 Minuten Vor- und Nachbereitung. (Richtig gerechnet?) Das brauche ich manchmal, manchmal passt es, manchmal reicht es mir nicht. Je nach Fach, je nach Berufserfahrung. Mit all dem bin ich einverstanden. Und dass ich für das Außerunterrichtliche meinen Ausgleich in den Ferien bekomme (auch wenn ich gerade keinen Urlaub habe), finde ich in Ordnung.

    Nur irgendwann ist trotzdem mal Schluss mit zusätzlichen Beschäftigungen, Berichten, Planungen (oben hat es jemand gut beschrieben).

    Wie gesagt, ich will nicht mehr Geld. Und ich will auch nicht mehr Freizeit. Ich brauche einfach Zeit für meine Regeneration, um am nächsten Tag wieder fit und gut gelaunt und ausreichend geduldig zu sein – als Lehrer ! Nur so kann ich meinen Job gut machen. Und ich will ihn gut machen !!!

    • Vorsicht @sofawolf, diese Überlegungen führen ganz schnell zum Mindener- oder Hamburger-Modell, wo den einzelnen Fächern und der Schulstufe, in der der Unterricht abgehalten wird, unterschiedliche Bewertungsfaktoren zugeordnet werden.

      Kunst in Klasse 6 wird dann mit dem Faktor 1,2 und Deutsch-LK in der GOSt mit dem Faktor 2,5 versehen. Die jeweilige Kursgröße wird allerdings nicht berücksichtigt. Augenscheinlich entsteht der Eindruck, als ob der Unterricht in der Oberstufe im Fach Deutsch doppelt so viel „wert“ sei, wie der Kunstunterricht in der Unterstufe.

      Es kann nicht übersehen werden, dass es einzig und allein um Mangelverwaltung geht. Den Schulen stehen per saldo zu wenige Ressourcen zur Verfügung. Dazu zähle ich ausdrücklich eben auch nicht lehrendes Personal. An einer Schule, die ich gut kenne, gibt es für ca. 1.300 Schüler genau 2,3 „Seketrärinnen-Stellen“. Nur klassische Sekretariatsarbeiten erledigen die definitiv nicht.

      Bezogen auf meine wöchentliche Unterrichtsverpflichtung ohne Vor- und Nachbereitung muss ich feststellen, dass etwa 60% des Deputats für unterrichtsfremde Angelegenheiten noch einmal als Arbeitsverpflichtung hinzukommen. Dieser Zeitaufwand wird auch nicht durch die beiden Anrechnungsmodelle im entferntesten berücksichtigt. Es wird Zeit, dass es innerhalb des TV-L neben der Lehrereingruppierungsordnung eine entsprechende Arbeitsbeschreibung und eine – von Externen durchgeführte – Erfassung der Arbeitszeiten gibt. Dazu gehört auch die Erfassung von „Bereitschaftszeiten“ und deren Anrechnung auf die wöchentliche Arbeitszeit sowie die Zurverfügungstellung eines Büroarbeitsplatzes inklusive Vollausstattung innerhalb des „Betriebsgebäudes“. – Meinetwegen auch in der Form von Sharing-Modellen, jeder hat einen Rollcontainer mit seinen Materialien und teilt sich einen Schreibtisch mit bis zu drei Kollegen. Im gegenzug gibt es dafür eine Präsensverpflichtung, die Lehrkräfte müssen von 7:30 bis 16:00 Uhr in der Schule erreichbar sein. Elterngespräche oder andere Verpflichtungen nach 16:00 h werden als Überstunden angerechnet und können in den Folgetagen von den Präsenszeiten abgebummelt werden. In den unterrichtsfreien Zeiten muss der Urlaubsanspruch abgebaut werden, für die restlichen Tage gilt Anwesenheit am „schulischen“ Arbeitsplatz oder Fortbildungsverpflichtung oder Durchführung einer „summer-academy“, um auf Nachprüfungen vorzubereiten.

      Also klassischer 9-to-5-Job – und was nicht in diesem Zeitkontingent erledigt werden kann, bleibt eben bis zum nächsten Tag liegen.

  7. Ein großes Plus des Lehrerberufs ist eben doch auch die freie Arbeitszeiteinteilung außerhalb der Unterrichtszeit. Ich möchte unbedingt, dass das so bleibt ! Ich möchte keine Präsenzpflich von 08.00 bis 16.00 Uhr vor Ort an der Schule. Dafür arbeite ich am Sonnabend zu Hause, wenn alle anderen shoppen gehen oder sonstwie unterwegs sind und sich erholen. Das ist meine Entscheidung. Ich kann auch früh aufstehen und meine Stunden vorbereiten oder bis 23.00 Uhr abends daran sitzen. Ich finde gerade diese Freiheit ein Riesenplus des Lehrerberufs !!!

    • Genau, das fand ich ebenfalls super!

    • … aber nur, wenn man an einer Halbtagsschule eingesetzt wird. An Schulen im gebundenen Ganztag sieht es mit der „freien Zeiteinteilung“ nicht so rosig aus. Die Frage, die sich stellt, ist, ob man nach 16:00 Uhr noch bereit ist zuhause etwas zu tun. Durchschnitlich hat man je Wochentag nur 5 Unterrichtsstunden, aber in den seltesten Fällen hintereinander. Und die eistündtige Mittagspause kann allenfalls durch eine „große“ Aufsicht gefüllt werden. So gewinnt der feste und voll ausgestattete schulische Arbeitsplatz eine deutlich höhere Bedeutung als die „freie“ Zeiteinteilung.

      • Welcher voll ausgestattete schulische Arbeitsplatz? Den hat höchstens die erweiterte Schulleitung mit eigenem Büroraum. Ich persönlich habe nach 16:00 Uhr nur selten Lust, noch etwas zu tun. Muss aber leider regelmäßig sein.

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