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Nach Flüchtlingstirade: Philologen-Chef zurückgetreten

MAGDEBURG. Disziplinarmaßnahmen waren Sachsen-Anhalts Philologen-Chef Jürgen Mannke nach seiner Tirade gegen eine angebliche „Immigranteninvasion“ in einer Verbandszeitschrift zwar noch erspart geblieben. Doch jetzt hat ihn der Artikel sein Amt gekostet.

Nach einem viel kritisierten Artikel über das Zusammenleben mit muslimischen Einwanderern ist der Vorsitzende des Philologenverbandes von Sachsen-Anhalt, Jürgen Mannke, zurückgetreten. Nach «intensiven verbandsinternen Diskussionen der vergangenen Wochen» habe Mannke sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt, teilte der Verband am Samstag mit. Zuvor hatte die «Magdeburger Volksstimme» (Samstag) darüber berichtet.

Ausschnitt aus dem umstrittenen Editorial. Screenshot

Ausschnitt aus dem umstrittenen Editorial. Screenshot

In einer Verbandszeitschrift hatten Mannke und seine Vize-Chefin Iris Seltmann-Kuke vor gut einem Monat von einer «Immigranteninvasion» geschrieben. Sie fragten auch, wie junge Mädchen vor Sex mit muslimischen Männern gewarnt werden könnten. Der Artikel löste bundesweit Empörung aus.

Das Kultusministerium zitierte Mannke, der auch Leiter des Goethegymnasiums in Weißenfels ist, zu einem Gespräch ins Ministerium. Dabei entschuldigte er sich für den Text und versprach, sich gegen Rassismus einsetzen zu wollen. Später erklärten die beiden Autoren, ihr Artikel sei von Menschen instrumentalisiert worden, deren «ausländerfeindliche und undemokratische Haltung» in keiner Weise ihren Überzeugungen entspreche.

Das Kultusministerium in Magdeburg hatte daraufhin erklärt, auf Disziplinarmaßnahmen gegen Mannke und Seltmann-Kuke zu verzichten. Das Ministerium werde sich auf den Diskussionsprozess im Verband selbst verlassen.

Am Wochenende wollte sich das Ministerium zum Rücktritt nicht im Detail äußern. «Wir nehmen den Rücktritt zur Kenntnis», erklärte Sprecher Martin Hanusch. Der Verband ist eine Interessensvertretung von Gymnasiallehrern in Sachsen-Anhalt. (dpa)
• zum Bericht: Nach Tirade gegen Flüchtlinge: Ministerium bestellt Chef des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt ein – Kollegen distanzieren sich
• zum Bericht: Philologen-Chef äußert Scham über Flüchtlings-Tirade – und will sein Gymnasium jetzt zur „Schule ohne Rassismus“ machen

29 Kommentare

  1. Was wird dieses Ereignis für die Schweigespirale bedeuten?

    • Nichts Gutes! Dem Vertrauen in unsere freiheitlich demokratischen Grundrechte fügt jedes solcher Ereignisse weiteren Schaden zu.

    • Mao Zedong: „Bestrafe einen, erziehe hundert.“

      • Das war also der Grundsatz, auf dem der weltweit größte Völkermord (Mao hat ja die Nazis „übertrumpft“) beruhte?

      • @U. B.
        Sie zitieren Mao mit seinem bekannten Spruch zur geistigen Erziehung des Volkes.
        An Mao fühle ich mich beim sog. „Kampf gegen rechts“ immer wieder erinnert, auch wenn die mörderische Seite dieses Tyrannen fehlt. Mit seiner „Kulturrevolution“ ließ er alles kurz und klein schlagen, was bis dato chinesische Kunst und Tradition war.

        Wikipedia: „Mit der Parole ‚Die Liebe zu Mutter und Vater gleicht nicht der Liebe zu Mao Zedong’ forderte er Kinder auf, ihre Eltern als ‚Konterrevolutionäre’ oder ‚Rechtsabweichler’ zu denunzieren – wie überhaupt die Förderung der Denunziation eines von Maos wirksamsten Herrschaftsinstrumenten war.“

        Weil seine Politik von gebildeten Menschen hinterfragt und kritisiert wurde, diffamierte Mao die Intellektuellen und rief zur „Kampagne gegen Rechts“ auf.

        Die Tatsache, dass Mao für die Studentenbewegung bei uns eine Kultfigur war, ist auch interessant. Sie spricht für die Nähe volkserzieherischer Vorstellungen hier wie dort.

        • Jetzt wird die Kritik an Pegida, AfD und Co schon mit der maoistischen Kulturrevolution verglichen, bei der Hunderttausende, vielleicht Millionen von Menschen ermordet wurden. Geht’s noch? Als nächstes kommt dann wohl ein Holocaust-Vergleich, um die unfassbaren Leiden (Achtung: Ironie!) der Rechtspopulisten in Deutschland anschaulich zu machen. Verraten Sie uns doch: Wie viele inhaftierte Flüchtlingspolitik-Kritiker sitzen derzeit in den Gefängnissen und Umerziehungslagern in Deutschland? War’s sehr schwer, Ihre anonyme Botschaft aus dem Gulag in dieses Forum zu schmuggeln?

          Aber der Zusammenhang ist ja klar: Weil es in der Studentenbewegung der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts Maoisten gab, müssen Politik und Medien heute von deren Gedankengut durchdrungen sein. Das ist natürlich sehr viel wahrscheinlicher als die Möglichkeit, dass Auftreten und Inhalte der Rechtspopulisten (wenn man da von Inhalten sprechen mag) tatsächlich kritikwürdig wären. Wie denn auch? Die haben die Wahrheit ja für sich gepachtet.

        • Tja Bernd, so einfach kann man es sich machen. Alle Abscheulichkeiten der Welt sind gerade recht, geht es doch gegen die linksgrün versifften Gutmenschen.

          Ich frage mich, was da noch alles kommt. Aber die richtig wilden Sachen sind ja schon weg. Nordkorea wäre noch im Rennen. Ich bin gespannt und freue mich schon auf die Absurdiät des entsprechenden Posts.

          Wenn ich mir die ganzen Vergleiche mal zusammennehme und verschmelze, sind wir mittlerweile glühende robespierreesk-maoistischen Faschokommunisten-Genderisten.

          Der Genderblapart gilt zwar nur für mich, aber der Rest ist auch schon mächtig gewaltig. 🙂

  2. Nun, es bedeutet, das sich der Verband intern und wahrscheinlich demokratisch entschieden hat, das Äußerungen wie „Immigranteninvasion“ (ein Ausdruck aus dem Bereich des Militärischen. Invasionen schlägt man mit Waffengewalt zurück, erlässt also Schiessbefehle an der Grenze, wie es Marcus Pretzell, Landesvorsitzender der AfD in Nordrhein-Westfalen ja ins Spiel gebracht hat) und die Warnung vor Sex mit arabischen Flüchtlingen, das sind, was sie sind: menschenverachtend und rassistisch. Und das die Philologen damit nicht in Verbindung gebracht werden wollen.

    Und für die „Schweigespirale“ (Ich lach mich schlapp!) bedeutet es, das glücklicherweise eine Grenze des Sagbaren, des nicht Tolerierbaren, weil Grundwerte dieser Gesellschaft in Frage gestellt werden, definiert wurde: da, wo vor dem Krieg, Islamisten und bitterer Armut flüchtende Menschen als „Invasoren“ bezeichnet werden und verschiedenste Menschen zu einer anonymen Gruppe verschmelzen, die für hiesige Mädchen zu einer pauschalen Gefahr werden.

    Aber ich sehe es schon kommen: „Das muss man doch wohl nach sagen dürfen, das Flüchtlinge Invasoren sind und die Araber gefährlich für unsere blonden Gerdas und Marias. Da lass ich mir nicht den Mund verbieten. Schon damals, 1989, habe ich mir das nicht, also erst recht nicht heute.“

    • in mir wächst der Wunsch, den Artikel von Mannke doch mal selber zu lesen, nur um nachzuschauen, ob sein Inhalt wirklich so rechtsradikal ist, wie dein Kommentar es bezeugt. Aber ich werde mich beherrschen und lieber an den vielen Kursarbeiten weiter korrigieren.
      „Schweigespirale“ solltest du vielleicht noch mal nachlesen (nicht nur bei Wikipedia), auch auf die Gefahr hin, dass dir das Lachen dann sauer wird.

      • Danke Pälzer, ich habe nicht gewusst, das dieser Begriff ein fester Terminus ist. Man lernt nie aus. Und das „nur“-Wikipedia hat dazu einen sehr guten Artikel zu bieten.

        Allerdings muss ich ergänzen, dass das mit den „Invasoren“ und den angeblich bedrohten deutschen Mädels dadurch nicht weniger rassistisch wird.

        • Dass die Grenzlinie zwischen Kontakt, Beziehung und Sex in arabischen Kulturen anders verläuft als in traditionell europäischen und nochmal anders als in postmodern europäischen Kulturen, ist keine rassistische Propaganda, sondern interkulturelles Basiswissen, das du von jedem erwerben kannst, der einige Zeit im Nahen Osten verbracht hat. Ich las zum ersten Mal vor 20 Jahren davon, als europäische weibliche Delegierte beim „ökumenischen Rat der Kirchen“ (der ganz gewiss nicht rassismusverdächtig ist!) von ihren schlechten Erfahrungen berichteten, als sie sich mit männlichen Nichteuropäern alleine in einem Raum aufhielten. Hier passen einfach die Codices der unausgesprochenen Selbstverständlichkeiten nicht zusammen.
          Natürlich lässt sich dies in einer Form darstellen, dass es zur rassistischen Hetze wird, und nur durch Lesen des Originaltexts könnte man mehr sagen. Kannst du uns nicht mal 3-4 Sätze zitieren?

          • Pälzers 1.Satz im Beitrag von 17.32 kann ich nur bestätigen. Diese Erfahrung musste ich als Studentin machen. Leider bin ich damals nicht zur Polizei gegangen (denn eigentlich war er ja ein Freund).

          • Das Grenzziehungen überall auf der Welt anders verlaufen, streitet ja auch niemand ab. Was Bernd und ich kritisieren ist, dass aus einzelnen Beispielen allgemeingültige Schlüsse gezogen werden, die plötzlich für alle Muslime oder wahlweise auch Menschen aus anderen Regionen und Kulturkreisen gelten.

            „DIE“ sind nicht ALLE so, weil „WIR“ doch auch nicht ALLE so oder so sind, oder? Ich esse zum Beispiel keine Bockwurst und feiere nicht wirklich Weihnachten. Bin ich jetzt kein richtiger christlich-jüdisch geprägter Deutscher mehr?

            Wenn Sie sich ankucken, wie die Grenzziehung zwischen Kontakt, Beziehung und Sex z. B. in Bayern auf dem Land in der älteren Generation verlaufen und in Großstädten wie Berlin (ich sage nur „Tinder“), finden Sie auch innerhalb des angeblich so homogenen Deutschlands, eine bemerkenswerte Diversität. Da würde auch niemand sagen wollen: WIR sind ALLE so. Für „den arabischen Raum“ gilt das aber auf einmal nicht mehr.

            Ich habe gerade mit vielen der so gefürchteten jungen männlichen Flüchtlinge aus dem „arabischen Raum“ zu tun – die kommen meist aus Städten und sind überweigend so modern gekleidet, offen und internetaffin, das sie in Berlin überhaupt nicht auffallen würden (und unterscheiden sich sicher auch von Menschen aus den ländlichen Regionen z. B. Syriens, genau wie ländliche, ältere Bayern oft etwas anders ticken als viele 20jährige in Berlin).

            Was ich nicht sage ist, das ALLE so sind, wie die, die ich kennenlerne. Was ich aber deshalb auch sage, ist, das nicht alle so sind, wie die Beispiele, die sie schildern.

            Wenn wir uns genau von solchen Verallgemeinerungen verabschieden könnten – die ja auch meist die Negativfälle als allgemeingültig setzen und nicht die positiven, vollkommen problemlosen, die gar nicht auffallen und deshalb auch nicht zu Beispielen werden können-, wäre schon viel gewonnen und ne Menge Ängste (die genau auf solchen Verallgemeinerungen beruhen) der Boden entzogen.

          • Das Anliegen des Nicht-vorschnell-Verallgemeinerns unterstütze ich. Darum berichte ich auch nur, was ich erlebt habe. Aber es gibt schon auch so was wie kulturelle Gewohnheiten. Hast du schon längere Zeiten in anderen Ländern verbracht (z.B. Südbayern …)? dann weißt du sicher, was ich meine.

        • Weiterhin traf ich Frauen, die mit muslimischen Männern verheiratet waren und denen nach einer Ehekrise die Kinder von der Familie des Mannes entführt wurden. Natürlich steht ein Staat wie z.B. Ägypten auf der Seite der traditionell arabisch Denkenden: Kinder gehören der Familie des Mannes, das ist doch wohl klar.
          Ich kenne auch eine 20Jährige, die von ihrem muslimischen Exfreund beschwipst gemacht und dann geschwängert wurde; daraus leitete der Gute den Anspruch her, die Beziehung wieder aufzunehmen, und das mit einer Selbstverständlichkeit, die wohl nur wenige „Alt-Deutsche“ hätten.
          Ich halte es nicht für rassistisch, wenn man Mädchen auf solche möglichen Probleme hinweist.

          • Ich kann Ihnen gar nicht sagen, Pfälzer, wie dankbar ich Ihnen für Ihre mutige Tatsachendarstellung bin.
            Auch für mich ist es in keinster Weise rassistisch, Mädchen auf solche möglichen Probleme hinzuweisen.
            Es ist beängstigend, was heutzutage alles getan wird, um Menschen vor aller Öffentlichkeit „Rassismus“ und andere hässliche Dinge anzuhängen.

          • Wovor wird jetzt genau gewarnt? Vor Sex mit Muslimen? Vor Sex mit Muslimen, wenn Alkohol in der Nähe ist? Oder vor dem Kindermachen mit Ägyptern?

          • Hallo Reni,

            was ist denn für Sie Rassismus?

            Und warum ist dann die Äußerung von Herrn Mannke nicht rassistisch?

            Ich habe mich ja schon an anderer Stelle breit erklärt, habe aber bisher von niemanden eine eigene Definition bekommen, über die man sich dann unterhalten könnte. Reaktionen auf meine Definition gabs bisher auch nicht.

            Vielleicht habe ich ja bei Ihnen Glück.

            Danke und beste Grüße!

          • An Anna: ich freue mich, dass Sie diese Frage stellen. Ja, wovor hat Mannke genau gewarnt, was hat er wirklich gesagt?
            Ich würde so sagen: warnt Deutsche vor unüberlegten intimen Kontakten, insbesondere sexuellen, solange sie Ihr Gegenüber und seine kulturelle Prägung nicht wirklich gut kennen. Das gilt auch gegenüber Ausländern, Berlinern und Muslimen. 😉

  3. Wenn Sie grundsätzlich vor Männern warnen, die Mädchen betrunken machen und schwängern – natürlich nicht. Wenn Sie behaupten, dass dies eine Spezialität von Muslimen sei – dann ist das sehr wohl rassistisch.

    Sind sie ein Mörder, weil es Deutsche gibt, die andere ermordet haben? Sind Sie ein Vergewaltiger, weil es Deutsche gibt, die Frauen vergewaltigt haben? Natürlich nicht. Es gibt eine schlichte Lebensregel, frei nach dem Kategorischen Imperativ Kants: Was du nicht willst, was man dir tu, das füg‘ auch keinem anderen zu.

    Sie wollen nicht für Verfehlungen anderer Deutscher in Sippenhaft genommen werden? Eben.

    • Danke Bernd, es ist so einfach.

      Aber es geht halt um „die Muslime“. Da setzt einfach die Ratio aus und die Schematas ein und Individuen werden zur anonymen, amorphen Masse, Männern werden Muselmänner – und damit per se zur Gefahr.

      Aber nein, Rassismus ist das alles nicht, weil Rassismus ist ja… … … … …

  4. Hier ist der link zum artikel, allerdings fällt mir gerade auf, das die Seite 2, auf der der Komentar stand, nicht mehr existiert.

    Sie müssten also selber nochmal recherchieren.

    http://www.phvsa.de/files/gisa/Zeitschrift_03-2015_WEB.pdf

  5. @Georg
    Sie sprechen vom Gutmenschen. Diese Beschreibung ist auch noch anzubieten:

    Der Gutmensch von Winfried Schley
    Dem Gutmenschen ist es gleichgültig, ob er einen Penis oder eine Vagina besitzt. Er hält sich für sexuell vollkommen frei und tolerant gegenüber jeder sexuellen Spielart, solange die Folgen dafür andere bezahlen, am besten der Steuerzahler. Er sieht darin ein Grundrecht auf reproduktive Gesundheit, was immer er darunter verstehen mag. Die Mehrheit der Gutmenschen, die sich lautstark öffentlich äußert, besitzt eine Vagina. Ob sie sich aber als weiblich bezeichnet, bleibt fraglich. Ein Teil von ihnen wechselt je nach Tageslaune seine geschlechtliche Sichtweise auf sich selbst. Die klassische Sicht auf die Familie als Vater-Mutter-Kind-Beziehung hält der Gutmensch für überholt. Leute, die das anders sehen, sind für ihn politisch rechts, rechtspopulistisch, rechtskonservativ oder reaktionär, im schlimmsten Fall Nazis, auf jeden Fall etwas Negatives, demgegenüber er sich moralisch als höherwertig einstuft, was ihn tief befriedigt.
    Der Gutmensch bekennt sich zu einer multikulturellen Willkommenskultur. Dafür geht er sogar auf die Straße, aber nicht um betroffenen Flüchtlingen, Asylsuchenden, Einwanderern persönlich zu helfen, sondern um gegen den bösen Rassismus der Rechten zu protestieren. Dass er dabei in Gewalt abrutschen kann, bedauert er manchmal, hält sie aber im Großen und Ganzen für gerechtfertigt. Gewalt ist für ihn sowieso rechts. Linke Gewalt ist für ihn Aktivismus, aktiver Antifaschist, ein Ehrentitel.
    Ein Gutmensch ist andauernd empört, sonst ist er keiner. Buddhistische Gelassenheit oder christliche Nächstenliebe sind kulturelle Überbleibsel vergangener Zeiten. Soziale Verantwortung hat für den Gutmenschen die Gesellschaft, nicht er persönlich. Überhaupt ist die Gesellschaft als Ganzes für alles im Lebensablauf verantwortlich, von Schwangerschaft, ob ausgetragen oder nicht, von Kindererziehung in Kindertagesstätte, Kinderkrippe oder Schule bis zur Seniorenbetreuung. Des Gutmenschen Madonna ist die alleinerziehende Mutter mit dem Staat als sozialem Vater. Hauptsache er kann sich ausleben, wie es ihm gelüstet.
    Gutmensch zu sein ist etwas ganz Tolles! Ich bedauere zutiefst, dass ich kein solcher Gutmensch sein kann.

    • An dem Text kann man eigentlich nur sehen, was dem Herrn Schley wichtig ist.

      1. die Heterofamilie – alles andere ist einfach nicht von dieser Welt, abartig, widerlich hedonistisch, in jedem Fall aber unmoralisch

      2. der Wunsch, einfach mal wieder so richtig alles sagen zu dürfen, ohne sich dafür kritisieren lassen zu müssen

      3. der feste Glaube daran, das der Mensch eigentlich ein selbstbestimmter Monade ist, auf den die Gesellschaft keinen Einfluss hat und aus deren mieser Organisation sich keinerlei Folgen für den Einzelnen ergeben.

      Aber eigentlich nimmt er sich nur den herrlichen und vollkommen gummiartigen Haudrau-Begriff Gutmensch und steckt rein, was ihm irgendwie zuwider ist und von dem er mal gehört hat, das es wen gibt, der das so gemacht haben solll.

      Und das ihm der Begriff Antifaschismus als Abgrenzungsfolie dient und ihm dazu nicht mehr einfällt als „Ehrentitel“ und „linke Gewalt“ ist wirklich erbärmlich.

      Er ist ganz offensichtlich einer von denen die das Problem mit Rechtsextremismus in Deutschland nicht ernst nehmen. Aber stopp: Ist er nicht einer der älteren Alterskohorte, von der 73% sagen, das das mit den Nazis ein Problem is? Oder ist er doch irgendwo zwischen 16-30, von denen es nur 7,3 % bedrohlich finden, wenn der Rechtsextremismus zunimmt? (ab S. 54)

      http://www.fes-gegen-rechtsextremismus.de/pdf_14/FragileMitte-FeindseligeZustaende.pdf,

  6. Die Mehrheit der Gutmenschen besitzt eine Vagina, aber es ist ihnen egal, ob sie eine Vagina oder einen Penis haben? Die Gutmenschen möchten, dass der Steuerzahler für ihren Sex bezahlt? Mmmmmh.

    Was soll man dazu sagen? Was für ein geistiger Dünnschiss wird hier noch aufgefahren, um den Abscheu gegenüber den Millionen von Menschen kundzutun, die sich für Flüchtlinge einsetzen (durchaus auch persönlich), die für die Rechte von Minderheiten einstehen (muss man ja nicht teilen, aber respektieren), die in einem freien und sozialen Land leben möchten – die, kurz gesagt, für das moderne liberale weltoffene Land stehen, das Deutschland heute nunmal ist und das seinen Bewohnern so viel Wohlstand und Freitheit bietet wie keines vor ihm. Abartig.

  7. @Georg und Bernd
    Herrlich, wie stereotyp Sie beide immer wieder reagieren. Ihre Antworten kann man wenigstens meilenweit voraussehen und sich stets auf die Voraussicht verlassen.
    Zum Gutmenschen von Herrn Schley habe ich nur herzlich gelacht.

    • Was fanden Sie dann an meinem Kommentar so voraussehbar?

      Das ich mal wieder mit Statistiken und Umfragen argumentiere? Haaach, es ist schon schwierig, auf so etwas zu reagieren, oder? Da versucht man es lieber ins Lächerliche zu ziehen, waS?.

      Deshalb gebe ich Ihnen ihren Kommenart fast ungesehen zurück und finde ihn als Selbstbeschreibung viel treffender.

  8. Sehr lustig. Was fanden Sie besonders erheiternd? Die häufige Nennung von Genitalien? Die Hetze gegen Menschen, die sich für Flüchtlinge einsetzen? Oder der Verweis auf christliche Nächstenliebe, die der Autor offenbar für sich reklamiert – und Leuten abspricht, die sich für Asylbewerber engagieren (also auch den Kirchen)?

    Das gute an solchen Posts ist, dass sie die menschenverachtende, hasserfüllte, letztlich kranke geistige Welt ihrer Schöpfer und Weiterverbreiter so schön anschaulich machen. Das glaubt einem ja sonst keiner. Wer sich davon angesprochen fühlt, sollte ernsthaft mal einen Psychiater konsultieren.

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