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„Refugees welcome on stage“ – Kölner Schüler bringt Flüchtlinge auf die Bühne

KÖLN. Das Thema Flüchtlinge an Schulen wird in der Regel unter einem Problemaspekt gesehen. Selbst unter Schülern herrscht Skepsis vor, dass die Integration an den Schulen gelingen kann. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel von Sebastian Sammeck. In nur drei Monaten hat der 18-jährige Kölner Gymnasiast ein Konzert auf die Beine gestellt und einen Verein gegründet, der Flüchtlingen soziale Kontakte ermöglichen soll, und ihnen die Gelegenheit gibt, nach ihrer Flucht in Deutschland weiter Musik zu machen. „Refugees on stage“ ist der multikulturelle Kennenlernabend betitelt, der nächsten Freitag steigen wird. Zuvor erklärt Sebastian im Gespräch seine Motivation und seine Ziele:

Freitag geht’s los – bist Du schon aufgeregt?
Ziemlich krass muss ich sagen. Man hat so viel gearbeitet – Drei Monate lang. Und dann will man natürlich auch, dass genug Leute kommen und auch die Künstler, alle kommen. Natürlich auch, dass wir am Ende viel Geld einnehmen. Das ist auf jeden Fall meine größte Sorge und meine größte Hoffnung gleichzeitig. Da werden noch ein paar schlaflose Nächte auf mich zukommen.

Engagiert sich: Sebastian Sammeck. Foto: privat

Zeigt vorbildliches Engagement, bis an die Grenze der persönlichen Belastbarkeit: Sebastian Sammeck. Foto: privat

Wie viele Künstler werden denn auftreten, und was werden sie zeigen?
Es werden Künstlergruppen und Solokünstler kommen, viele Syrer, die meisten so Mitte 20. Wir werden eine Trommelgruppe haben oder zwei. Dann haben wir drei Mädchen, die arabische Lieder singen werden, viele, die Saz oder Oud [afrikanisch/asiatische Lauten] spielen und dazu singen. Es wird sehr interessant auf jeden Fall. Eine Künstlergruppe hat sogar einen deutschen Hit auf Lager – den will ich jetzt noch nicht verraten – aber da kann man sich auf jeden Fall drauf freuen. Wir werden neue Musik kennenlernen. Wir werden unsere Musik präsentieren. Wir werden das Publikum auch oft mit einbinden. Wir werden vor allem Spaß haben miteinander. Wir werden auch Videos von den Leuten zeigen, die auftreten, wo sie sich kurz vorstellen. Wir werden Fragen stellen: Was sind Deine Träume in Deutschland? Was bedeutet Musik für Dich? Wir werden nicht fragen Wie bist Du hierhergekommen? Was hast Du Schlimmes durchgemacht? Wir wollen nach Vorne schauen.

Du spielst selbst Gitarre. Wirst Du denn dann auch selber auftreten an dem Abend?
Ich habe im Moment noch so viel am Hut gerade. Das wird sich zeigen. Vielleicht, wenn es sich spontan ergibt. Einer kann ja einen deutschen Hit performen, den ich auch kann. Vielleicht werde ich da ein bisschen mitmachen mit meiner Gitarre, wenn ich dafür Nerven habe, wovon ich nicht ausgehe. Musikalisch wird es da von mir nichts geben. Ich muss es auch nicht machen an dem Abend. Ich habe das organisiert. Ich werde das schön moderieren. Wir werden deutsche Volkslieder singen. Da werde ich dann mitsingen.

Das Schulorchester wird auch spielen.
Das ist auf jeden Fall sehr schön, dass sie dabei sind. Da muss ich mich echt bei dem Musiklehrer bedanken, der da der Dirigent ist. Er hat direkt gesagt, er ist dabei und dann hat er rumgefragt und mir ein paar Tage später direkt Bescheid gesagt, dass es klar geht, dass die wirklich mit 46 Mann den Abend eröffnen werden; mit einem Medley, unter Anderem mit „West Side Story“. Das finde ich echt Klasse.

Wie hat denn die Schule auf das Projekt reagiert?
Die Schulleitung war ziemlich begeistert von dem Projekt und vor allem moralisch haben mich die Lehrer stark unterstützt. Es gibt einen, der für die Technik zuständig ist. Der hilft viel. Vor Allem muss ich an das Sekretariat mal ein Riesen-Dankeschön aussprechen, die mich seit drei Monaten unterstützen.

Hast du denn in den letzten drei Monaten überhaupt noch Zeit für die Schule gehabt?
Schule muss ich ehrlich sagen ist zwischenzeitlich komplett in die Hose gegangen. Zeit hatte ich sehr wenig aber noch ein größeres Problem war, dass der Kopf wirklich gar nicht frei war. Du sitzt im Unterricht und denkst über irgendwas nach, was da gerade läuft – aber Nichts, was mit der Schule zu tun hat. Es ist so, dass die schulischen Leistungen auf einem Niveau geblieben sind, dass es keine Katastrophe ist. Also sie sind schon abgefallen, aber für mich war es noch „erträglich“. Mein Musiklehrer könnte mir ja vielleicht auch notentechnisch etwas entgegen kommen und ich weiß nicht, wie es in Sowi ist. Vielleicht könnte meine Lehrerin mir da auch… – also ich würde nicht nein sagen.

Und Deine Eltern?
Vor allem meine Oma hat das Projekt als Fluch bezeichnet. Mein Vater hat auch sehr viel Druck gemacht. „Schule ist Dein Job und das ist Hobby“, hat er gesagt. Da bin ich auch immer so ein bisschen traurig, denn ich denke, da steckt mehr dahinter, das sei eine große Sache. Das sehen die Eltern dann nicht, weil sie denken Schule ist wichtiger. Dann habe ich mich Endeffekt doch gefangen und hab gesagt „so, jetzt komm mal wieder runter“. Und ich hab dann versucht, mich neben dem Projekt noch auf die Schule zu konzentrieren und hab es dann irgendwie halbwegs gebacken bekommen. Am Ende hat mich mein Vater auch wirklich unterstützt und etwa die Security für den Abend organisiert-

Bist Du denn auch sonst an Kultur interessiert?
Ich gucke kein Fernsehen muss ich sagen, Ich gucke auch nicht so gern Filme. Wenn ich mal ins Kino gehe, gucke ich mir den Bond an. Aber das war es dann auch. Ich mag das nicht, wenn so viele Einflüsse auf mich einwirken. Ich bin jetzt auch kein Theaterfreak oder Literaturfreak. Ich muss sagen ich bin sonst nicht sonderlich kulturinteressiert.

Was für Musik hörst Du privat?
Es wird jetzt einige überraschen – aber auch ein Bushido-Fan kann gute Dinge tun. Ich höre seine Musik ziemlich intensiv und auch von anderen Rappern, die dieses Genre bedienen. Also ich bin – glaube ich – ein ganz gutes Beispiel dafür, dass Musik keinen ganz schrecklichen Einfluss auf Menschen haben muss. Und natürlich arabische Musik hör ich sehr, sehr gerne, nicht erst seit dem Projekt.

Am Freitag findet der Musikabend statt. Bild: Musikbrücke e.V.

Am Freitag findet der Musikabend statt. Bild: Musikbrücke e.V.

Wie bist Du überhaupt auf die Idee gekommen, ein solches Konzert auf die Beine zu stellen?
Das Ganze ist einfach aus einer Art romantischem Gedanken heraus entstanden. Viele Flüchtlinge kommen ja aus diesen Ländern, wo diese orientalische Musik herkommt. Da hab ich gedacht, es wäre doch einfach toll, diese Leute auf die Bühne zu bringen und eine großartige emotionale Art, die Leute Willkommen zu heißen. Auch um den Leuten in Deutschland zu zeigen: „Hey guckt mal, was die Interessantes mitbringen!“ Und das musste ich einfach umsetzen.

Und dann hast Du den Verein „Musikbrücke“ gegründet?
Erst hatte ich einfach die Idee. Und dann hat sich das so entwickelt, dass wir gesagt haben wir machen unser komplett eigenes Ding, wir wollen keine anderen Organisationen mit reinziehen. Wir haben jetzt schon 12 Mitglieder. die meisten aus meiner Stufe, der 11. Klasse. Wir sind alle sehr jung. Das ist auch, etwas, das unseren Verein sehr besonders macht. Ich denke, dass Event wird auch eine Art Kickoff-Veranstaltung. Da werden hoffentlich auch noch ein paar Mitglieder hinzukommen.

Was wollt Ihr „als Verein“ erreichen?
„Musikbrücke“ soll tatsächlich eine Brücke sein. Wir wollen den Flüchtlingen das Heimatgefühl ein Bisschen zurückgeben. Weil das weiß jeder, der irgendwo anders hingeht, der braucht irgendetwas von zu Hause, damit er sich wohlfühlt. Wir wollen ihnen ihre Instrumente zurück geben. Wenn jemand „sein“ Instrument wieder bekommt, das gibt den Leuten schon sehr, sehr viel. Und natürlich auch die Brücke zu unserer Gesellschaft, zu unserem Land. Natürlich auch eine Brücke für „unsere“ Leute. Viele Leute kennen Flüchtlinge nur aus dem Fernsehen. Wir wollen den Leuten die Möglichkeit geben, ihre Kultur kennen zu lernen und sie persönlich vor allem auch kennen zu lernen und das darüber auch Kontakte geschlossen werden

Habt Ihr schon Pläne für die Zukunft?
Wir wollen natürlich hauptsächlich weiter solche Events organisieren um auf diese Weise auch Deutsche mit den Flüchtlingen in Kontakt zu bringen. Soziale Kontakte sind sehr wichtig – wenn nicht das Wichtigste. Nur sagen „your welcome“ reicht nicht. Wir wollen einen gewissen Grundstock an Instrumenten anschaffen und einen Raum haben mittelfristig, wo dann Flüchtlinge hinkommen und spielen können, denn so ein Instrument bedeutet einfach so viel für einen Menschen, der Musik macht. Darüber wollen wir sie dann auch vermitteln an Leute, die selber Musik machen. Wir wollen auch, dass es Kooperationen gibt, mit deutschen Musikern.

Aber Du hast trotz Verein die Vorbereitung doch allein machen müssen?
Es war halt so, man hat eine Idee und wenn Leute von einer Idee begeistert sind, dann denken sie „ja super“ und solange es so geht, wie man es sich vorstellt, dann sind die Leute auch motiviert und dabei. Wenn es dann Rückschläge gibt, und man denkt „Oh Sch…, es wird richtig schwer. Das ist dann die Zeit zu der die Leute, wenn es nicht ihre persönliche Idee war aufhören. Ich habe am Ende doch fast Alles allein gemacht und das war unglaublich hart. Ich kritisiere sie auch nicht. Aber ich muss halt sagen wie’s war. Jetzt gegen Ende sind sie wieder dabei und das freut mich natürlich auch sehr. Bei der Website hat mich auch ein Schüler unterstützt, der gar nicht im Verein ist, was ich auch sehr cool fand.

Wie bist Du an die Künstler gekommen?
Das war so ziemlich der härteste Teil an dem Projekt. Ich bin durch ganz Köln gefahren und habe Unterkünfte besucht. Bei den meisten bin ich gar nicht reingekommen und wurde von den Sicherheitsleuten weggeschickt. Dann musste man die Heimleitung anrufen und die hat dann rumgefragt wer Interesse hat. Die erste Begegnung mit Allen, die Interesse hatten war eigentlich immer sehr freundlich – die Leute waren sehr glücklich, dass jemand kommt und ihnen etwas anbietet und einfach einen sozialen Kontakt darstellt. Das ist was die Leute brauchen. Den meisten ist einfach stinklangweilig.

Konntet Ihr proben?
Es ist vor allem logistisch sehr schwierig. Wir haben gesagt: „Wir machen eine Generalprobe“ zwei Tage vorher, es muss alles sehr spontan sein. Wir wissen noch nicht genau, wer kommt dann wirklich an dem Tag. Da bin ich auch sehr froh, dass wir den Moderator Gerd Buurman haben werden, der dafür bekannt ist, dass er gerne sehr spontan ist.

Gab es Rückschläge?
Es gab sehr viele Momente, wo es einfach ausweglos schien. Zum Beispiel einen Afghanen habe ich getroffen. Der hat ein Instrument gespielt, das nennt sich Rubab – eine afghanische Laute, also sehr exotisch. Und dann hab ich im Internet eine gefunden. Ich ruf ihn an „ Ja ich habe die Rubab hier“ und der freut sich und dann treffe ich mich mit ihm – Ich habe sogar ein Video davon, dass ist so traurig, ich sollte es eigentlich mal löschen – Wahrscheinlich ist es für ihn der schönste Tag seit ein paar Monaten gewesen. Dann packt er das aus und sagt er könne nicht darauf spielen es sei nicht die Richtige. Dann hat sich herausgestellt, dass es zwei verschiedene Ausführungen von Rubabs gibt, indische und afghanische. Und das war eine indische. Ich konnte sie dann auch nicht mehr zurückschicken. Da hab ich dann wirklich 350 Euro in den Sand gesetzt. Aber es ist jetzt Vereinseigentum. Vielleicht brauchen wir sie irgendwann einmal.
Teilweise war auch die Kommunikation ein Problem. Viele Leute aus Afrika sprechen nur Französisch und dann auch mit Slang. Da hatte ich auch ein paar traurige Fälle, wo ich mich mit den Leuten getroffen habe und es hat dann am Ende nicht geklappt und das ist sehr schade.

Gibt es denn Dinge, auf die Du besonders stolz bist?
Auf alles. Auch darauf, das wir jetzt genug Künstler haben, die sicher dabei sind. Und einfach, dass man von so einer kleinen Idee innerhalb von drei Monaten einen Verein gegründet hat und einen Event auf die Beine gestellt hat. Es gab viele Momente, wo es ausweglos schien und man hat sich von der einen schwierigen Situation in die nächste gehangelt, hat irgendwie alles gemeistert und am Ende hat man dass alles auf die Beine gestellt und das macht einen dann wirklich sehr stolz.

Glaubst Du, andere Schüler könnten auch so ein Projekt machen?
Das kommt immer auf die Leute an, die es organisieren. Ob die Vollgas geben, und hartnäckig sind. Das wichtigste ist: Man darf keine Angst vor dem Wort „Nein“ haben. Alle fragen, Alle um Unterstützung bitten. Nicht denken: das klappt sowieso nicht, oder der sagt sowieso nein. Man muss optimistisch an die Sache herangehen. Ich kann ehrlich nicht empfehlen, so etwas alleine zu machen. Aber als Gruppenprojekt, als Gemeinschaftsprojekt kann man so etwas natürlich sehr gut umsetzen. Deswegen: Das Wichtigste ist viel Ausdauer und unbedingter Wille und einfach die Bereitschaft auch mal über die Grenze der Belastung hinaus Alles zu geben.

Hoffst Du, andere durch Dein Beispiel zu inspirieren?
Vielleicht wird es ja Schulen geben, die das nachahmen. Mal sehen. Könnte ich mir auf jeden Fall gut vorstellen solange sie unseren Vereinsnamen erwähnen. So egoistisch bin ich dann doch noch. Gerade wenn ich als Schüler so etwas alleine auf die Beine stelle, hoffe ich auch, dass das für andere Schüler eine Inspiration ist. Und es gibt auch schon einen an meiner Schule der jetzt eine Integrations-AG starten will, was ich auch sehr cool finde.

Machen wir eine Ausflug ins Politische: Glaubst Du, das die Flüchtlingsintegration im Deutschland gelingen kann?
Ich glaube dass die Integration schon ganz gut gelingt. Bei uns jetzt zum Beispiel: Ich hab in der Flüchtingsklasse kennen gelernt im Januar. Ich war da und die konnten wirklich gar kein Deutsch. Und dann war ich jetzt acht Monate später noch mal da. Und sie sprechen wirklich super Deutsch. Die können mich verstehen, sie reden ganz normal. Mittlerweile wurden sie glaube ich eingegliedert in einer deutschen Klasse. D.h, sie reden miteinander. Wahrscheinlich verabreden sie sich auch miteinander.
Ich beziehe das Projekt auch immer wieder gerne auf die gesamte Flüchtlingssituation, dieses „Wir schaffen das!“. Bei diesem Projekt gab es so viele Situationen, wo es aussichtslos schien. Und so ist es auch in der politischen Situation. Da soll man sich auch nichts vormachen. Das ist eine Ausnahmesituation, die extrem schwer zu lösen ist. Auch dieses Projekt war extrem schwer und es hat mich an psychische und auch physische Belastungsgrenzen gebracht. Und so wird es auch vielen Deutschen gehen, hier durch die Flüchtlingskrise. Aber man kann es schaffen am Ende und das will ich mit dem Projekt auch zeigen.

Ja, und uns geht es ja auch vergleichsweise gut
Das ist auch noch ein Punkt: Uns geht es ja gut. Ich kann die Leute nicht verstehen, die sich aufregen. Ich habe eine harte Zeit durchgemacht, durch das Projekt. Aber im Vergleich zu dem, was die Leute in den Ländern woher sie flüchten, was sie da durchmachen mit Krieg und jeden Tag ums Überleben kämpfen. Da ist so ein Projekt aber nichts gegen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Angst um mein Leben. Das ist ja noch lange nicht in der Liga, in der sich diese Leute befinden, die ihr Land mit einem Boot verlassen und da auch noch mal ihr Leben aufs Spiel setzen, um hier hinzukommen.

Gibt es eine Botschaft, die Du mit dem Projekt auch vermitteln willst?
Vor allem will ich auch den Erwachsenen sagen, dass sie, wenn sie eine Idee haben, wenn sie eine Vision haben, wenn sie irgendeinen Traum haben, von irgendetwas, es ist egal wie groß, dass sie nicht denken sollen, das ist zu schwer, das ist zu hohes Risiko, das schaff ich eh’ nicht, das ist zu viel Arbeit. Einfach das umzusetzen, aus dem einfachen Grund, weil man die Idee hatte und weil man sie gut findet. Das will ich den Leuten auf den Weg geben und da ist das Projekt das beste Beispiel. Du lernst neue Leute kennen, du wächst über dich hinaus, du lernst deine Belastungsgrenzen kennen, du kannst mal deine ganze Energie entfachen, die in dir steckt. Du kriegst einfach das Gefühl, dass Du alles schaffen kannst was du willst. Das will ich zeigen mit dem Projekt.

So kurz vor dem Höhepunkt: Würdest Du es noch mal machen?
Mit dem Wissen, das ich jetzt habe würde ich mir viele Dinge einfacher machen. Aber wenn ich berücksichtige, was ich Neues gelernt habe, wieviele Vorurteile ich abgebaut habe, was für einen differenzierteren Blick auf die Welt ich habe, welche neuen Freundschaften, welche Wege sie mir aufgezeigt haben, dann würde ich es auf jeden Fall noch mal machen. Schon wegen des Gefühls, dass es einem gibt: Dieses unglaubliche Selbstbewusstsein, einfach so die Selbstsicherheit, dass Du weißt, wenn Du etwas willst, dass Du es schaffen kannst. Das wird mir für mein weiteres Leben viel bringen.
Viele sagen natürlich auch, das ist ja super für Deinen Lebenslauf, das kannst Du ja super später verwenden. Ja, kann ich auch, aber das ist doch nicht der Grund, warum ich das mache. Ich mache es, weil ich die Idee habe und ich einfach das Gefühl habe, dass ich die Idee umsetzen muss. Das ist der ganz einfache Grund. Das verstehen viele Leute nicht, dass man einfach mal eine Sache macht, weil man fest daran glaubt und nicht weil man sieht, das bringt mir da was und das bringt mir da was. Ne Alter, das ist einfach um es zu machen. (zab)

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Veranstaltungsdaten:

„Refugees welcome on stage“
am
18.12.2015
um
20:00 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr)
in der
Aula des Gymnasiums Kreuzgasse
Vogelsanger Straße 1, 50672 Köln

Tickets über kölnticket (0221-2801) oder an der Abendkasse

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Musikbrücke e.V. auf Facebook

zum Bericht: Umfrage: Schüler sind skeptisch, dass Schulen die Flüchtlingskinder integrieren können

Ein Kommentar

  1. Lieber Sebastian,
    Ich bin total beeindruckt von Deinem Projekt.finde ganz toll,was und wie Du das meisterst und bereits gemeistert hast.So etwas ist doch viel wertvoller und lebensnaher,als trockener Schulunterricht.Kann nicht verstehen,dass es Probleme gibt,weil Du durch diese Arbeit die Schule etwas vernachlässigt hast. Du hast doch gezeigt,wie Du mit Phantasie,Idealen,Kraft und Mut etwas anpacken kannst,———-warum müssen wir immer so in Noten und Schulabschlüssen denken ??
    ( Bin übrigens selber Lehrerin,von mir würdest Du eine Eins dafür bekommen)
    Viel glück!!!

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