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Wie setze ich sinnvoll Filme im Unterricht ein? Schweizer Fachforum vermittelt Know-how von erfahrenen Pädagogen

ZÜRICH. Filme im Unterricht? Können sehr viel mehr sein als eine Überbrückung von Freistunden oder zur Unterhaltung kurz vor den Ferien – nämlich ein pädagogisches Instrument, mit dem sich auch schwierige Stoffe anschaulich vermitteln und Schüler gut motivieren lassen. Ein Fachforum in der Schweiz vermittelt jetzt das nötige Know-how. 

Play

Ob ein gefilmter Versuch in Chemie, der nach Belieben und dem Verständnis der Schüler angehalten oder wiederholt werden kann, ob ein Spielfilm im Original, der ausschnittweise im Fremdsprachen-Unterricht zum Einsatz kommt, oder eine historische Dokumentation in Geschichte: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, und die zunehmend bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik vereinfacht die Nutzung durch Lehrkräfte immer mehr.

Mit „Play to learn“ findet am 19.März erstmals ein Fachforum in der Schweiz statt, bei dem sich Lehrende, bildungspolitisch interessierte Personen und Medienschaffende über die Zukunft von Film und Video im Unterricht austauschen können. Praktische Workshops geben Gelegenheit zur Erweiterung der eigenen Fähigkeiten. Experten wie der deutsche Medienpädagoge Hanspeter Hauke thematisieren neue Forschungsergebnisse ebenso wie praktische Anwendungsfälle im Schulalltag. Das gegenseitige Lernen über den zukunftsweisenden Einsatz von Video im Unterricht – vor, während und im Anschluss an Präsenzeinheiten – bildet den Fokus des Forums. Ab sofort sind Anmeldungen möglich. Veranstaltungsort ist das Kultur- und Kongresszentrum Trafo Baden in der Nähe von Zürich.

Bildungsforscher sprechen sich für den verstärkten Einsatz von Filmen im Unterricht aus – so Prof. Friederike Tilemann, Leiterin des Fachbereichs Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Ihr zufolge bieten „gezielt ausgewählte Filme reichlich Potenzial, die Themen emotional anknüpfbar zu machen. Man kann mit Filmen an Orte auf der Welt reisen, an die man sonst nicht gelangt, Menschen treffen, die von ihrem Leben erzählen, von historischen Ereignissen oder über schwierige Lebenssituationen. Problembelastete oder schamerfüllte Themen wie Gewalt, Sucht, Liebe und Sexualität werden anhand von Filmfiguren besprechbar.“ (Zeitschrift Grundschule, 6/2015, Seite 25)

Hier gibt es weitere Informationen zum Fachforum „Play to learn“.

2 Kommentare

  1. Hierzu empfehle ich das Buch von Metin Tolan: Geschüttelt, nicht gerührt – James Bond und die Physik. Hier sind Szenen aus James Bond-Filmen physikalisch aufgearbeitet – man muss sich „nur noch“ um die entsprechenden Szenen kümmern und dann kann man diese im Unterricht gewinnbringend einbauen.
    Auch teilweise zu empfehlen: Big Bang Theory.

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