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Flüchtlinge in Turnhallen – 1120 Sportstunden ausgefallen

ERFURT. Nach Angaben des Thüringischen Migrationsministeriums stehen bislang landesweit zehn  Turnhallen nicht für den Sportunterricht zur Verfügung, weil sie als Unterkünfte für Flüchtlingen herhalten müssen. Dadurch sind zwar gerade einmal 0,1 Prozent der Sportstunden ausgefallen, Prognosen wie es weitergeht sind aber derzeit schwierig.

Wegen der Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen sind in Thüringen 2015 rund 1120 Sportstunden ausgefallen. Das geht aus einer Antwort des Migrationsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervor, über die gestern zuerst die «Thüringische Landeszeitung» berichtete.

Die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen beeinträchtigt naturgemäß den Sportunterricht. Foto: Stadt Kamp Lintfort, flickr(CC BY-NC-SA 2.0)

Die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen beeinträchtigt naturgemäß den Sportunterricht. Foto: Stadt Kamp Lintfort, flickr(CC BY-NC-SA 2.0)

Bei gutem Wetter könne Sport jedoch im Freien oder ansonsten in vorhandenen Ausweichobjekten unterrichtet werden. Den Angaben zufolge stehen in Thüringen bislang zehn Turnhallen wegen der Aufnahme von Flüchtlingen nicht für den Sportunterricht zur Verfügung.

Eine Prognose zum künftigen Ausfall von Sportstunden konnte das Ministerium nicht treffen. Für die Dauer der Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen werde gemeinsam mit den Schulträgern nach geeigneten Ausweichobjekten gesucht, hieß es.

Die Linke-Landtagsfraktion erklärte, dass nur 0,1 Prozent der Sportstunden bis Anfang Dezember durch die Belegung der Sporthallen mit Flüchtlingen ausgefallen seien. Die Kommunen gingen sehr verantwortungsvoll mit der Nutzung von Sporthallen als vorübergehende Flüchtlingsunterkunft um. Betroffen seien nur wenige Kommunen, meist solche mit angespannter Wohnungslage wie die Stadt Jena. (dpa)

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