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GEW-Chefin Tepe warnt zum Gedenktag für NS-Opfer vor Hetze gegen Flüchtlinge

FRANKFURT/MAIN. Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags mahnt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine humanitäre Flüchtlingspolitik sowie entschiedenen Widerstand gegen rassistische Ausgrenzungen in Europa an. „Insbesondere unsere Geschichte verpflichtet uns zur Humanität. Wir stellen uns der Aufgabe, jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu ächten und zu bekämpfen“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Mittwoch während einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung der Bildungsgewerkschaften Histadrut Hamorim (Israel), NSZZ Solidarność und ZNP (beide Polen) sowie des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) und der GEW (beide Deutschland) in Ausschwitz.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar": GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Foto: Foto: Kay Herschelmann

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“: GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Foto: Foto: Kay Herschelmann

„Es ist besorgniserregend, dass Alltagsrassismus, rechtspopulistische Stimmungsmache und Hetze gegen Flüchtlinge sowie rechtsextreme Gewalt enorm zunehmen“, betonte Tepe. Sie forderte besondere Wachsamkeit gegenüber menschenverachtendem Gedankengut sowie größte Achtsamkeit gegenüber Entwicklungen, die die Demokratie gefährden.

„Insbesondere in Deutschland müssen wir uns vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Verbrechen auf allen Ebenen dagegen wehren, dass die menschliche Würde missachtet und Fremde und Andersdenkende abgewertet werden. In diesen Zeiten müssen wir als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, als Pädagoginnen und Pädagogen sowie als Demokratinnen und Demokraten Solidarität und Humanität als Leitlinie unseres Handelns wachhalten“, appellierte die GEW-Vorsitzende. Sie verwies auf Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – dies gelte für alle Menschen. pm

Zum Bericht: Eine halbe Million Flüchtlingskinder leben mittlerweile in Deutschland

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