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Linksfraktion im Nordosten will Prüfung nach Klasse 10 – “Leistung muss sich lohnen”

BANZKOW. Die Linke will zurück zu verbindlichen Prüfungen nach Klasse zehn auch an den Gymnasien in Mecklenburg-Vorpommern. Die derzeit gültigen Regelungen seien zu kompliziert und verbauten zudem Jugendlichen, die sich freiwillig einer Prüfung unterzögen, den Weg zum Abitur, begründete die Landtagsabgeordnete Simone Oldenburg am Donnerstag die Forderung ihrer Fraktion.

«Eine Prüfung für alle muss erstens einen qualifizierten Schulabschluss ermöglichen, darf zweitens den Bildungsweg nicht beenden und sollte drittens Ausnahmen zulassen», sagte die Bildungsexpertin am Rande einer Fraktionsklausur in Banzkow bei Schwerin. So könnten Schüler bis zu einem bestimmten Notendurchschnitt von der Prüfung befreit werden. «Leistung muss sich wieder mehr lohnen als bisher», sagte Oldenburg.

Die Wiederaufnahme der Prüfungen müsse Bestandteil weitergehender Bestrebungen sein, Jugendlichen einen qualifizierten Schulabschluss zu ermöglichen. Zu viele Jugendliche blieben ohne Schulabschluss, würden die Ausbildung abbrechen oder Facharbeiterprüfungen nicht schaffen. «Auch um den Fachkräftebedarf abdecken zu können, brauchen wir mehr Abschlüsse der Mittleren Reife», betonte Oldenburg. dpa

Ein Kommentar

  1. wie kann eine zentrale Abschlussprüfung das Scheitern einer Facharbeiterausbildung verhindern?

    Die Ausnahme galte ich für angehende Sek ii-Schüler für sinnvoll, weil jemand mit Abitur keinen MSA braucht. Man hat also mit der Versetzung in die Sek ii automatisch auch den MSA. Eine für solche Schüler meist sehr einfache Prüfung ist daher nur unnötiger Stress.

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