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SPD-Fraktion in Rheinland-Pfalz gegen weitere Schulreformen in nächster Zeit

MAINZ. Für die rheinland-pfälzischen Schulen hat sich in der letzten Legislaturperiode einiges geändert. Nun soll erst einmal Ruhe sein, wenn es nach der SPD-Landtagsfraktion geht. Die Opposition zieht derweil eine negative Bilanz der Reformen.

Die SPD plant nach Angaben der Landtagsfraktion zunächst keine weitere Schulreform in Rheinland-Pfalz. «Es stehen keine Schulstrukturreformen an in den nächsten Jahren», sagte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Bettina Brück, nach einer Fraktionsklausur. Am 13. März wählen die Rheinland-Pfälzer einen neuen Landtag.

Geht es nach dem Willen der SPD-Fraktion gibt es im Landtag von Rheinland-Pfalz in nächster Zeit keine größeren Schul-Debatten. Foto: Roland Struwe /Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Geht es nach dem Willen der SPD-Fraktion gibt es im Landtag von Rheinland-Pfalz in nächster Zeit keine größeren Schul-Debatten. Foto: Roland Struwe /Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

In Rheinland-Pfalz hatte das SPD-geführte Bildungsministerium in den vergangenen Jahren die Hauptschulen in Realschulen plus überführt, acht Jahre Gymnasium nur an einzelnen Standorten eingeführt und die Klassengrößen in Grundschulen gesenkt. Brück bezeichnete dies als Erfolg. Künftig müsse es um den weiteren Ausbau von Qualität und Selbstverantwortung in den Schulen gehen. SPD-Fraktionschef Alexander Schweitzer betonte: «Sie haben an keiner Ecke des Landes den Schulkampf erlebt.»

Die CDU-Landtagsopposition zog dagegen eine negative Bilanz: Rot-Grün habe das Wahlversprechen gebrochen, auch die Klassengrößen in der Orientierungsstufe zu senken. Über allem schwebe zudem der Unterrichtsausfall. Die CDU-Fraktion fordert 600 neue Lehrerstellen in einem ersten Schritt. Der Unterrichtsausfall ging – ohne Fehlzeiten von Lehrern wegen Krankheiten und Fortbildungen – laut Bildungsministerium an allgemeinbildenden Schulen von 1,6 Prozent im vergangenen Schuljahr auf 1,4 Prozent im laufenden Schuljahr zurück. (dpa)

zum Bericht: CDU will mehr Elternbeteiligung von Eltern in Rheinland-Pfalz

 

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