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Spielend programmieren lernen – Lego stellt «Education WeDo 2.0» für Grundschüler vor

LAS VEGAS. Lego will Kindern ab sieben Jahren mit einem neuen Baukasten-Set auf spielerische Art Grundlagen zum Programmieren beibringen. Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas stellte der dänische Spielzeughersteller das Set «Lego Education WeDo 2.0» vor.

Das Ausgangsprodukt: Lego-Steine. Foto: Kenny Louie / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Das Ausgangsprodukt: Lego-Steine. Foto: Kenny Louie / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

In Projekten, bei denen es etwa um eine Rettungsaktion nach einem Unwetter geht oder um den Bau von erdbebensicheren Gebäuden, können sich Kinder aus der 2. bis 4. Klasse naturwissenschaftliche Grundlagen und die elementare Logik des Programmierens aneignen. In erster Linie sei «WeDo 2.0» für den Einsatz im Schulunterricht konzipiert und speziell in bestehende Lehrpläne eingebunden, sagte Michaela Halt, Sprecherin von Lego Education, auf Anfrage.

Dabei geht es zum Beispiel darum, kleine Robotik-Modelle mit den Lego-Steinen zu bauen und Programmierstein, Motor sowie verschiedene Sensoren zu integrieren. Mit einem Baukasten können je zwei Schüler alle Projekte im Lieferumfang abschließen.

«Lego Education WeDo 2.0» wurde gemeinsam mit Wissenschaftlern des renommierten MIT in Cambridge, Massachusetts, sowie mit Fachleuten in aus verschiedenen Ländern entwickelt. Es soll in mehreren Sprachen ab Anfang Januar für iPad, Android, PC und Mac erhältlich sein, eine Version für Chromebooks soll in der zweiten Hälfte des Jahres folgen. Für Lehrkräfte steht ein Paket mit zusätzlichen Materialien zur Verfügung, die die Grundlage für einen lebendigen Unterricht bieten sollen. Auch Fortbildungen werden angeboten. Eine spezielle Ausgabe für den Einzelhandel werde es nicht geben. dpa

8 Kommentare

  1. Tolle Sache, Kinder sehr früh an und in der Welt des Computers zu integrieren. Allerdings fände ich es wesentlich besser, wenn man vor der Lerneinheit des Programmierens die Tastaturerarbeitung stellt. Kinder die frühzeitig lernen richtig mit der Tastatur umzugehen, können nicht nur sicherer und schneller arbeiten, sie arbeiten auch dauerhaft gesünder, da sie automatisch eine bessere Sitzhaltung einnehmen.

    Sprichwörter wie „Früh übt sich!“ oder „Was Hänschen nicht lernt, …!“ haben hier durchaus eine berechtigte Bedeutung, da unsere schnelllebige Zeit die Kinder und jugendlichen immer schneller an die Tastatur bringt sollen Basiskenntnisse auch vorab vermittelt werden.

  2. Wenn es um die Lego-Roboter wie EV3 geht, dann können diese Roboter mit der Maus per drag and drop programmiert werden. Sie müssen also kaum mit der Tastatur umgehen können.

  3. Kinder müssen nicht nur mit Lego-Computer umgehen können. Um später im Berufsleben erfolgreich zu sein, sollten sie neben der schnellen drag and drop-Methode auch die restliche Tastatur sicher bedienen können.

    • Ich glaube nicht, dass jemand im Berufsleben scheitert, weil der die Tastatur nicht bedienen kann. Steht ja alles drauf 🙂

  4. Es geht nicht um das Scheitern, es geht um sicheres, schnelles und vor allem ergonomisches und damit wesentlich gesünderes Arbeiten im Büro.

    • Was aber nicht Inhalt des Informatikunterrichts sein kann. Ist es für Grundschüler und deren kleine Hände schon sinnvoll, Maschinenschreiben zu lernen?

    • 6-10 Jahre alte Kinder sind auf einen ergonomischen Arbeitsplatz im Büro angewiesen. Schon klar …
      (zumal die wenigsten Arbeitsplätze in einem Lehrerzimmer ergonomisch sein dürften).

      Kinder im Grundschulalter haben meines Erachtens an einem Computer noch nichts verloren, sie sollen ihren natürlichen Bewegungsdrang an der frischen Luft ausleben. Daddeln und sich deswegen im Unterricht nicht konzentrieren können tun zu viele noch früh genug.

  5. @GriasDi
    ja es ist sinnvoll, so früh wie möglich damit anzufangen, bevor sich die Kids eigene Wege gesucht haben. So müssen sie nicht umlernen, sondern können es von Anfang an richtig machen und haben die Chance am PC sicher, schnell und vorallem fehlerfrei zu arbeiten. 🙂
    @xxx
    In unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig auch bereits Kindern im Grundschulalter die richtigen Werkzeuge mitzugeben und dazu gehört nun mal auch der PC. Früher hat man Tastschreiben in den Berufsbildenden Schulen unterrichtet, es gab ja auch keine PCs. Somit hat dies ausgereicht. Wer heute nicht die Chance hat frühzeitig mit dem Tastschreiben zu beginnen, tut sich später sehr schwer. Die meisten Kids haben Kontakt mit einem PC noch bevor sie in die Schule kommen. Und wer die Tastatur kennt, kann hier besser seine Arbeiten ausführen. Er muss nicht lange suchen. Sicher gehört es nicht in die erste Klasse. Aber, ab der dritten Klasse kann es gut und spielerisch vermittelt werden und bringt in jeder Hinsicht großen Nutzen.

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