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Von der Leyens Doktorarbeit wird weiter geprüft

HANNOVER. Nach Plagiatsvorwürfen hatte Bundesverteidigungsministerin Von der Leyen selbst um die Überprüfung ihrer Doktorarbeit an der Medizinischen Hochschule Hannover gebeten. Gut drei Monate nach dem Start der Prüfung liegt noch kein Ergebnis vor.

Die Ende September von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eingesetzte Kommission für Gute Wissenschaftliche Praxis treffe sich etwa einmal pro Woche, sagte MHH-Sprecher Stefan Zorn. Das Gremium tage autark und könne externe Gutachten hinzuziehen.

Die Internetplattform Vroniplag hatte den Vorwurf erhoben, Ursula von der Leyen habe in ihrer medizinischen Doktorarbeit fremde Texte ohne saubere Kennzeichnung übernommen. Foto: Global Panorama, Mueller, MSC / flickr (CC BY-SA 2.0)

Die Internetplattform Vroniplag hatte den Vorwurf erhoben, Ursula von der Leyen habe in ihrer medizinischen Doktorarbeit fremde Texte ohne saubere Kennzeichnung übernommen. Foto: Global Panorama, Mueller, MSC / flickr (CC BY-SA 2.0)

Plagiatsjäger werfen der Verteidigungsministerin und CDU-Politikerin schwere Regelverstöße in ihrer 1990 erschienenen medizinischen Doktorarbeit vor. Auf der Internetseite Vroniplag Wiki ist von Plagiatsfundstellen auf 27 von 62 Seiten der Dissertation die Rede. Von der Leyen streitet die Vorwürfe ab und bat ihre frühere Hochschule selbst im August, um eine Überprüfung der Arbeit.

In der Vergangenheit sahen sich zahlreiche Politiker mit Plagiatsaffären konfrontiert. Der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) trat 2011 kurz nach Entzug seines Doktortitels zurück. Annette Schavan (CDU) erklärte 2013 ihren Rücktritt als Bundesbildungsministerin, nachdem die Universität Düsseldorf ihren Doktortitel aberkannt hatte. (dpa)

zum Bericht: Nach Plagiatsvorwürfen gegen von der Leyen: Experten streiten über Verjährungsfrist für Entzug von Doktortiteln

Ein Kommentar

  1. wie, schon über eine Woche und immer noch kein Ergebnis? Da wird man als Journalist aber sehr ungehalten!

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