«Amok»-Schmiererei an Gymnasium – Direktor schickt 1.100 Schüler nach Hause

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DUISBURG. Eine Schmiererei, die einen Amoklauf befürchten lässt, verschreckt ein Gymnasium in Duisburg. Der Direktor schickt die 1100 Schüler kurzerhand nach Hause. Eine konkrete Amok-Gefahr ergibt sich nicht.

Oft werden Amok-Drohungen an Schulwände gesprüht. Foto: Jörg Klemme, Hamburg / pixelio.de (1)
Oft werden Amok-Drohungen an Schulwände gesprüht. Foto: Jörg Klemme, Hamburg / pixelio.de (1)

Das Duisburger Steinbart-Gymnasium hat am Montag vorzeitig den Unterricht abgebrochen, weil auf einer Mädchentoilette der Schriftzug «Amoklauf 1.2.2016» gefunden worden war. Das sagte der Schulleiter Ralf Buchthal. Polizeibeamte befragten Schüler. Einen Hinweis darauf, wer die Drohung an die Wand geschrieben habe, gab es aber nicht. Am Dienstag werde wieder Unterricht stattfinden, hieß es.

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Die Schmiererei sei wegen des konkreten Datums besorgniserregend gewesen. Zudem habe man nicht einschätzen können, ob es sich um die ernste Ankündigung einer Amok-Tat oder lediglich um einen schlechten Scherz gehandelt habe, so Buchthal. Vorsorglich seien die 1100 Schüler des Gymnasiums gegen 11 Uhr nach Hause geschickt worden. Viele der jüngeren Jahrgänge seien verschreckt gewesen.

Bereits vor einer Woche war das Wort «Amok» an einem benachbarten Duisburger Gymnasium mit Farbe an Toilettenwände geschmiert worden. Dort hatte sich laut Polizei eine 13-Jährige zu der Kritzelei bekannt. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. dpa

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