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Behinderten Schüler im Bus vergessen – künftig wird gezählt

MAINZ. Erst nach sieben Stunden war aufgefallen, dass der 18-jährige geistig behinderte Schüler an der Schule nicht ausgestiegen war. Jetzt vereinbart die Stadt mit dem Fahrdienst vertraglich eine eigentliche Selbstverständlichkeit.

Ein 18-jähriger Schüler mit geistiger Behinderung wurde in einem Kleinbus vergessen und musste dort sieben Stunden lang ausharren – jetzt hat die Stadt Mainz aus dem Vorfall Konsequenzen gezogen. Um Ähnliches zu vermeiden, sei mit dem Fahrdienst vertraglich vereinbart worden, dass dieser die Schüler zählen müsse, die Stadt Mainz mit. Ein Beifahrer hatte im Januar nicht bemerkt, dass der Teenager nicht bei der Schule ausgestiegen war. Das fiel erst Stunden später auf. Der Fahrdienst entließ daraufhin den Beifahrer.

Eigentlich kaum vorstellbar, einen Jugendlichen in einem Kleinbus zu vergessen. Foto: Arnar Ram 2 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Eigentlich kaum vorstellbar, einen Jugendlichen in einem Kleinbus zu vergessen. Foto: Arnar Ram 2 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Stadt Mainz bezeichnete den Vorfall als «völlig inakzeptabel und höchst bedauerlich» sowie als «menschliches Versagen in einem außergewöhnlichen Einzelfall». Auch der Lebenshilfe Rheinland-Pfalz sei kein ähnlicher Fall im Land bekannt, wie Landesgeschäftsführer Matthias Mandos auf Anfrage mitteilte. (dpa)

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