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Damit Schulen sich besser vorbereiten können: Bildungsstand von Flüchtlingskindern wird erfasst

HEIDELBERG. Flüchtlingsfamilien werden bei der Ankunft in Baden-Württemberg seit gut einem Monat zur Schullaufbahn ihrer Kinder befragt – seither wurden Daten von 1800 Schülern erfasst. «Wir wollen diesen Kindern und Jugendlichen möglichst schnell Zugang zu einem passgenauen Bildungsangebot verschaffen», sagte Staatssekretärin Marion von Wartenberg am Dienstag laut Mitteilung. Sie stellte in Heidelberg zwei Verfahren zur Förderung von Flüchtlingskindern vor.

Bei der sogenannten bildungsbiografischen Ersterfassung werden im zentralen Registrierungszentrum in Heidelberg Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre unter anderem gefragt, ob sie lesen und schreiben können und wie lange sie auf der Schule waren. Anhand der Informationen können sich Schulen auf den Förderbedarf eines Schülers vorbereiten, wie das Kultusministerium mitteilte. Ab 1. März sollen in Heidelberg sieben Stellen von pädagogischen Fachkräften besetzt sein, die bis zu 150 Kinder mit ihren Eltern pro Tag befragen. Auch andere Länder befragen Kinder in ähnlicher Weise zu ihrer Schullaufbahn.

Mit einem Pionierprojekt schließt Baden-Württemberg an die Befragung an: Seit dieser Woche können geflüchtete Kinder und Jugendliche, die bereits eine Vorbereitungsklasse besuchen, einen Bildungstest machen. Mit einem eigens dafür entwickelten Computerprogramm werden sie unter anderem auf Wissen in Mathe, Sprachen und auf sogenannte überfachliche Kompetenzen wie Organisationsfähigkeit getestet. Mit den Ergebnissen dieser Potenzialanalyse kann den Angaben zufolge ein Bildungsweg möglichst passgenau geplant werden. Von Wartenberg will so «bundesweit neue Standards» setzen. Das Bundesbildungsministerium fördert das Projekt mit zwei Millionen Euro. dpa

Ein Kommentar

  1. gute Idee, machen die anderen Bundesländer das auch?

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