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Grüne beklagen hohen Anteil von Lehramtsstudenten ohne Abschluss

SCHWERIN. Geringe Erfolgsquoten beim Lehramtsstudium in Rostock und Greifswald drohen nach Ansicht der Grünen den absehbaren Personalmangel an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern noch zu befördern. Von 733 Lehramtsstudenten, die im vergangenen Studienjahr exmatrikuliert wurden, hätten nur 330 ihr Studium nach bestandener Prüfung beendet, teilte der Landtagsabgeordnete Johannes Saalfeld am Mittwoch in Schwerin mit. Er berief sich dabei auf Daten aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Auch wenn ein Teil der Studenten die Hochschule gewechselt habe, sei die Zahl der Lehramtsstudenten ohne Abschluss alarmierend.

«Wir müssen also derzeit von über 50 Prozent Schwund ausgehen», konstatierte Saalfeld. In seinen Prognosen gehe das Bildungsministerium aber von deutlich geringeren Zahlen aus. «Wir werden deshalb in einigen Jahren einen Engpass beim Lehrernachwuchs vorfinden», warnte Saalfeld. Er forderte Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) auf, gemeinsam mit den Hochschulen Wege zu finden, die mehr Studierende erfolgreich zu einem Abschluss führen.

Saalfeld erneuerte den Grünen-Vorschlag nach Einführung eines Praxissemesters und eines garantierten Vorbereitungsdienstes. Damit lasse sich das Lehramtsstudium in Mecklenburg-Vorpommern «attraktiver, schulnäher und verlässlicher gestalten». dpa

3 Kommentare

  1. Das ist enorm. Woran liegt das?

    Zu meiner Zeit habe auch viele, mit denen ich gemeinsam anfing, ihr Lehrerstudium nicht beendet. Meist sind sie vor dem 1. Staatsexamen ausgeschieden, um doch etwas anderes zu machen. Zwischen 1. und 2. Staatsexamen sind nur wenige ausgeschieden. Die Gründe kenne ich nicht. Es hieß immer nur vage “Es gab Probleme mit ihm/ihr” im Referendariat.

  2. den meisten dürfte das Studium zu hart sein, danach kommt die Realität durch die Praktika oder doch die Möglichkeit der Promotion und ggf. Wechsel in die freie Wirtschaft mit besseren Aufstiegschancen. ein garantiertes Referendariat ist nicht nur sinnvoll, sondern notwendig.

  3. Hat nicht Herr Brodkrob erst dafür gesorgt, dass in Mecklenburg-Vorpommern das Lehramtsstudium zum WS12/13 komplett umgestellt wurde und es erst möglich machte, dass der Druck auf Lehramtsstudierende anstieg und die Möglichkeiten geschaffen wurden, dass diese schneller zwangsexmatrikuliert werden können?
    Ist es nicht so, dass sich diese dramatischen Abbruchzahlen erst seit diesem Zeitpunkt entwickelt haben?

    Herr Brodkorb soll also ein Problem lösen, das er selber verursacht hat?

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