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Inklusion, ja und? In Sachsen wurde jetzt für 35 Millionen Euro eine neue Förderschule gebaut

CHEMNITZ. Dass bundesweit Förderschulen geschlossen werden, sehen viele Eltern – auch von behinderten Kindern – kritisch. In Sachsen allerdings scheinen die Uhren rückwärts zu gehen. Nicht nur, dass hier die Förderschulen noch immer mit jährlich 240 Millionen Euro vom Land unterstützt werden. Jetzt wurde auch noch in Chemnitz ein neues Förderzentrum eröffnet. Baukosten: 35 Millionen Euro – für gerade mal 250 Schüler. Nur behinderte Kinder werden aufgenommen. 

Der Start nach den Winterferien war für 250 Chemnitzer Schüler in zweifacher Hinsicht spannend: Nach mehr als drei Jahren Bauzeit konnten sie am Montag ihr neues Schulgebäude auf dem «Terra Nova Campus» beziehen. Das Förderzentrum für körper- und zum Teil mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche wurde am Vormittag von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) eröffnet.

Die Schule sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie Schülern die besten individuellen Lernbedingungen geboten würden, sagte Tillich zur Einweihung. Um widersprüchlich fortzufahren: Das Thema Inklusion müsse vorangebracht werden, dennoch seien auch Förderschulen ein wichtiger Bestandteil des Bildungssystems.

Der Chemnitzer Neubau kostete insgesamt stattliche 35 Millionen Euro. Es handelt sich um das größte Bauprojekt in der Stadt seit Jahrzehnten. Der 14.000 Quadratmeter umfassende Komplex bietet Klassenräume, einen Therapie- und Medizinbereich, außerdem eine Heim- und Ganztagsbetreuung sowie eine Sporthalle mit 200 Zuschauerplätzen. Der Bau hatte sich unter anderem durch das Hochwasser vor drei Jahren verzögert. Ursprünglich war die Fertigstellung für Sommer 2014 geplant.

Etwa 100 der 250 Schüler kommen aus Chemnitz. Darüber hinaus erstreckt sich das Einzugsgebiet bis nach Zwickau, das Vogtland sowie Mittelsachsen und den Erzgebirgskreis. Nicht-behinderte Schüler werden nicht auf die Schule gehen – das war, wie die „Freie Presse Chemnitz“ berichtet, ursprünglich mal anders vorgesehen. Gut zwei Jahre habe es seitens der Kommune Gespräche mit dem Freistaat gegeben, der aber ein gemeinsames Modell nicht fördern wollte, heißt es in dem Bericht. Inklusion? Scheint in Sachsen eine Sache von Sonntagsreden zu sein. News4teachers / mit Material der dpa

Ein Kommentar

  1. die Schule wurde nicht gebaut, sie wurde eröffnet, gebaut wurde wohl seit irgendwann 2012 als das mit der Inklusion noch nicht so extrem war. außerdem nimmt die Schule nur Kinder auf, die an der Regelschule kaum noch zu unterrichten wären. Schließlich ist der Bedarf vorhanden !!

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