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Lindner zur Digitalisierung: „Bildungsföderalismus ist längst zum Problem geworden“

KÖLN. Christian Lindner (FDP) hat auf der Bildungsmesse didacta die Abschaffung des Kooperationsverbots gefordert – und erntete dafür viel Applaus vom Publikum. „Der Bildungsföderalismus ist längst zum Problem geworden“, so Lindner. Unter der Frage „Bildung im Jahr 2020 – welche Veränderungen und Anforderungen hat die Digitalisierung ermöglicht“ diskutierte der FDP-Vorsitzende zusammen mit Reinhard Koslitz, Geschäftsführer des didacta-Verbands, Steffen Ganders von Samsung und dem Lehrer Benjamin Seelisch über Möglichkeiten und Probleme digitaler Bildung.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner (3. v.r.) forderte auf der didacta die Abschaffung des Kooperationsverbots. Foto: Laura Millmann

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner (3. v.r.) setzte sich in einer Diskussionsrunde auf der didacta für die Aufhebung des Kooperationsverbots ein. Foto: Laura Millmann

Auch die SPD forderte auf ihrem Bundesparteitag im Dezember bereits die Abschaffung des Kooperationsverbotes. Laut Lindner gebe es immer mehr Stimmen, die sich dieser Forderung anschließen – darunter Lehrer, Gewerkschaften, Vertreter der Wirtschaft und nicht zu vergessen die Grünen und die Linke im Bundestag. „Die CDU ist als einzige Partei dagegen“, sagte Lindner am Eröffnungstag der didacta. Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) betont derweil immer wieder, es sei nicht der Zeitpunkt, um über Grundgesetzänderungen zu diskutieren.

Dem widersprach Lindner nun heftig: „Die Länder und die Kommunen können in der Frage der Digitalisierung nicht allein gelassen werden, sonst steht Deutschland ganz schnell auf dem Abstellgleis.“ Er könne sich zum Beispiel vorstellen, als Pendant  zum Wissenschaftsrat einen Bundesbildungsrat einzusetzen, anstatt der Kultusministerkonferenz, um schneller arbeiten zu können. Gegenstimmen bekam Lindner in dieser Diskussionsrunde keine zu hören. N4t

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