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Pädagoge: Gefahr rechter Parolen an Schulen nicht unterschätzen

JENA. Der Jenaer Pädagogik-Professor Michael May hat davor gewarnt, die Gefährlichkeit rechter Parolen in Klassenzimmern oder auf Schulhöfen zu unterschätzen.

Es sei falsch, rechte oder menschenfeindliche Einstellungen als pubertäres Gerede abzutun, sagte er bei einer Weiterbildungsveranstaltung für Thüringer Lehrer. Zudem sei es falsch, bei rechter Hetze zwischen Opfern und Tätern vermitteln zu wollen. Vermittlungsversuche setzten eine Gleichwertigkeit der Konfliktpartner voraus, die es nicht gebe, wenn ein Schüler zum Beispiel als «Schwuchtel» beschimpft werde.

Nach Angaben des Thüringer Bildungsministeriums wurden in einem Rechtsextremismus-Meldesystem des Hauses im vergangenen Jahr mit zwölf Eintragungen deutlich mehr Fälle registriert als im Jahr 2014. Damals sei es nur ein Vorfall gewesen, sagte ein Sprecher von Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke). In Thüringen gibt es 237 000 Schüler. Weil die Zahl der Fälle mit Blick darauf gering sei, dürfe diese Steigerung nicht überinterpretiert werden, sagte er. (dpa)

2 Kommentare

  1. Prof. May hat völlig recht. Hat er übrigens auch etwas über linke Parolen gesagt?

  2. Zwölf Eintragungen im letzten Jahr?
    Ich lach mich tot.

    Was für ein Meldesystem ist das? Eine Einschätzung der außerschulischen Bildungsträger über das, was an den Schulen im Zuge des Flüchtlingskrise los ist, dürfte der Realität um ein vielfaches näher kommen.

    Aber immerhin die Relation 2014 zu 2015 dürfte der Realität entsprechen.

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