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7. Jahrestag des Amoklaufs von Winnenden – Jetzt beginnt ein Prozess gegen Vater des Schützen

Sieben Jahre nach dem Amoklauf an einer Schule in Winnenden ist am Freitag erneut der Opfer der Bluttat gedacht worden. Um 9.33 Uhr läuteten die Glocken der Kleinstadt bei Stuttgart – zu dieser Zeit war am 11. März 2009 der erste Notruf eines Schülers bei der Polizei eingegangen. Am Mahnmal im Stadtgarten nahe der Albertville-Realschule verlasen zwei Jugendgemeinderäte die Namen der insgesamt 15 Ermordeten, ein Pfarrer betete das Vater unser. Für den Tag waren ökumenische Gottesdienste und eine Lichterkette geplant.

Der 17 Jahre alte Amokläufer war mit der Waffe seines Vaters in seine ehemalige Schule eingedrungen und hatte während des Unterrichts acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen ermordet. Auf seiner Flucht nach Wendlingen (Kreis Esslingen) erschoss er drei weitere Menschen und sich selbst.

Gedenken vor der Albertville-Realschule in Winnenden. Foto: Ra Boe / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Gedenken vor der Albertville-Realschule in Winnenden. Foto: Ra Boe / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

In wenigen Tagen, am 22. März, startet noch ein Prozess zu der Bluttat: Der Vater des Täters verklagt Ärzte einer psychiatrischen Klinik. Diese hätten ihm nicht von der Gefahr berichtet, die von seinem dort behandelten Sohn ausging. Hintergrund ist seine Hoffnung, von Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen freigestellt zu werden, zu denen er verurteilt worden war. Die Waffe hatte sein Sohn im Kleiderschrank gefunden. Der Mann ist deswegen zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. dpa

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