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GEW wünscht sich «Ampel-Koalition» für Baden-Württemberg – und einen Verbleib von Kultusminister Stoch (SPD)

STUTTGART. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wünscht sich eine Koalition aus Grünen, SPD und FDP in Baden-Württemberg. Ihre Organisation wolle eine Regierung mit Beteiligung von Grünen und SPD, sagte die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz am Montag. «Die FDP ist nicht unser Traum, aber eine Ampel ist der einzige Weg, bei dem die bildungspolitischen Reformen fortgesetzt und die Arbeitsbedingungen verbessert werden können.» Bei der Landtagswahl am Sonntag hatte die grün-rote Landesregierung ihre Mehrheit verloren.

Bleibt er trotz des schlechten SPD-Abschneidens im Amt? Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch. Foto: SPD-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg

Bleibt er trotz des schlechten SPD-Abschneidens im Amt? Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch. Foto: SPD-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg

Aus den Wahlprogrammen von CDU und FDP gehe hervor, dass etwa die Gemeinschaftsschule «konsequent zerstört» werden solle. Dies sei nicht die Position der Lehrergewerkschaft, betonte Moritz. Zudem wünsche sich die GEW, dass Kultusminister Andreas Stoch (SPD) im Amt bleibt.

Die erstmalig in den Landtag eingezogene AfD kritisierte sie scharf: Die Partei stehe für Diskriminierung und Isolation. «Das tut unserer Gesellschaft nicht gut.» Für das starke Ergebnis der Rechtspopulisten machte Moritz auch die Bildungsplan-Gegner verantwortlich: Die AfD habe gerade in einigen «pietistischen Hochburgen» viele Stimmen bekommen. dpa

Zur Analyse: Auf Krawall gebürstet: Wie die AfD auch mit der Bildungspolitik Stimmung macht

8 Kommentare

  1. Seit wann ist die regierungsbildung ein Wunschkonzert der GEW? – Also der grunsätzlich erfolglosen Weltverbesserer.

    • Seit wann darf man als Gewerkschaft keine Aussage mehr darüber treffen, welche politische Konstellation man für sinnvoll hält?

      Und die „grundsätzlich erfolglosen Weltverbesserer“ sind angesichts stetig steigender Mitgliedszahlen wohl doch nicht ganz so unerfolgreich, wie ihr Kommentar unterstellt.

      Kostenlosen Rechtsschutz Und Schlüsselversicherung gibt’s schließlich auch woanders. Erfolgreiche Streiks und die Finger auf den richtigen Wunden – damit können die Philologen (Vorsicht, neumodisches Rentnerschreckwort) nicht wirklich punkten.

      • Die Schlüsselversicherung ist latürnich eingewichtiges Argument. Aus diesem und nur aus diesem Grund zahlen viele Mitglieder ihren Gewerkschaftsbeitrag – vor allem Beamte, die in einer DGB-Gewerkschaft so nötig sind wie ein Kropf.

        PS Die meisten wissen es nur nicht, in vielen Haftpflichtversicherungen ist die Schlüsselversicherung mit eingeschlossen.

        • Naja, Beamte sind sehr wohl nötig in einer DGB Gewerkschaft. Selbst wenn sie ncht streiken dürfen (was sich ja hoffentlich und sehr wahrscheinlich bald ändern dürfte) zahlen sie mit ihren Beiträ gen auch ne Menge Geld im die Streikkassen und für die Kampagnen-,Rechtsstreit-, Inhalts- und Organisationsarbeit ein.

          Und die Kolleg*innen die dann streiken, tun das ja auch für sie, denn die erstreikten Gehaltssteigerngen werden auf die Bezüge übertragen.

    • geogs erstem Absatz stimme ich zu. die politiker müssen sich ja nicht dran halten und wenn doch, dann nicht zwingend wegen der gew.

      • … was bezüglich der Forderungen einer GEW vermutlich grundsätzlich die bessere Alternative ist – sich an den Forderungen weiter nicht zu störenund anders zu handeln.

        • für die Schulen wäre es manchmal besser, nicht auf die Ergüsse irgendwelcher Politiker zu hören …
          das ist allerdings kaum möglich.

        • So wahrt jeder sein Gesicht der Unabhängigkeit, doch gehandelt wird gemeinsam. Vor allem die GEW profitiert von diesem Schauspiel, das sie nach Gewerkschaft aussehen lässt, obwohl ihr Tun bei genauerem Hinsehen wenig gewerkschaftlich ist.
          Rechtsschutz und Schlüsselversicherung wiegen meiner Meinung nach nicht annähernd auf, was sich die Lehrer mit der Stärkung der GEW durch ihre Mitgliedschaft einbrocken.
          Verfolgen so wenige die GEW-Aktivitäten?

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