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Philologen kritisieren Abiturreform in Niedersachsen als «leistungsfeindlich»

HANNOVER. Der Philologenverband hat die Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe in Niedersachsen als «leistungsfeindlich» kritisiert. Nach den Plänen könne ein Schüler mit ungenügenden Leistungen in Biologie, Physik und Chemie sowie einer mangelhaften Leistung in Mathematik noch von der elften in die zwölfte Jahrgangsstufe versetzt werden, sagte der Vorsitzende der Lehrerorganisation, Horst Audritz, am Dienstag in Hannover. «Ministerin Heiligenstadt hat offenbar den Ehrgeiz, ihre bisher schon leistungsfeindliche Schulpolitik noch zu toppen», sagte er. Audritz bezeichnete die vorgesehenen Änderungen als «Bildungsabbau pur».

Am Montag hatte das niedersächsische Kultusministerium mitgeteilt, dass die Schüler in den elften Klassen an Gymnasien und Kooperativen Gesamtschulen auch künftig verpflichtend zwei Fremdsprachen belegen müssen. Nach Kritik war das Ministerium von seiner ursprünglichen Position abgerückt, dass nur noch eine Fremdsprache genüge. Der Entwurf der entsprechenden Verordnung befindet sich noch bis zum kommenden Montag in der öffentlichen Anhörung. dpa

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