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Nach der Loriot-Affäre: Schüler dürfen ihre Lehrer künftig großzügiger beschenken

BERLIN. Vor einem Jahr hatte ein Schüler-Geschenk für bundesweite Diskussionen gesorgt: Eine Lehrerin hatte von ihrem Kurs eine Loriot-Figur im Wert von 200 Euro erhalten. Weil sie die Figur nicht hätte annehmen dürfen, musste sie 4000 Euro bezahlen. Das hatte viel Kritik ausgelöst. Die Folge: In Zukunft dürfen Schüler und Eltern Lehrer an Berliner Schulen freigiebiger beschenken.

Der erlaubte Wert bei gemeinschaftlichen Geschenken wurde von 10 auf 30 Euro angehoben, wie eine Sprecherin der Bildungsverwaltung am Montag mitteilte. Auch Geschenke über 30 bis maximal 50 Euro dürfen Lehrer annehmen, sie müssen diese aber der Schulaufsicht melden. Bei Geschenken von einzelnen Personen bleibt es jedoch bei der Grenze von 10 Euro. Auch wenn Schüler ihre Lehrer zu Abschlussfeiern einladen möchten, können Lehrer künftig mit einem ruhigen Gewissen annehmen. Zuvor brauchten Lehrer dafür eine Ausnahmegenehmigung der Schulaufsicht. Jedoch müsse die Bewirtung auf der Feier «üblich und angemessen» sein, teilte die Senatsverwaltung mit. Die neue Regelung soll so schnell wie möglich in Kraft treten. Sie gilt allerdings nur für Lehrer, nicht aber für Polizei und Feuerwehr. dpa

Zum Bericht: Der vermeintliche Korruptionsfall um eine Berliner Lehrerin wird zur Justizposse

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