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Nach Vandalismus-Exzess in Erfurter Grundschule: Mehr Hilfe für straffällige Kinder gefordert

ERFURT. Die Zahl der straffällig gewordenen Kinder in Thüringen ist nach einem MDR-Bericht leicht gestiegen. Unter den von der Polizei ermittelten Tatverdächtigen seien im vergangenen Jahr rund 1900 Mädchen und Jungen im Alter unter 14 Jahren gewesen, berichtete MDR Thüringen vor dem Hintergrund eines extremen Falls von Vandalismus in einer Erfurter Grundschule. Das seien rund zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Häufigste Straftaten von Kindern seien Diebstahl mit 729 Fällen, angedrohte oder tatsächliche Gewalt mit 482 sowie Körperverletzung mit 291 Fällen. Kinder unter 14 Jahren sind strafunmündig.

Die Vorsitzende der Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfe in Thüringen, Heike Ludwig, sprach sich dem Sender zufolge dafür aus, mehr Geld für die Sozialarbeit mit Kindern und Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Eine stabile Arbeit in den Schulen und Kommunen könnte langfristig Kosten sparen, sagte sie dem Sender.

Vor dem Hintergrund des Erfurter Vandalismus-Vorfalls in einer Grundschule plädierte Ludwig zudem für mehr Schulpsychologen. Bei dem Vorfall in Erfurt vor zwei Wochen hatten fünf Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren eine Grundschule aufgebrochen, Türen und Fenster zerschlagen und Feuerlöscher geleert. Der Schaden wird auf mindestens 65.000 Euro geschätzt. dpa

Zum Bericht: Weit höherer Schaden als zunächst angenommen: Verwüstete Grundschule noch über eine Woche geschlossen

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