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Harvard-Absolvent begeistert mit einer Rede, in der er seine Lehrerin würdigt – das Video sahen schon Millionen

CAMBRIDGE. Ein herzergreifendes Plädoyer für die Bildung und dem Kampf um Gleichberechtigung begeistert in diesen Tagen viele US-Amerikaner: Zur Abschlussfeier der Fakultät für Erziehungswissenschaften an der renommierten Harvard-University hat Masterabsolvent Donovan Livingston eine literarisch gereimte Rede gehalten, die an Slam-Poetry erinnert – der Videomitschnitt auf Youtube hat bereits ein Millionenpublikum gefunden.

Inspiration gefällig? Die Rede von Donovan Livingston ist überaus hörenswert. Screenshot

Inspiration gefällig? Die Rede von Donovan Livingston ist überaus hörenswert. Screenshot

Mit Leidenschaft sprach Donovan Missstände im Bildungssystem und in der Gesellschaft der USA an. „Noch vor allen anderen Möglichkeiten ist Bildung die größte ausgleichende Kraft gegen die Ungleichheit der Menschen“, zitierte Livingston gleich zu Anfang den US-Bildungsreformer und Sklaverei-Gegner Horace Mann. Um allerdings dann festzustellen: „Es heißt, dass Bildung der Schlüssel sei – während die Schlösser unentwegt ausgetauscht werden.“ Bildung allein reiche also nicht; Taten müssten folgen.

Der junge Mann macht dann am eigenen Beispiel deutlich, wie sehr ihn die in den USA immer noch verbreitete Diskriminierung von Afroamerikanern geprägt hat. Er sei ein „störender, geschwätziger“ Schüler gewesen, in dessen „Blutbahnen Revolution“ pumpte, wie er sagte. „Ein Gemenge der Erinnerungen, die Amerika gerne vergessen würde. Aber meine Vergangenheit erlaubt mir nicht, still zu sitzen.“ Erst in der siebten Klasse habe ihm eine Lehrerin gezeigt, wie er den Überschuss an Energie in produktive Bahnen lenken konnte – nämlich mithilfe seiner Stimme, seiner Gedichte, seiner Kreativität. „Sie gab mir eine Bühne, eine Plattform“, erinnerte er sich. „Sie sagte mir, dass unsere Geschichten Leitern sind, um einfacher an die Sterne zu kommen.“ So: Kletter!

Livingston appellierte an seine Mitstudenten: „Wacht auf – und erhebt eure Stimme gegen die Ungleichheit!“ Sie sollten sich nicht unterkriegen lassen. „Wir wurden nicht geboren, um gewöhnlich zu sein. Wir wurden geboren, Kometen zu sein“, sagte er. „Der Himmel ist nicht das Limit, er ist nur der Anfang. Fliegt los.“ News4teachers

Hier geht es zum Video auf Youtube.

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